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Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 31.08.2001
H.G. Pflaum erläutert dem Leser mehr, worum es in diesem Buch geht, als dass er ein dezidiertes Urteil über diesen Krimi abgibt. Lediglich mit der Anmerkung, dass es sich um einen "mitunter verwegen komischen Roman" handelt, der auch "grimmigen Witz und bissige Ironie" zeige, geht Pflaum in Richtung einer Bewertung. Ansonsten informiert der Rezensent, dass es hier nicht in erster Linie um "kriminalistische Ermittlungen und die Aufklärung einer Straftat" geht, sondern um das neue Irland und das Wirtschaftswunder in diesem Land, ohne dass dabei sentimental alten Zeiten hinterhergetrauert werde. Thema ist hier, wie der Leser erfährt, das Schleusen von Einwanderern nach Irland, und natürlich gibt es auch Tote. Dabei stellt Pflaum resümierend fest, dass dieses Buch "nicht zu jener Sorte Krimis (gehört), die eine Wiederherstellung der Ordnung suggerieren".
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Kurzbeschreibung
Irland hat sich verändert: Illegale ins Land zu schleusen bringt mehr ein, als bei Wind und Wetter rauszufahren und ein paar Makrelen zu fischen. Die gälische Sprache taugt nur noch für ein paar saftige Flüche oder als Geheimcode zwischen Gangstern. Der Polizist Pat Coyne nimmt unverdrossen den Kampf gegen Verbrechen, Korruption und Kapitalismus auf. Seine Lage scheint allerdings aussichtslos: Er ist vom Polizeidienst freigestellt, um seine Lungen steht es schlechter denn je, und auch sein Geisteszustand ist bedrohlich instabil. Seine Frau hat sich von ihm getrennt und sein Sohn wird von einem Gangster gejagt. Mit Ironie nimmt Hugo Hamilton das moderne Irland aufs Korn, aber auch die irische Tradition bleibt von seinem Spott nicht verschont. Pat Coyne ist eine echte Nervensäge, ein Spießer und ein weichherziger Pedant, dem Hamilton die Züge eines modernen Don Quixote verleiht.