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Ein kleiner Tod: Roman Taschenbuch – Ungekürzte Ausgabe, 13. August 2003


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 1. (13. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442445809
  • ISBN-13: 978-3442445806
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 11,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 664.751 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Laura Wilson ist in London aufgewachsen, studierte am Somerville College, in Oxford und am UCL in London. Sie arbeitete als Lehrerin und später mehrere Jahre als Sachbuchlektorin in einem englischen Verlag, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihr Debütroman "Ein kleiner Tod" wurde von Presse, Lesern und zahlreichen Schriftstellerkollegen wie Donna Leon, Frances Fyfield und Ruth Rendell enthusiastisch gefeiert und brachte der jungen Autorin über Nacht den Durchbruch. Die Handlung ihres neuesten Romans, "Wenn die Nacht kommt", ist von der wahren Geschichte des "Blackout Ripper" Gordon Cummins inspiriert. Der junge Flieger der Royal Air Force tötete 1942 mehrere Londoner Prostituierte. Laura Wilson wurde für diesen Roman der "Prix du Polar Européen du Point" verliehen, der alljährlich in Frankreich für den besten Kriminalroman eines europäischen Autors vergeben wird. Laura Wilson lebt in London und schreibt mittlerweile an einer neuen Krimiserie.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

83 Thurloe Street, SW Juli 1955 ADA Letzte Woche hatte ich Geburtstag. Herrliche Blumen von Master Edmund, wunderschön. Er denkt immer daran, Miss Georgina hat dagegen für solche Sachen nicht viel übrig, und ich erwarte es auch nicht. Geburtstage sind sowieso nicht mehr wichtig, wenn man in meinem Alter ist. Aber an diesem Nachmittag hörte ich sie mit dem Besen auf den Boden klopfen, bum, bum, um mich heraufzuholen. Ich sagte ihr: »So schnell kann ich nicht mehr kommen, meine Knie sind zu krank.« Sie sagte: »Setz dich, Grau-Lieschen.« So nennt sie mich zur Zeit, aber ich habe keine Ahnung, was es bedeutet. Vor sechs Monaten nannte sie mich immer Brunhilde, und davor war es etwas anderes Blödes. Aber ich beachte es einfach nicht, es ist ihr Spiel. Ich setzte mich auf Master Edmunds Stuhl neben ihrem am Fenster, wo sie den ganzen Tag hockt und hinausschaut. Dann sagt sie: »Wirklich, Ada, du machst immer so einen Wirbel wegen jeder Kleinigkeit. Ich habe dich nicht aufgefordert, in das Tal des Todes zu reiten, ich habe dich nur gebeten heraufzukommen, weil ich ein Geschenk für dich habe«, und dann ließ sie eine Schachtel mit Schokolade auf mein schlimmes Knie fallen. Der Arzt sagt, daß ich jetzt zuckerkrank bin und keine Schokolade und Süßigkeiten mehr essen darf, und wenn sie sich die Mühe machen würde, ein bißchen mitzudenken, wüßte sie es. Aber das hat sie nie getan. Es lag mir auf der Zunge zu sagen: »Sehr nett, aber was soll ich damit«, aber ich hielt den Mund. Natürlich sagte sie dann: »Nun, verdiene ich nicht ein Dankeschön?« »Das ist sehr nett von Ihnen, Miss Georgina, wirklich.« Typisch, mich so hinzustellen, als wäre ich undankbar. Ich weiß nicht, was ich mit dieser vermaledeiten Schokolade machen soll. Sie mußte sofort ganz hinten im Küchenschrank verschwinden, damit ich nicht in Versuchung kam, und dabei mußte mir natürlich eine Dose mit Erbsen auf den Fuß fallen, und jetzt tut mir nicht nur das Knie weh. Ich werde mich ein wenig setzen und aus dem Fenster auf den Hof schauen. Früher hatte ich einen schönen Blick aus meiner kleinen Küche, damals, als Master Edmund mir die Blumenkübel hingestellt hat, aber die Blumen wollten nicht blühen, da draußen gibt es einfach nicht genug Licht für sie. Master Edmund nennt uns seine zwei Leibwächter. Mich und Miss Georgina meint er damit. Eine bewacht die Vorderfront, die andere den Hinterhof. Ich möchte mal wissen, was es im Keller zu bewachen gibt. Miss Georgina geht nicht mehr vor die Tür. Schon vor langer Zeit haben die Leute aufgehört, sie anzustarren, darum geht es also nicht, aber ich glaube, sie interessiert sich nicht mehr für das, was draußen vorgeht, außer für die Zeitungen. Solange sie ein bißchen lesen und ihr Kreuzworträtsel lösen kann, ist sie zufrieden, wirklich. Das hier war natürlich nicht das Haus, in dem es passiert ist, weiß Gott nicht, aber wir sind direkt danach hierhergezogen. Die Zeitungen waren noch voll davon, und der eine oder andere Schnüffler ist hier herumgeschlichen. Keine Reporter, ganz normale Menschen. Einmal habe ich so ein Pärchen auf der Vorderveranda erwischt. Zwei Frauen. Ich kam aus der Kellertür, und als ich nach oben schaute, waren sie da. Am hellichten Tag, und eine linste durch den Briefkastenschlitz. Die andere stand hinter ihr und fragte die ganze Zeit: »Und? Siehst du was?« Aber das war gar nichts gegen die Geschichten, die vorher passierten. Die Leute haben Miss Georgina beschimpft, ihr böse Briefe geschrieben und solche Sachen. Es waren immer Frauen. Männer würden so was niemals tun, oder? Heute ist das alles natürlich vergessen, aber damals gab es ein schreckliches Theater um alles. Das ist nicht überraschend - Mr. James war reich. Er kannte eine Menge wichtige Leute, Politiker, Geschäftsleute, solche eben. Ein cause célèbre, so nennt man das. Und Miss Georgina war so hübsch, die Leute konnten gar nicht genug Fotos machen. Damals dachte ich noch, wie gut, daß m

