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Ein russischer Sommer
 
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Ein russischer Sommer

Helen Mirren , Christopher Plummer    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Helen Mirren, Christopher Plummer, Paul Giamatti, Anne-Marie Duff, Kerry Condon
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 1. Oktober 2010
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 107 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002ZRQ1QS
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 695 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

Ein russischer Sommer erzählt die bewegende, faszinierende Geschichte der großen, dramatischen Liebe zwischen Leo Tolstoi und seiner Frau Sofia. Eine Geschichte, die von Leidenschaft, Ehe, Familie, Geiz, Intrigen und Revolution handelt. Und die auf mal humorvolle, mal dramatische Weise zeigt, wie schwierig es ist zu lieben, wie gleichzeitig unmöglich es jedoch ist, ohne die Liebe zu leben.

Die Geschichte: 1910. Leo Tolstois Frau Sofia (Helen Mirren), seit 48 Jahren mit dem weltberühmten Autor verheiratet, ist außer sich. Tolstois (Christopher Plummer) engster Vertrauter Tschertkow (Paul Giamatti) hat ihren geliebten Mann hinter ihrem Rücken dazu überredet, die wertvollen Rechte an seinen Bestsellern nicht ihr und den gemeinsamen Kindern, sondern dem russischen Volk zu vermachen. Und das, obwohl sie ihm ihr Leben gewidmet hat. Ja sogar, eigenhändig das Manuskript von Krieg und Frieden sechs Mal abgeschrieben hat!
Voller Leidenschaft nimmt sie den Kampf um ihr gutes Recht auf - doch an den Idealen (und dem Ego) ihres Mannes ist nicht zu rütteln. Je mehr Sofia wie eine Furie durch den herrschaftlichen Familiensitz fegt, desto leichter wird es für Tschertkow, Tolstoi von der Richtigkeit seiner Entscheidung zu überzeugen.
Genau in das Minenfeld zwischen diesen Fronten gerät Walentin (James McAvoy), Tolstois junger neuer Sekretär. Als glühender Verehrer bewundert er vor allem Tolstois Ansichten über die bedingungslose Liebe - auch wenn sich seine eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet bisher noch in Grenzen halten. Ganz im Gegensatz zur schönen und geistreichen Lehrerin Mascha (Kerry Condon), die ihre Gedanken über freie Liebe und Sex zum Erstaunen Walentins offen und unbekümmert äußert.
Während der Konflikt zwischen Tolstoi und Sofia epische Ausmaße annimmt und eine wunderbare, lebenslange Liebe nach Jahren des Glücks zum Scheitern zu bringen scheint, lernt Walentin selbst in diesem Sommer die Liebe endlich kennen…

Produktbeschreibungen

1910. Leo Tolstois Frau Sofia (Helen Mirren), seit 48 Jahren mit dem weltberühmten Autor verheiratet, ist außer sich: Tolstois (Christopher Plummer) engster Vertrauter Tschertkow (Paul Giamatti) hat ihren geliebten Mann hinter ihrem Rücken dazu überredet, die wertvollen Rechte an seinen Werken nicht ihr und den gemeinsamen Kindern, sondern dem russischen Volk zu vermachen. Und das, obwohl sie ihm ihr Leben gewidmet hat. Ja sogar, eigenhändig, das Manuskript von "Krieg und Frieden" sechs Mal abgeschrieben hat!

Voller Leidenschaft nimmt sie den Kampf um ihr gutes Recht auf - doch an den Idealen (und dem Ego) ihres Mannes ist nicht zu rütteln. Je mehr Sofia wie eine Furie durch den herrschaftlichen Familiensitz fegt, desto leichter wird es für Tschertkow, Tolstoi von der Richtigkeit seiner Entscheidung zu überzeugen.

Genau zwischen die Fronten dieses Minenfelds gerät Walentin (James McAvoy), Tolstois junger neuer Sekretär. Als glühender Verehrer bewundert er vor allem Tolstois Ansichten über die bedingungslose Liebe - auch wenn sich seine eigenen Erfahrungen auf
diesem Gebiet bisher noch in Grenzen halten. Ganz im Gegensatz zur schönen und geistreichen Lehrerin Mascha (Kerry Condon), die ihre Gedanken über freie Liebe und Sex zum Erstaunen Valentins offen und unbekümmert äußert.

