Caroline-Graham-Romane sind ein pures Vergnügen ! Richtig schön "cosy" spielen Sie in einer englischen Kleinstadt, in der man sich als Leser gleich pudelwohl fühlt. Allerdings erinnert ihr Inspektor Barnaby sehr an Ruth Rendells Wexford: schon etwas älter, etwas zu dick, mit einer bekannten Schauspielerin als Tochter und einem relativ konservativen Macho als Sergeant (Barnabys Troy und Wexfords Burden), der manchmal zu dämlich ist, den Wald vor lauter Bäumen zu sehen und der Ansicht ist, Frauen gehören ausschliesslich in Küche oder Bett. Sehr befriedigend ist in allen Grahams, so auch hier wieder, dass es die echten Dumpfbacken, Spinner und Idioten, die ihre Frauen unterdrücken und sich selbst für gottgleich halten, dass es die so richtig schön trifft ! Genial und köstlich die Beschreibung der Szenen um den ersten Mord, bei dem die Ehefrau vor lauter Sorge um ihren Jack-Russell-Terrier fast umkommt, und erst Stunden später merkt, dass ja auch ihr Mann weg ist. Man gönnt es ihm, genauso wie alles, was am Ende dem Ex-Pfarrer passiert, der seine Frau wie ein Doofchen klein hält ! Gruselig sind hier auch die abgebrühten Täter. Es läuft einem kalt den Rücken hinunter. Fazit: Grahams lohnen sich immer !