Ich habe das Buch in einer hamburger Buchhandlung gesehen, genommen und vor Ort direkt durchgelesen. Mir kamen die Tränen und ich kam ins Grübeln und doch tat es gut.
Es ist eine sehr ehrliche Erzählung von einem Mann, der Schritt für Schritt in die Obdachlosigkeit gleitet. Ein Mann der eine Frau und Kinder hat(te). Dieses Buch zeigt vorsichtig und doch sehr klar auf, dass auch die Menschen, die dort 'rumsitzen' ein Leben, eine Familie, eine Arbeit und vieles mehr gehabt haben.
Nur, meist kam etwas dazwischen, was nicht immer gut war.
Es ist sicher besser, wenn dieses Buch, was vom Schreibstil und den Bildern für Grundschüler geeignet ist, mit einem Erwachsenen, vielleicht auch in der Schulklasse durchgesprochen wird.
Auch für Kinder, die es aus ganz eigener leidvoller Erfahrung kennen, kann es ein gutes Buch sein um es dann zu thematisieren.
Vielleicht auch für obdachlose Eltern, die ihre Situation ihren Kindern erklären müssen/wollen.
Die Angst, die dieses Thema macht, wird erklärt und man schaut danach mit anderen Augen. Und es macht auch Mut, denn der Mann sieht das Elend, aber auch die Kraft es verändern zu wollen.
Es heißt ja auch 'nur': "Ein mittelschönes Leben"
Und ich hoffe dieses Buch bald deutschlandweit in den Buchhandlunegn sehen zu können, geht doch ein Teil der Einnahmen davon gleich an einen guten Zweck weiter.
Danke an die Autorinnen Kirsten Boie und Jutta Bauer