Während der Konflikt zwischen Tolstoi und Sofia epische Ausmaße annimmt und eine wunderbare, lebenslange Liebe nach Jahren des Glücks zum Scheitern zu bringen scheint, lernt Walentin selbst in diesem Sommer die Liebe

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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Tolstois Zitat aus -Krieg und Frieden- trifft im Kern die Handlung von Michael Hoffmans Film -Ein russischer Sommer- auf den Punkt. Wir begeben uns mit Hoffmans Hilfe in das Jahr 1910, Tolstois letztem Lebensjahr. Auf dem Gut Jasnaja Poljana lebt Tolstoi(Christopher Plummer) mit seiner Gattin, der Gräfin Sofia(Helen Mirren). Seit 48 Jahren sind die beiden ein Paar, und was für eins. Während Tolstoi sich zum Lebensende hin mehr um spirituelle Ideen kümmert, ist Sofia noch immer pragmatisch und streitfreudig. Das belastet die Beziehung enorm. Während Tolstoi seinem Freund Tschertkow(Paul Giamatti) vertraut, lehnt Sofia ihn komplett ab. Tschertkow hat die Tolstoijaner gegründet, eine Gruppe von Anhängern Tolstois, die sich dem Pazifismus und dem christlichen Anarchismus verschrieben haben. Tolstoi, zu diesen Zeiten schon weltberühmt, ist die Ikone der Tolstoijaner und wird zuweilen wie ein heutiger Popstar von der Presse und seinen Anhängern umschwärmt. Tschertkow will, dass Tolstois Werke allein dem russischen Volk gehören sollen. Dazu braucht er Tolstois Unterschrift unter ein neues Testament. Sofia ahnt Tschertkows Plan und weiß, dass ihr Gatte nicht abgeneigt ist. Sie will diesen Schritt ihres Mannes unbedingt verhindern, da sie um das Erbe für sich und die Kinder fürchtet.

In dieser Situation schickt Tschertkow den jungen Biografen Walentin Bulgakow(James McAvoy) zu Tolstoi. Er soll dessen Privatsekretär werden und nebenbei herausbekommen, was Sofia im Schilde führt. So begibt sich Bulgakow zwischen die Fronten. Sofort fühlt er sich zu seinem großen literarischen Vorbild hingezogen, aber auch Sofia lernt er kennen und schätzen. Als Bulgakow sich im Lager der Tolstoijaner dann noch in Mascha(Kerry Condon) verliebt, kann er weder mit seinem Verstand, noch mit seinem Herzen, entscheiden auf welche Seite er sich schlagen soll. Allerdings sorgt Tschertkows Drängen ziemlich schnell für eine Eskalation zwischen Tolstoi und Sofia. Jetzt ist es an Bulgakow, Farbe zu bekennen...

Nach Jay Parinis Roman hat Michael Hoffman das letzte Lebensjahr Tolstois in Szene gesetzt. Das ist überaus gut gelungen. Die Original-Schauplätze wurden in den Neuen Bundesländern nachgestellt. Dabei entstanden herrliche Landschaftsbilder einer längst vergangenen Epoche. Ihren großen Reiz zieht die Produktion aus zwei Dingen: Zum einen ist es die Authentizität des Geschehens. Das, was Hoffman uns zeigt hat so, oder so ähnlich, tatsächlich stattgefunden. Dabei ist vor allem die Figur Tolstois und seine Berühmtheit in der Öffentlichkeit, für uns heute kaum nachvollziehbar. Auch ohne Internet, Radio oder Fernsehen hatte dieser Mann den Status eines "Stars". Zum zweiten ist es die Besetzung des Films. Christopher Plummer, vor kurzem erst gnadenlos gut in Dr. Parnassus, spielt den Leo Tolstoi mit Herzblut und Charme. Das passt von A bis Z. Helen Mirren, als seine impulsive, im Geiste jung gebliebene Sofia steht ihm nicht nach. James McAvoy, Paul Giamatti und Kerry Condon vervollständigen die Riege erstklassiger Mimen.

Hoffman hat seinen Film mit unaufdringlicher, wunderbarer Musik unterlegt. Er führt uns zurück in die Vergangenheit. Dort dürfen wir ein Schauspiel beobachten, das uns, trotz Tolstois großer Berühmtheit, relativ unbekannt ist. Das ist literarisches, großes, einfühlsames Gefühlskino mit Realitätsanspruch. Mit einer Prise Humor(wie z.B. dem ständig niesenden Bulgakow), einem Schuss Tragik und jeder Menge alltäglicher Begebenheiten, versetzt uns Hoffman in die Lage, Tolstois letztes Jahr zu verstehen.

