Elvis Presley drehte im laufe seiner Karriere 33 Kinofilme (31 Spielfilme und zwei Dokumentationen). In den meisten Streifen wurde Elvis mehr oder weniger verheizt. Das er durchaus Talent hatte, kann man in Filmen, wie z.B. "Flammender Stern" und "Mein Leben ist der Rhythmus" (King Creole) sehen. Der vorliegende Film ist überraschend gut. Denn mit den Jahren verlor man die Sorgfalt mit der anfangs bei Elvis-Filmen gearbeitet wurde und man versuchte nur noch die Geldmaschine Elvis zu melken. Gerade als Elvis seine Zelte in Hollywood abgebrochen hatte bekam er nochmal Gelegenheit in einem etwas anspruchsvollerem Film mitzuwirken. In "Ein himmlischer Schwindel" spielt er einen jungen Arzt, der in den Slums einer Großstadt seine Praxis führt. Elvis in einer sehr ungewohnten Rolle, die er allerdings gut meistert. Dieser Film lässt nochmal durchblicken, welche künsterischen Chancen das Management von Elvis verspielt hatte. Man kann nur ahnen was aus seiner Filmkarriere hätte werden können, wenn man ihm mehr Mitspracherecht bei den Drehbüchern gelassen hätte. Angebote gab es ja (United Artists hatte ja auch an ein Mitwirken von Elvis in "West Side Story" gedacht. Elvis war davon begeistert, aber sein Manager lehnte ab). Obwohl diese Produktion vielleicht für Elvis nur eine lästige letzte Vertragsverpflichtung in Hollywood war, ist es ihm förmlich anzusehen, daß ihm diese neue Rolle spaß gemacht hat. "Ein himmlischer Schwindel" ist nicht nur für Elvis-Fans ein schöner Film. Diejenigen, die gerne Filme aus den 60er Jahren sehen werden bestimmt ihre Freude daran haben.