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Franzi am 4. Juli 2004
Format: Taschenbuch
Ich hab das Buch geschenkt bekommen und schon von der Vorderseite bestätigte mich Donna Leon's Zitat "Dies ist einer der besten Kriminalromane, den ich in den zurückliegenden Jahren gelesen habe" dieses Buch unbedingt zu lesen.
Anfangs fiel mir das Lesen auch noch leicht, doch bereits nach ca 20 Seiten wurde mir klar, dass aus diese Geschichte nie ein Krimi werden könnte.
Nachdem ich nun mit diesem hochgelobten, angeblichen Meisterstück fertig war und die Vorderseite betrachtete fragte ich mich ob ich
a) meine Meinung über Donna Leon ändern sollte, weil sie mich in die Falle gelockt hatte oder
b) Donna Leon dieses Buch überhaupt gelesen hat geschweige denn von diesem Zitat die leiseste Ahnung hat
Um es kurz zu machen, ich kann an diesem Buch gar nichts finden. Die 3 Protagonisten, die diese Geschichte abwechselnd aus ihrer Perspektive erzählen (was ja ein sehr guter Ansatz für jedes Genre sein kann), sind unsymphatisch. Die Story selbst hat teilweise wirklich seltsame Abschweifungen die sich dann um inzestuöse Beziehungen, psychische Aussetzer oder für die Story selbst irrelevante Tatsachen dreht. Wenn ich mir dann die anderen Rezessionen zu diesem Buch ansehe fühle ich mich in meiner Meinung mehr und mehr bestätigt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "yarzinthe" am 7. Mai 2003
Format: Taschenbuch
Man kann über dieses Buch nur bedingt sagen, daß es ein Krimi ist. 4 Tote ist das einzige, das an Krimi erinnert. Ansonsten schildert dieses Buch nur noch das Leben um die vorletzte Jahrhundertwende herum. Ich erwarte etwas mehr von einem Krimi.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 25. September 2002
Format: Taschenbuch
... wird ziemlich sicher enttäuscht werden. Viel mehr wird hier sehr gelungen das Leben in London gegen Ende des 19. Jhdts. beschrieben und zwar sowohl aus der Sicht der Diener- als auch der Herrschaft. Kennen und mögen Sie "Gosford Park", dann sind Sie genau der richtige Leser für dieses Buch!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von ccheesy VINE-PRODUKTTESTER am 7. Mai 2004
Format: Taschenbuch
Wenn man das Buch sieht, den Titel liest und anschließend den Klappentext auf der Rückseite sowie die dort abgedruckten Kritiken (lt. Donna Leon angeblich ein reifes und perfektes Werk; weiß sie, daß sie das gesagt haben soll?), dann weist alles auf einen Krimi oder Psychothriller hin. Davon kann bei diesem Buch allerdings überhaupt keine Rede sein.
"Ein kleiner Tod" ist vielmehr ein Beziehungsdrama, das - und das ist ein guter Ansatz - aus der Sicht von drei verschiedenen Personen in der Ich-Form erzählt wird. Allerdings sind die insgesamt 312 Seiten mit so vielen Belanglosigkeiten gefüllt, daß das Buch unterm Strich nur als langweilig zu bezeichnen ist.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Livi am 19. Mai 2006
Format: Taschenbuch
Ich habe mich durch diese Buch gequält mit dem Ergebnis, daß es mit Abstand das schlechteste ist was ich je gelesen habe. Ein spannender Krimi sieht für mich anders aus.