Mir persönlich hat dieser ruhige, interessante Film sehr gut gefallen. Für Freunde von opulenten Bildern, hervorragenden Schauspielern und ein paar dialoglastigen Szenen ist -Ein russischer Sommer- ganz sicher ein Hauptgewinn. Wer schnell und mit viel Aktion unterhalten werden will, der dürfte sich mit Hoffmans Streifen nicht identifizieren können. Sie müssen, und dürfen, das mal wieder für sich selbst entscheiden. Ach ja...verpassen sie den Abspann nicht, dort gibt es noch ein paar wunderbare, bewegte Originalbilder aus Tolstois Leben zu sehen.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mrs. Peel
Format:DVD
Jasnaja Poljana im Sommer 1910: Der Segen hängt schief im Hause Tolstoi. Während der inzwischen weltweit gefeierte Schriftsteller (Christopher Plummer) zusammen mit seinem Freund Tschertkov (Paul Giamatti) an der Verbreitung seiner neuen Lehre und der Tolstoianischen Bewegung arbeitet, fürchtet seine Frau Sofia (Helen Mirren) um den eigenen Lebensstandard und das Erbe der gemeinsamen Kinder. Zu Sofias Missfallen will Tolstoi sein Werk und dessen Rechte per Testament dem russischen Volk vermachen und seine Familie dabei außen vor lassen. Mitten in diesen Konflikt gerät der junge Walentin (James McAvoy), ein Anhänger Tolstois, der von Tschertkov engagiert wurde, als Sekretär über Tolstois freien Willen zu wachen. Als Walentin sich auf dem Landgut in die intelligente Tolstoianerin Mascha (Kerry Condon) verliebt, geraten beide genauso in den Konflikt mit ihren idealistischen Ideen wie ihr großer Mentor.

"Ein russischer Sommer" porträtiert Tolstoi im Winter seines Lebens: als puritanischen Aussteiger, dessen kreative Kraft nach "Anna Karenina" erloschen scheint und der zu einem spirituellen Leben findet und in der radikalen Rückbesinnung auf seine schöpferischen Wurzeln und im Streben nach bedingungsloser Liebe und Freiheit, die Welt von Zorn, bindenden Konventionen und falscher Religion erlösen will. "Ich glaube, er ist einer der Propheten. Gott spricht durch ihn.", sagt sein Arzt Makowitzki an einer Stelle im Film. Von Tschertkov wird Tolstoi nicht ganz ohne Eigennutzen zur heiligen Ikone erhoben. Zum argwöhnischen Misstrauen von Sofia, die, von den idealistischen Thesen ihrer Umgebung genervt, wie ein Derwisch über das Gut wirbelt und so ihrem Ehemann, der sich zunehmend von ihr entfremdet und in der Einsamkeit seinen inneren Frieden sucht, das Leben zur Hölle macht. Weil sie nicht verstehen kann, warum ihr Mann alles ablehnt, was beiden einst wichtig war. Bis die Lage schließlich eskaliert und Tolstoi sich auf seine letzte Reise begibt.

Im Subtext des Films zerfällt die anarchistische Ideologie Tolstois teilweise in ihre Widersprüche und scheitert an der Realität. Für Walentin wird nicht nur das Dogma von der sexuellen Enthaltsamkeit und des zölibatären Lebens zum Problem, das im Gegensatz zur freien Liebe steht. Auch der zwielichtige Tschertkov gibt zunehmend Anlass für Mascha und ihn, die Bewegung kritisch zu hinterfragen, obwohl sich beide nie ganz vom Tolstoianischen Denken lösen werden. Beide ahnen, dass Tolstoi längst zum instrumentalisierten Abbild seiner Anhänger geworden ist. Mascha bricht schließlich zu Walentins Entsetzen aus der oktroyierten Enge der Bewegung aus und flüchtet nach Moskau.

Der Film ist kein reines Biopic mit historischem Anspruch, sondern eine Adaption von Jay Parinis Novelle "The Last Station", die sehr komplex die letzten Tage Tolstois aus der subjektiven Sicht der sechs Nebenfiguren erzählt. Im Drehbuch nahm Regisseur Michael Hoffman einige Änderungen vor und fokussiert den Blick der Kamera hauptsächlich auf das Beziehungsdrama. Im Wesentlichen erzählt er den Film aus der Perspektive von Walentin, der in seiner enthusiastischen Offenherzigkeit mit der zerrütteten Liebe des sehr eigenwilligen Paares konfrontiert wird.

Michael Hoffman gelingt es, in wunderschönen Bildkompositionen Tolstois Verbundenheit mit der Natur zu reflektieren. In abschüssigen Landpartien durch idyllische Wälder und pittoreske Felder kondensiert sich sein Geist, alles Materielle auszublenden und zu den Ursprüngen der Schöpfung zurückzukehren. Die Lichtsetzung lässt die natürliche Oberfläche der Außensets in hellem Glanz erstrahlen, während intime Momente emotionaler Intensität oft in Dunkelzonen des Hauses stattfinden. An Tapeten und dem Dekor der Wände spiegelt sich die innere Traurigkeit Tolstois, der im Scheinleben der Aristokratie zu ersticken droht. Die Dialoge werden durch den spezifischen Tonfall der Figuren intelligent und einfühlsam ausgefüllt. Vor allem Helen Mirren glänzt hier als ironische und bissige Sofia Tolstaja, die mit viel Verve widerborstig gegen die revolutionären Postulate ihres Mannes agitiert und so den Konflikt zwischen den Ansprüchen des Herzens und denen des Verstandes permanent präsent macht. Eine Einstellung im letzten Teil des Films zeigt, wie Sofia verlassen durch das Fenster eines stehenden Zuges blickt, dessen Rahmen wie Gitterstäbe wirken und die scheinbar ihre Seele in den eigenen Konventionen gefangen halten. Was bleibt, ist die Einsamkeit.

