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Ein kurzer Film über das Töten
 
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Ein kurzer Film über das Töten

Krzysztof Kieslowski    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Krzysztof Kieslowski
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 4. Mai 2007
  • Produktionsjahr: 1987
  • Spieldauer: 84 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000O5AXW6
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.281 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Ein 20-Jähriger begeht an einem kalten Frühlingstag des Jahres 1987 in einem trostlosen Außenbezirk Warschaus einen Raubmord an einem englischen Taxifahrer. Bald darauf wird der Mann gefasst und vor Gericht gestellt. Sein Pflichtverteidiger ist ein Jurist, der gerade sein Staatsexamen bestanden hat und die Todesstrafe durch den Strang verkündet. Das Urteil wird gemäß den gesetzlichen Bestimmungen vollstreckt.

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
eine Frage der Ethik 23. März 2008
Von Vruwel
"Ein kurzer Film über das Töten" beschreibt brutale Morde an Taxifahrern. Der Schuldige, gegen den man durch den ersten Teil des Filmes eingenommen ist, wird gefaßt und zu Tode verurteilt. Gerechtigkeitsheischend und emotional zutiefst voreingenommen stimmt man innerlich der Veurteilung zu - wie viele Leute haben sich nicht schon gedacht - " ich bin ja gegen Todesstrafe, aber in diesem einen Fall...". Doch als das Tatmotiv ans Licht kommt, gerät die festgefügte Überzeugung ins Schwanken. Der Film zeigt deutlich auf, dass für den Staat immer gelten muß: " Du sollst nicht töten", denn eine "gerechte" Todesstrafe kann es nicht geben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kieslowski schafft es mittels präziser Bilder, klaren Schnitten, einem meisterhaften Drehbuch & gesplitteten Handlungssträngen (3 unterschiedliche Perspektiven werden zusammengeführt : Der Taxifahrer (das Opfer), Der jugendliche Stromer (der Mörder), der Anwalt (die moralische Instanz des Zuschauers - welche jedoch nicht festgelegt ist)einen Vorzeigefilm über ein derartig schwieriges & unlösbares Problem wie das der Todesstrafe, oder überhaupt der Motivationen, Handlungen & deren Wirkungen auf die Leinwand zu bringen. Ein Schocker, der aber nicht durch sinnlose Brutalität & Gewaltverherrlichung punktet, sondern durch seine Präzision & seine einmalige Realistik, die zwar die Beweggründe & Handlungsabsichten der Figuren klar aufzeigt & verstehen läßt, sich zu keinem Zeitpunkt aber ein Urteil darüber anmaßt : die Handlung spricht für sich, & zu empfinden was gut & richtig ist, wer der Böse & wer der Gute ist ist nicht Aufgabe des Filmemachers, sondern des Betrachters, & auch ihm wird es nicht leicht möglich sein sich klar festzulegen. Der Film beschäftigt sich sozusagen mit dem Aufwerfen einer Frage, wie die Gesellschaft auf schwerwiegende Verbrechen (dem Töten) umgehen soll, & er zeigt auch auf, dass die Antwort der Gesellschaft kaum souveräner & weniger ratlos ausfällt als die Ursachen des jeweiligen Täters, als sie ihn zur Tat führten, indem er keine andere Lösung für seine Probleme fand.Der Film macht nachdenklich, auch wenn es vielleicht überhaupt keine allgemeingültige Lösung gibt, doch gewährt er tiefe Einblicke in die Psyche des Menschen & zeigt einen Mangel an Menschlichkeit dort auf, wo es diesen durch ebendiese aufzufüllen gibt. Ein engagierter Film, der - meiner Meinung nach - eine Frage in den Raum unserer Gesellschaft stellen will : Ob Gewalt wirklich eine Antwort auf Gewalt sein kann (& soll) ?! Sehr empfehlenswert (Technisch hervorragend, musikalisch eindringlich, schauspielerisch beeindruckend)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das fünfte Gebot 27. Februar 2012
Von cyberhog
Von Amazon bestätigter Kauf
Viele Kritiker sehen diesen Film als Argument gegen die Todesstrafe. Am Titel des Films kann man jedoch deutlich erkennen, dass dieser Film nicht nur gegen die Todesstrafe, sondern gegen das Töten allgemein ist. Dazu benutzen Regisseur Krzysztof Kieslowski und Kameramann Slawomir Idziak, dessen Arbeit aus "Harry Potter und der Orden des Phönix" bekannt sein sollte, einfache und zugleich geniale Motive.

Der Film zeigt uns drei Figuren, deren Geschichten zunächst völlig unabhängig voneinander verlaufen: Jacek Lazar, der sich scheinbar ziellos durch Warschau treiben lässt, Piotr Balicki, der gerade seine Prüfung zum Rechtsanwalt bestehen muss, und einen Taxifahrer, der noch nicht weiß, welches Schicksal ihn erwartet. Durch den Mord, den Jacek am Taxifahrer ausübt, kommen die Ereignisse ins Rollen, wodurch die drei Figuren untereinander agieren. Jacek wird gefasst und zum Tod durch den Strang verurteilt.

Die beiden Tötungen werden gleichgestellt. Beide Täter, sowohl Jacek als auch der Staat, können ihre Opfer nur mit großer Mühe unschädlich machen. Zwischendurch keimt sogar etwas wie Gnade auf - Jacek schaut sich den Taxifahrer einen Moment lang schockiert an und einer der Gefängniswärter gibt ihm kurz vor der Hinrichtung eine Zigarette zur Beruhigung - aber letztendlich werden die beiden Morde zu Ende geführt.
Krzysztof Kieslowski stellt die beiden Morde bewusst nebeneinander und behandelt sie gleich. Wenn man den Film das erste Mal sieht, beginnt man, die Figur Jacek Lazar dafür zu hassen, dass sie ihr Opfer so lange bearbeitet, bis es wirklich tot ist. Doch wenn er später hingerichtet werden soll und die Wärter seine Hinrichtung ebenso kalt durchziehen wie Jacek zuvor seinen Mord, kehren sich diese Gefühle genau ins Gegenteil. Nun beginnt man den Staat für sein systematisches Morden zu hassen und Mitleid für Jacek zu empfinden. Mord und Strafe werden gleichgestellt, sodass eine eindeutige Lösung unmöglich wird. Hinzu kommt, dass dem Zuschauer kein richtiger Grund für den Mord an dem Taxifahrer geliefert wird, sodass man die Hinrichtung nicht ablehnen oder befürworten kann. Der Zuschauer soll die Charaktere selber bewerten.

Die Mittel, die im Film verwendet werden, stellen den kalten Charakter der Figuren noch deutlicher heraus. Durch den Grünfilter wirken die gezeigten Orte noch trister und leerer, als sie es sowieso schon sind. Außerdem wirkt der Film dadurch krimineller, da dieser Farbton irgendwie an Verbrecherfotos erinnert.
Außerdem sieht man kurz vor dem Mord einen Passanten, der ein großes Maßband in der Hand trägt. Die Zahl 5 ist darauf gut zu erkennen und befindet sich genau in der Mitte des Bildes. Dies ist ein Verweis auf das fünfte Gebot: "Du sollst nicht töten".
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