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Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität: Eine wahre Geschichte Taschenbuch – 1. Februar 2003


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur (1. Februar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426622815
  • ISBN-13: 978-3426622810
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,4 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 561.759 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Bis zur eigentlichen Story ist es ein steiniger Weg. "Richtlinien und Empfehlungen zur Steigerung des Lesevergnügens" werden uns ans Herz gelegt, denen eine 20-seitige Danksagung folgt (unter anderem der NASA für ihre Unterstützung bei technischen Problemen). Lustig. Desweiteren findet sich eine penibel geführte Honorarabrechnung des Autors ($ 39.567,68 nach Abzügen). Cool! Menschen mit geringer Vorstellungskraft bekommen zusätzliche Hilfestellung. Die Zeichnung eines Tackers etwa, wird mit den Worten "dies ist ein Tacker" vorgestellt. Humoristisch derart gewappnet, kann nach etwa 40 Seiten der wahre Spaß beginnen.

Doch der endet auch schon gleich. Nachdem der kurz aufeinander folgende Krebstod der Eltern ihn und seine drei Geschwister zu Waisen gemacht hat, sieht sich der 22-jährige Eggers in der Rolle einer allein erziehenden Mutter seines kleinen Bruders Toph, dem eigentlichen Helden der Geschichte. Toph, ein liebenswert störrischer Kevin-Verschnitt und Frisbee-Meister, findet das nun folgende Highway-Lotterleben -- Restfamilie mit Resthausrat Richtung San Francisco -- durchaus spannend.

"Herzzerreißend" und "wahr" ist nur das erste Fünftel des Romans. Eggers' keine noch so ekelhaften Details aussparende Schilderung des Krebstodes seiner Mutter ist -- aller Heuchelei angesichts des Todes in unserem Kulturkreis ins Gesicht geschrieen -- ein humoristisches Meisterstück und die vielleicht angemessenste Form angesichts einer solchen Tragödie. Auch die dubiosen Erziehungsmodelle, die Eggers Toph angedeihen lässt, um diesem ein späteres Schicksal als Crackdealer oder -- noch übler -- Mitglied einer mehrstimmig singenden Popgruppe aus Florida zu ersparen, sind zum Brüllen komisch und erzgescheit.

Eggers, dessen Buch in den Staaten für lebhafte Diskussionen sorgte, hat sich clever gegen alle Kritikanwürfe abgesichert. Nein, er sei kein Profischreiber. Natürlich ist ihm klar, dass nach 100 Seiten ein Bruch stattfindet. In der Tat! Den folgenden, größten Teil des Buches beweihräuchert Eggers sich selbst, seine Aktivitäten als Cartoonist, Redakteur und Gründungsmitglied des kultig-ausgeflippten "Might Magazines". Damit beginnt des Lesers Leid. Eggers dauerironisierende Sicht auf menschliches Leid ähnelt dem permanenten Blick durch ein umgedrehtes Fernrohr. Nichts erscheint nahe, Verzweiflung ist hip, alles wird weggelacht, Zusammenbrüche finden nicht statt. So bleibt sein Buch letztendlich ein prall gefüllter, pseudophilosophisch verbrämter Lachsack voller Lausbubenstreiche. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

