Seit Anbeginn der Welt leben der Dämon Crowley und der Engel Erziraffi schon auf der Erde und haben es sich richtig gemütlich gemacht. Crowley trägt Re-Ban-Sonnenbrillen und fährt einen Bentley und Erziraffi besitzt eine antiquarische Buchhandlung im Stile der 50er Jahre. Der eine ist Agent des Teufels, der andere Agent des Himmels - und wo trifft man sich nach guter alter britischer Agentenmanier, um Infos auszutauschen? Im Hydepark natürlich. Und Infos müssen dringend ausgetauscht werden, denn der Weltuntergang ist nahe - und auch wenn das immer so prophezeit war, es gefällt den beiden nicht. Da der Engel aber nichts gegen Gottes Pläne und der Dämon nichts gegen die Pläne des Teufels unternehmen darf, bleibt nur, sich gegenseitig Tipps zu geben.
Allein würden sie es wohl dennoch nicht schaffen, das Amageddon aufzuhalten. Aber zum Glük gibt es ja noch viele, die dagegen sind. Der Sohn des Satans zum Beispiel, der aus versehen nicht beim amerikanischen Botschafter, sondern in einer englischen Kleinstadt aufwächst und nicht nur gern Kind ist, sondern dazu auch noch einen Höllenhund besitzt, der lieber Ratten jagd als Schwefel riecht.
Hexen und Hexenjäger, Teufel, Engel, alle brechen am Ende auf zum großen Schlachtfeld ... und dann kommt doch alles anders, als man dachte!
Ein Buch voller Witz und irrwitziger Handlungsstränge. Die gewohnte Skurilität Pratchetts läuft hier zur Bestform auf und die Satire auf alles, was Pratchett bestimmt nie heilig war, ist abwechselnd bissig, überaus direkt oder so ins Komische verzerrt, dass man alle vielhundert Seiten kaum jemals aufhören kann, zu lachen - und zu lesen sowieso nicht.
Auch für Nicht-Scheibenwelt-Jünger (so wie mich) unbedingt zu empfehlen!