Alleine, daß das Buch aus der Sichtweise verschiedener Personen geschrieben worden ist, sorgt mehr für Verwirrung. Dadurch entstehen auch immer wieder Zeitsprünge bei denen man gezwungen ist zurück zu blättern und nachzulesen.

Wenn ich Minuspunkte geben könnte würde ich das hier tun!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Naduah1107 am 1. Juni 2009
Format: Taschenbuch
hab ich ihn endlich durch...den "Krimi"...

Ein sehr langweiliges Buch und ich habe mich eigentlich nur durchgequält um zu wissen wie sich nun alles aufdröselt.
Hätte mir den Mittelteil von ca. 250 Seiten sparen können.
Kann das Buch keinesfalls weiterempfehlen - jedenfalls nicht als Krimi.
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Von Thomas Laufersweiler am 19. Dezember 2007
Format: Taschenbuch
Immer wieder sprengen Kriminalromane die Grenzen ihres eigenen Genres. Laura Wilsons "Ein kleiner Tod" gehört dazu. Sie erzählt die Geschichte einer Folge von Verbrechen, die sich von den 1880er Jahren bis 1955 ereignen. Alles beginnt mit dem Unfalltod eines kleinen Jungen. Laura Wilson bietet uns gleich drei Perspektiven an: Die der exzentrischen Schwester des verunglückten Jungen, Georgina, dann die Sichtweise des älteren Bruders Edmund und schließlich die Perspektive der Dienstbotin und Haushälterin Ada. Chronologisch - aber ständig den Blickwinkel wechselnd - wird eine tragische Familiengeschichte aufgeblättert. Ganz behutsam nähern wir uns den drei Protagonisten und entdecken Einsamkeit, verbotene Liebe, Schuld, Hochmut und Treue. Und Wilson gelingt sogar das Kunststück, eine Geschichte, die alle Elemente einer kitschigen Liebestragödie aufweist, im trockenen Tonfall des Sozialrealismus zu präsentieren. Und am Ende erfahren wir sogar die Wahrheit über Morde und Mörder. Aber das ist bei so viel eindringlicher Charakterstudie dann nur noch Nebensache.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 9. September 2000
Format: Taschenbuch
Das Buch konnte ich von den ersten Seiten an nicht aus der Hand legen. Zu gerne wollte ich wissen, was für eine Vorgeschichte zu diesem Dreifach-Mord gehört. Das ganze Buch löst dann auch nach und nach das Geheimnis ohne dabei an Spannung zu verlieren. Auch das die Geschichte aus mehreren Perspektiven geschildert wird hat mir sehr gut gefallen. Lediglich das Ende ist dann nicht ganz so überraschend und raffiniert, wie ich es mir erhofft hatte. Aber trotzdem: Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch!
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