»Ein herzzerreißend komisches Genie.« Denis Scheck in 3sat-Kulturzeit -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Moni am 1. August 2002
Format: Gebundene Ausgabe
hab das Buch zugegebenermassen aus der Buecherei geholt, werde es aber kaufen, weil ich schon lange nicht mehr so was SchrŠges gelesen habe. Von brŸllend witzig bis wirklich herzzerreissend ist alles drin, allein das Magazin das er auf die Beine stellt und die Mordvisionen, wenn er seinen kleinen Bruder mal alleine lŠsst, gehšren zum komischsten, das ich je gelesen habe.
Gleichzeitig wirkt das Buch (ausser im endlosen Vorwort, das aber auch des Lesens wert ist) nie gewollt oder verkrampft und man erkennt sich oder Erlebnisse, die man schon hatte in vielen Passagen wieder.
Kategorisieren kann man das Buch nicht, es ist einfach durch und durch ungewoehnlich und deshalb jede Zeile wert, wenn man einen hang zum Zynismus und Durchhaltevermoegen hat!!!
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 18. November 2002
Format: Gebundene Ausgabe
ich liebe dieses buch . selten habe ich mich so amüsiert über eine "schreibe" wie eggers sie zweifelsfrei hat . er will kein mitleid , wenn er seine geschichte erzählt , er will den leser einfach nur teilhaben lassen . das er dabei manchmal sehr "en detail" geht , kommt dem buch nur zu gute . wo man sich bei ellis'"american psycho" teilweise noch schwer durch genaue markenbeschreibungen kämpfen musste und sich weniger detailreichtum gewünscht hätte , kann man bei eggers den detailierten ablauf einer frisbee-session nur zu gut nachvollziehen . und das nur als beispiel . wer also die nase von max goldt voll hat , und wem irving und co manchmal zu oberlehrerhaft daherkommen , der sollte beherzt zugreifen . ein besseres buch wird nicht mehr kommen .
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "mvogt35" am 27. November 2003
Format: Taschenbuch
Um dieses Buch zu mögen, muss man zugegebenermassen eine sehr eigene Art von Humor haben. Da ich über diese verfüge habe ich mich selten so amüsiert, wie bei dieser Lektüre! Obwohl das Grundthema ein Ernstes ist - der qualvolle Tod der Eltern und die plötzliche Veramtwortung für einen kleinen Bruder - ist das Buch nie dramatisch-tragisch, sondern äusserst unterhaltsam! Allein das über 40 Seiten lange Vorwort ist göttlich!
Zahllose spannende Seiten mit detaillierten Schilderungen von Vorkommnissen, werden mit einem Satz als Wunschdenken geoutet, Missgeschicke, Träume - man kann sich voll identifizieren mit den Gedanken und Erlebnissen - ich habe von Anfang bis Ende gestaunt, dass es so etwas originelles überhaupt gibt!! Schade, dass man dieses Buch nie auf der Bestsellerliste finden konnte...
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT am 4. Juli 2007
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Daß der Mann das Wort "Understatement" nicht erfunden hat, ahnt man, wenn man den Titel dieses Buches zur Kenntnis genommen hat. Mehr noch: Auf über 230 (!) Seiten Vorbemerkungen und Anhang erklärt der Autor dieser "wahren Geschichte", was man wissen muß, um sein Buch, die Entstehungsgeschichte und alle Hintergründe zu verstehen, und auch Dutzende Seiten mit "Outtakes" gehören dazu. Das ist originell und zuweilen auch ganz amüsant, mit der eigentlichen Sache hat es allerdings wenig zu tun.

Und das ist folgende: Der zweiundzwanzigjährige Dave und sein acht Jahre alter Bruder Toph verlieren kurz nacheinander beide Elternteile - Krebs. Dave und Toph ziehen von Chicago nach San Francisco, aus dem selbst noch postadoleszenten großen Bruder wird ein alleinerziehender Ersatzvater. Von den Schwierigkeiten, einen Bruder zu erziehen, wenn man selbst noch nicht so recht weiß, worum es im Leben geht, erzählt der Roman. Und davon, wie das mit den Frauen so ist, mit den Freunden, mit dem Coolsein, mit dem Leben in San Francisco und all diesen Sachen. Im weitschweifigen Vorwort heißt es, daß man ab Kapitel vier (ca. Seite 130) eigentlich nicht weiterlesen muß, und das hat in gewisser Hinsicht seine Richtigkeit.

Schön an diesem Buch ist, daß so vieles nachvollziehbar ist. So schreibt Eggers seitenlang davon, welche Ängste ihn plagen, wenn er seinen Bruder alleine läßt, überhaupt sind Gedankenspiele dieser Art fast bestimmend im zweiten Teil. Aber das ganze ist unglaublich geschwätzig, ironiefrei und schließlich auch sehr langweilig.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Jon Abraham #1 HALL OF FAME REZENSENT am 6. September 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Diese "wahre Geschichte" kann man nicht einordnen. Es beinhaltet so viele Genres. Die Genres eines Lebens. Dave Eggers' Stil von kurzen und ungeheuer langen Aussagen erfreut einen als Leser und man fiebert jeder neuen Seite entgegen. Nicht zu Unrecht wurde das Buch in Amerika als "die Bibel der 20-30er-Generation" gelobt.
Sollte man es in die Popliteratur, die in Deutschland grasiert, einordnen, dann tauchen solch Autoren wie Stuckarrd-Barre, Kracht oder auch der Franzose Beigbeder dagegen ins Nichts ab. Kein 200 Seiten schnell niedergeschrieben, sondern 540 Seiten Stil und Leben!
Ein Lob noch an den Droemer Verlag. Die Gestaltung der Hardcover-Ausgabe mit den orangen Seiten ist klasse!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Susanne Henke am 7. Juli 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Dave ist gerade erst 21 als seine Eltern kurz hintereinander an Krebs sterben. Plötzlich ist er nicht nur Vollwaise, sondern auch Ersatzmutter und -vater für seinen achtjährigen Bruder Toph. Sie ziehen nach Kalifornien, wo schon die Wohnungssuche sich als Geduldsprobe für das ungewöhnliche Duo entpuppt. Dave übt sich im Spagat zwischen Elternpflichten, der Gründung eines Zeitgeistmagzins und ansatzweisem Liebesleben. Erfrischend ungehemmt und direkt geht Eggers an Tod und andere Tabuthemen heran - sinnlich, vital, tieftraurig und umwerfend komisch. Ein besonderer Genuss: das skurrile Vorwort.
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