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Ein perfekter Freund Taschenbuch – 31. Oktober 2003

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 26 (31. Oktober 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257233787
  • ISBN-13: 978-3257233780
  • Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 2 x 18,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (139 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 6.540 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Welch ein Erwachen! Kaum Gefühl im Gesicht, keine Ahnung, wo man ist. Und die Frau, die sich so rührend um einen kümmert, soll die eigene Freundin sein? Der Journalist Fabio Rossi hat einen Gedächtnisverlust erlitten. Irgendjemand hat ihm kräftig auf den Schädel gehauen. 50 Tage fehlen ihm seitdem. Und in diesen paar Tagen habe er sein Leben komplett umgekrempelt, habe Wohnung und Partnerin gewechselt, sei überhaupt nicht mehr der, der er einst wahr. Und das nicht zu seinem Vorteil. Als Journalist begibt er sich nun auf Recherche in eigener Sache und rekonstruiert die letzten Tage vor dem Black-out.

Martin Suter hat die Geschichte raffiniert konstruiert und taucht die Leser immer wieder in widersprüchliche Gefühle. Ist Rossi nun wirklich der moralisch überlegene Journalist, hat ihm sein Kumpel den Scoop um BSE in Schokostängeln geklaut? Warum ist die frisch gebackene Witwe des Forschers so glücklich -- und plötzlich auch finanziell gut gepolstert? Rossi stand -- und steht nun wieder -- kurz vor der Enthüllung eines riesigen Skandals, als er die Macht der Lebensmittelkonzerne zu spüren bekommt. Ihr Angebot ist eines, das man nicht ablehnen sollte.

Martin Suters Romane sind fehlerlos. Die Sprache ist präzis, manchmal von einer fast unheimlichen Trockenheit. Und vor allem ist Ein perfekter Freund höchst spannend -- und nebenbei auch noch lehrreich. Dass der Humor bei Suter nicht zu kurz kommt, vor allem der schwarze, kennt man. Und auch da liefert er höchst amüsante Müsterchen, die beispielsweise die Techniken des Gedächtnistrainings betreffen. So in dem Stil, wenn die Marlen plötzlich Lilli heißt. --Martin Walker -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Überzeugender und spannender Psychokrimi, in dem Sebastian Koch die Zwiespältigkeit des Hauptprotagonisten seiner Stimme eindrucksvoll umsetzt." (Hörbücher Magazin) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Cen am 2. Mai 2007
Format: Taschenbuch
Der perfekte Freund eines Mannes, der nach einer Midlife-Crisis ohne Gedächtnis aufwacht, muss schon ein besonderer Mensch sein.

Thema dieses Buches ist die Freundschaft, sind die Beziehungen, die wir mit anderen Menschen knüpfen - und, es wäre sonst kein Suter-Buch, Gedächtnisverlust und das Erlebnis, als ein anderer wieder aufzuwachen, ohne Erinnerung an ein Selbst, das einem fremd erscheint.

Der Plot dieses Buches ist eleganter und weniger vorhersehbar gesponnen als jener der dunklen Seite des Mondes". Das mag auch an der ganzen Anlage des Buches liegen, mir kommt es allerdings auch so vor, als hätte der Autor hier mehr Sorgfalt auf das Spinnen des Plots verwandt. Letztlich, ließe sich sicherlich auch anführen, ist diese Plot-Anlage auch gar nicht so wichtig, schließlich nutzt Suter, wie jeder gute Kriminalautor, die spannende Krimi-Geschichte auch nur als Plattform für die ihn eigentlich interessierenden Fragen.

Umso wichtiger, sage ich, dass diese Plattform so sorgfältig und passgenau gearbeitet ist, dass sie als Bühne keinerlei Stolperfallen enthält, die vom eigentlichen Thema ablenken.

Meiner bescheidenen Meinung nach ist Suter all das in diesem Buch sehr gut gelungen. Man bleibt dran, an den Nachforschungen und Ermittlungen des gedächtnislosen Journalisten Fabio Rossi.

