Hugo Hamilton erzaehlt auf teils witzige, teils ironische Weise die Geschichte von Pat Coyne, dem letzten Helden in Dublin. Irland hat sich stark veraendert: die alten irischen Traditionen sind ueberholt und das Denken der Iren wird von den Regeln des Kapitalismus beherrscht. In dieser duesteren Atmosphaere bewegt sich der ehemalige Polizist Pat Coyne, der mit viel Engagement und Idealismus versucht, seinem Sohn, der unter Mordverdacht steht,zu helfen. Pat Coyne ist ein schlechter Verlierer, der sich mit den Veraenderungen in seiner Heimat nicht anfreunden kann und die Wahrheit ans Licht bringen will. Mit diesem Anti-Helden ist Hugo Hamilton eine rundum menschliche Figur gelungen, mit der sich der Leser durchaus identifizieren kann. Leser und Leserinnen, die sich mit der Situation in Irland etwas kritisch auseinandersetzen, werden hier viele Anhaltspunkte finden.