Der Journalist und Schriftsteller Arthur Koestler hatte das Pech in "interessanten Zeiten" zu leben. Seine besten Bücher sind jene, in denen er über die grausamste Epoche des 20. Jahrhunderts Zeugnis ablegt und vielleicht das erschütterndste unter diesen Büchern ist sein "Spanisches Testament", der Bericht über seine Monate in faschistischer Haft. Walter Benjamin, im Pariser Exil ein Nachbar und Freund Koestlers, hat das Buch hoch gelobt, Thomas Mann hat die Korrekturfahnen gelesen und war begeistert. Das Buch ist eines jener raren Beispiele, in denen - wie der Schriftsteller Robert Neumann es schreibt - ein Mensch über seine Möglichkeiten hinauswächst, da es ihm "an den Kragen geht". Das Buch sei mehr als Literatur. Geht so etwas? Koestler zeigt, dass es geht. Ein ungeheuer spannendes Buch, das endlich, endlich wieder aufgelegt wurde.