Sprachlich ist dieses Buch ein absoluter Hochgenuss. Mir fällt kaum ein deutschsprachiger (lebender) Autor ein, der dermaßen klar, prägnant und elegant schreibt wir Suter. Kein Zufall, dass dies ein wirklich häufig geäußerter Gedanke zu seinen Büchern ist.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Knackstedt am 7. Juni 2008
Format: Audio CD
Nach dem Genuß des Hörbuchs Lila, Lila habe ich mir den Namen Martin Suter gemerkt. Ein deutschsprachiger Autor, der irgendwo zwischen Mainstream und Avantgarde schreibt. Eine klar durchstrukturierte Story wird von Beobachtungen und Philosophischen Ansätzen begleitet, die einem das Zuhören zu einer wahren Freude machen. Ein perfekter Freund hat mich in dieser Hinsicht ebenfalls nicht enttäuscht.

Fabio Rossi erwacht im Krankenhaus. Er kann die letzten 50 Tage seines Lebens nicht rekonstruieren. Rossi ist Reporter. Er glaubt, dass er einer großen Sache auf der Spur war, weiß aber nicht mehr, worum es dabei ging. Er stellt überrascht fest, dass er eine neue Freundin hat und seine ehemaligen Freunde sich von ihm abgewandt haben. Dafür hat er wieder Kontakt zu Menschen, die er jahrelang nicht gesehen hat. Allein Lucas Jäger, sein Freund und Mitarbeiter ist noch ein zentraler Punkt in Fabios Leben. Aber Lucas ist plötzlich mit Fabios großer Liebe Norina zusammen. Irgendetwas stimmt da nicht und Fabio versucht, das heraus zu bekommen. Dabei macht er überraschende Entdeckungen und nach und nach verfestigt sich der Verdacht, dass Lucas ihn betrogen hat. Fabio ahnt allerdings nicht, dass er noch nicht einmal an der Oberfläche seiner fehlenden 50 Tage gekratzt hat. Das ändert sich jedoch ziemlich schnell, als er den Einstieg in seine ehemaligen Recherchen wieder findet. Was dann passiert, hätte weder Fabio noch der geneigt Leser jemals geahnt.

Suter schreibt klar, präzise und mitreißend. Sein detailsicheren Schilderungen sind lebhaft, spannend und machen Freude auf mehr.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Don Quichotte am 11. April 2008
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Fabio ist 33 Jahre alt und Journalist. Als er eines Tages im Krankenhaus erwacht, stellt er fest, dass die Frau, die ihn besucht und ihn küsst, ihm völlig unbekannt ist. Die Frau, für die er Gefühle hat, hat ihn verlassen, wegen seiner Affäre mit dieser Fremden. Fabio ist als Journalist einer großen Sache auf der Spur gewesen und hat wohl in diesem Zusammenhang einen Schlag auf den Hinterkopf bekomnen. Er hat die letzten 50 Tage vergessen. Doch sein ehemaliges soziales Umfeld will mit ihm nicht mehr viel zu tun haben, denn in diesen 50 Tagen habe er sich schlecht benommen und sei ihnen Fremd geworden. Parallel zu seinem körperlichen (Physiotherapie) und geistigen (Neurologie) Aufbauprogramm, recherchiert Fabio sich selbst und eben dieser großen Sache, an die er ebenfalls keine Erinnerung mehr hat, hinterher.

Martin Suter ist mit Ein perfekter Freund ein sehr kurzweiliger und lesenswerter Roman gelungen, allerdings nicht der ganz große Wurf, denn die Krimihandlung, die hinter allem steckt, kommt doch arg reißerisch und konstruiert daher. Amnesie-Geschichten gibt es immer mal wieder, und meistens (wie auch in diesem Fall) ist es spannend zu verfolgen, wie die Protagonisten sich selbst wieder finden müssen. Wer Geschichten dieser Art mag, findet in "Ein perfekter Freund" durchaus eine der besseren, die durch eine klare, stellenweise sehr humorvolle Sprache besticht und die Grundspannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht hält.
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