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Ein letzter Sommer
 
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Ein letzter Sommer [Taschenbuch]

Steve Tesich
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ja, es ist wahr: Daniel Price hat den Kampf seines Lebens verloren, 1960, in East-Chicago. Er hat die Zukunft seines Trainers verspielt, der eigentlich schon keine Zukunft mehr hatte. Und er hat es auf die leichtsinnigste Art und Weise getan -- obwohl er seinen Gegner beim Ringen schon längst in die Knie gezwungen hatte. Er hat sich einlullen lassen von dessen Lächeln, hat die Warnungen in den Wind geschlagen, die sein Trainer ihm vom Rand her entgegen gerufen hatte. Jetzt ist er zu Hause und wird von seinem Vater mit dem selben merkwürdigen Lächeln empfangen, das ihm zeigt, dass auch er und sein Erzeuger Gegner sind. Auch wenn seine Freunde Larry und Billy die Niederlage herunterspielen, so ist doch allen klar: Jetzt muss sich Price dem Kampf des Lebens stellen und selbst eine Zukunft finden, von der er nicht einmal weiß, wo er sie suchen soll.

Hierzulande, aber auch in seiner Heimat Amerika wurde der gebürtige Jugoslawe Steve Tesich (Abspann) vor allem für seine teils Oscar-prämierten Drehbücher für Filme wie Breaking Away und Garp und wie er seine Welt sah bekannt -- oder eben nicht bekannt, denn der Ruhm von Drehbuchautoren blüht ja eher im Verborgenen. Dies ist umso erschreckender, als Ein letzter Sommer von 1982 ein ganz und gar wunderbarer Roman ist, in dem jeder Satz auf erschütternde Art und Weise wahr und wahrhaftig ist, das man gar nicht mehr aufhören kann und will mit dem Lesen. Ein letzter Sommer ist ein Buch vom Ende der Kindheit, von Träumen, die platzen und von Lebenswegen, die mit der einmal eingeschlagenen Richtung nur scheitern können. Aber Ein letzter Sommer ist mehr. Ein letzter Sommer ist ein Klassiker der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur, ein Meisterwerk eines Autors, der leider schon 1996 verstorben ist. Allzu gerne hätte man Jahr für Jahr wieder etwas neues von ihm gelesen. Denn man merkt auf jeder Seite von Ein letzter Sommer: Steve Tesich hätte noch viel mehr zu sagen gehabt. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Ein Roman voll übermütigem Witz, herzzerreißender Melancholie, Klugheit und Poesie." (FAZ)

"Ich möchte, dass dieses Buch richtig berühmt wird." (Elke Heidenreich)

Kurzbeschreibung

Ein letzter Kleinstadt-Sommer vor dem Erwachsenwerden: Daniel Price ist achtzehn und hat mit seinen beiden besten Freunden gerade die Highschool abgeschlossen. Er lenkt sich mit Ringkämpfen ab von der Verbitterung seines krebskranken Vaters und der bröckelnden Ehe der Eltern. Als Danny die schöne, unergründliche Rachel kennenlernt, seine erste große Liebe, wird die Welt auf einmal schrecklich und wunderbar weit.

Über den Autor

Steve Tesich wurde 1942 in Jugoslawien geboren und kam im Alter von vierzehn Jahren nach Indiana/USA. Er schriebe zahlreiche Stücke und Drehbücher, u. a. für die Filme Garp und wie der die Welt sah und Breaking Away, für das er einen Oscar erhielt. Nach Ein letzter Sommer eroberte auch der Roman Abspann die Bestsellerlisten. Steve Tesich starb 1996 im Alter von 53 Jahren.

Auszug aus Ein letzter Sommer von Steve Tesich, Heidi Zerning. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wir alle drei, denke ich, hatten das Gefühl, die nächsten Jobs, die wir fanden, würden für den Rest unseres Lebens unser Beruf bleiben. Das machte uns ängstlich und unentschlossen. Wenigstens brauchten wir für den Augenblick kein Geld. Wir hatten unsere bescheidenen Ersparnisse. Wir hatten weder Mädchen, noch Autos, und so war selbst das wenige, was wir hatten, mehr als genug. Früher waren wir ins Kino gegangen, aber das Herannahen des Sommers machte uns irgendwie zu unruhig, um ganze Filme auszusitzen, also gingen wir einfach nicht mehr hin. Wir warteten darauf, dass eine Veränderung mit uns vorging. Mit allen anderen ging nach dem Schulabschluss eine Veränderung vor sich. Mit uns bestimmt auch bald.
»Ich kann den April nicht ausstehen«, verkündete Misiora kategorisch. »Alle finden den März unausstehlich, aber ich den April. Und wisst ihr, warum? Weil er genauso ist wie der März.«
In der Baring Avenue gab es nur wenige Bäume, und sie standen weit auseinander, wie alte Freunde, die ihrer eigenen Wege gegangen waren. Sie trugen alle noch kein Laub. Aber Knospen waren schon zu sehen, Andeutungen dafür, dass sich bald etwas tun würde. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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