Der Anfang des Buches ist im Grunde ein Ende. Oder ein Neuanfang.
Überraschend beginnt das Buch mit den Vorbereitungen für ein Begräbnis - eine ungewöhnliche Beerdigung, denn der Ich-Erzähler überführt die Asche seiner verstorbenen Ehefrau ihrem Wunsch gemäß nach Bali. Er überwindet etliche Hürden, bis er ihren Anweisungen entsprechen und ihre Asche dort beisetzen kann, wo sie am glücklichsten war - auf Bali, an einem wunderbaren, stillen, heiligen Ort.
Auf die Schilderung dieser ungewöhnlichen Beisetzung folgt eine Rückblende. Der Ich-Erzähler Mano schildert den Beginn seiner Bekanntschaft mit seiner künftigen Ehefrau, den Zauber der ersten Begegnung, den gemeinsamen Weg bis hin zur Diagnose "Krebs" und den verzweifelten Kampf gegen die Krankheit bis zum Ende.
Mano bleibt allein zurück und lernt erst mit der Zeit, loszulassen und zu hoffen, dass seine geliebte Frau auf Bali wieder geboren wurde, wie man dort glaubt.
Was im Abriss ein wenig rührselig klingt, liest sich spannend und keineswegs zu sentimental. Mano, Autor und Ich-Erzähler, möchte dem Leser einerseits eine so schöne wie traurige und wahre Geschichte näher bringen, andererseits geht es ihm um die Vermittlung einer Art von Glauben und Gewissheit. Nichts ist Zufall, alles hat einen Sinn, könnte die Prämisse des Buchs lauten.
In Manos Leben scheint dies auch so zu sein. Mano und seine Frau erhalten Zeichen, lesen sie und lernen, sich an ihnen zu orientieren. Schmerz und Tod als Teil des Lebens lassen sich so besser akzeptieren.
Ein Buch also, in dem es um Liebe und Verlust geht, warmherzig und tröstlich wie eine ausgestreckte Hand für alle, die solche Erfahrungen kennen oder fürchten, für alle, die lieben; eingebettet in die Wärme und den exotischen Zauber von Bali.