So wie man Alex Jacobowitz auf den Straßen Europas selbst erleben kann, ungeheuer musikalisch, humorvoll, nachdenklich oder schlitzohrig, so kommt er seinen Lesern auch in seinem Buch daher. Er beschreibt den Straßenmusiker, vielleicht darf man an dieser Stelle auch die Bezeichnung Musikant gebrauchen, aus seiner Sicht, der Sicht eines erfahrenen Straßenkünstlers mit all den Höhen und Tiefen, die dieser Beruf mit sich bringt. Für Alex Jacobowitz ist seine Musik auf der Straße sein Beruf. Wie ernst er ihn nimmt, erlebt man in seinen Erzählungen. Von wilden Straßenwettbewerben in Luzern mit toll zusammengewürfelten Zufallsorchestern bis zur nachdenklichen und bedrückenden Schilderung seines Besuches im Konzentrationslager Dachau über Treffen mit seinen Glaubensbrüdern in Südeuropa und die Behandlung von Straßenkünstlern durch Behörden reicht die Palette seiner Erzählungen über sich und seine Kollegen. Er hat sich und sein Publikum gut getroffen. Man sollte seine Musik hören und sein Buch lesen!