Helen Mirren und Christopher Plummer wurden für ihre Darstellung des streitsüchtigen Ehepaares jeweils mit einer Golden Globe- und Oscar-Nominierung belohnt. Eigentlich waren Meryl Streep und Anthony Hopkins für die Rollen vorgesehen. Beide sagten auch zu, mussten jedoch letztendlich aus Zeitgründen passen. Witzig sind die verpatzten Szenen im Bonusmaterial. Zudem gibt es auf der DVD das Special "Hinter den Kulissen" sowie Interviews, gelöschte Szenen, Kinotrailer und TV-Teaser zu sehen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. Ursula Kempf TOP 100 REZENSENT
Format:DVD
Sechsmal hat sie allein das Monumentalwerk "Krieg und Frieden" für ihn abgeschrieben. Dreizehn Kinder hat sie ihm geboren und achtundvierzig Jahre ihres Lebens geschenkt. Die Rede ist von Gräfin Sofia Tolstoi (Helen Mirren).

Um am Ende ihres Lebens um das Vermächtnis seiner Werke betrogen zu werden. Denn im hohen Alter entsagt der berühmte russische Schriftsteller Leo Tolstoi (Christopher Plummer) all seinen irdischen Gütern, um seinen Idealen zu folgen. Auf Anraten seines engsten Vertrauten Tschertkov (Paul Giamatti) will er zudem die Rechte an seinen Werken dem russischen Volk vermachen. Obwohl er Sofia immer noch in Liebe zugetan ist, verlässt er sie und sein Hab und Gut in einer dramatischen Nacht- und Nebel-Aktion, um in eine ungewisse Zukunft aufzubrechen.

Doch Sofia scheut weder die Öffentlichkeit, noch dramatische Szenen und kämpft wie eine Löwin für sich und ihre Familie. Für die idealistischen politischen Ambitionen ihres Mannes hat sie wenig übrig. Doch im Haushalt Tolstoi scheint sie völlig allein dazustehen. An ihrer Seite steht allein Tolstois junger Sekretär Valentin (James McAvoy). Dieser ist zutiefst berührt von den herzzerreißenden und hoch emotionalen Szenen zwischen dem angebeteten Dichter und seiner beeindruckenden Frau. Zeitgleich erfährt er die erste große Liebe und die verbotene Lust ausgerechnet in einem Lager der Tolstojaner, die sich die sich der Askese, Gewalt- und Besitzlosigkeit verschrieben haben.

Ein erbitterter Kampf auf Augenhöhe entbrennt zwischen dem Dichterfürsten und seiner Frau. Doch Sieger gibt es keine. Auch wenn sie nicht mehr miteinander können, so können sie doch noch weniger ohne einander ...

In glänzender schauspielerischer Besetzung mit Paul Giamatti als undurchsichtigem Freund und James McAvoy als Mittler zwischen den Fronten liefern Helen Mirren und Christopher Plummer vor den Trümmern ihrer Ehe eine Oscar-reife Performance, sie als eifersüchtige Hysterikerin, die um ihr Erbe fürchtet, er ein Philosoph, der sich nach Ruhe und Frieden sehnt. Trotz aller Streitigkeiten ist "Ein russischer Sommer" aber auch ein Dokument der starken und dramatischen Liebe zweier großer Persönlichkeiten und erlaubt zudem einen neuen Blickwinkel auf den großen Dichter der Klassiker "Anna Karenina" und "Krieg und Frieden".

Frei nach dem Roman von Jay Parini hat Michael Hoffmann weit mehr als einen Historienschinken gedreht. In beeindruckender Bilderflut und breiter Epik entwirft er das Porträt des berühmten Schriftstellers und das einer Gesellschaft zwischen Revolution und Restauration.

"Ein russischer Sommer" erzählt die bewegende, faszinierende Geschichte der großen, dramatischen Liebe zwischen Leo Tolstoi und seiner Frau Sofia. Eine Geschichte, die von Leidenschaft, Ehe, Familie, Geiz, Intrigen und Revolution handelt. Und die auf mal humorvolle, mal dramatische Weise zeigt, wie schwierig es ist zu lieben, wie gleichzeitig unmöglich es jedoch ist, ohne die Liebe zu leben. Mich hat diese Mischung aus historischen Fakten und Fiktion bestens unterhalten und zutiefst bewegt.
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