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Ein gutes Herz
 
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Ein gutes Herz

Brian Cox , Paul Dano    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Brian Cox, Paul Dano, Isild Le Besco
  • Komponist: Orri Jonsson, Dagur Kári
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Alamode Film (Alive)
  • Erscheinungstermin: 4. März 2011
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 90 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004CU8D9O
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.819 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

In seiner heruntergekommenen New Yorker Kneipe steht Jacques jeden Tag hinter dem Tresen, um dem Leben zu trotzen und seine Stammgäste mit vertrauter Giftigkeit zu unterhalten. Dass der Menschenfeind trotzdem, auch nach dem fünften Infarkt, noch ein Herz hat, beweist er bei Lucas. Dem sanften obdachlosen Jungen versucht Jacques, Unterricht in Kneipen- und Lebensführung zu erteilen. Fast scheint der Plan, ihn zum Nachfolger aufzubauen, aufzugehen. Doch eine Frau bringt die keimende Männerfreundschaft durcheinander.

Produktbeschreibungen

Jacques (Brian Cox) ist der griesgrämige Besitzer einer heruntergekommenen New Yorker Kneipe, die einem bunten Haufen von Trinkern als Zuhause dient. Er ist dabei sich konsequent zu Tode zu saufen und liegt nach seinem mittlerweile fünften Herzinfarkt in der Klinik. Sein Zimmernachbar ist der Obdachlose Lucas (Paul Dano). Der gutmütige Aussteiger fühlt sich dem täglichen Kampf ums Überleben nicht gewachsen, und wurde nach einem kläglich gescheiterten Selbstmordversuch ebenfalls eingeliefert. Nachdem beide entlassen sind, landet Lucas wieder auf der Straße. Jacques, der jeden Moment damit rechnen muss abzutreten, erkennt in Lucas einen würdigen Nachfolger und nimmt ihn bei sich auf. Er unterweist den Jungen in seiner reichlich eigenwilligen Kneipen-Philosophie: Ein perfekter Espresso ist die höchste Kunst, Neukunden sind stets unwillkommen, keine Kumpanei mit Gästen, aber vor allem: Absolutes Frauenverbot! Lucas lernt schnell, doch als die Liebe in Form der schönen, betrunkenen Stewardess April (Isild Le Besco) in die Bar stolpert, wird die Freundschaft der beiden auf die

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
... mit dem richtigen Werkzeug kannst Du sie öffnen und ihren köstlichen Inhalt mit anderen teilen. Ohne das passende Werkzeug ist sie völlig wertlos für Dich." Das erzählt der Krankenhauspsychiater dem New Yorker Obdachlosen Lucas(Paul Dano), der gerade einen Suizidversuch hinter sich hat. Lucas hat ein gutes Herz, aber er ist für dieses Leben einfach nicht geschaffen. Im Krankenhaus lernt er den griesgrämigen Kneipenbesitzer Jaques kennen. Der ist aus einem völlig anderen Holz geschnitzt. Trotz seines fünften Herzinfarktes klammert sich Jaques ans Leben. Er schmeißt die Kneipe zusammen mit seinem Schäferhund Rokoko und befolgt eisern die Grundregeln eines Kneipers. Nebenbei raucht und trinkt sich Jaques langsam aber sicher zu Tode. Irgend etwas an Lucas rührt Jaques an. Er nimmt den jungen Mann mit in die Kneipe und arbeitet ihn als seinen Nachfolger ein. Dabei muss Luas erkennen, dass Jaques gar nicht so hart ist. Er hat einen festen Stammkundenkreis, der wie eine Familie für ihn ist. Und dann sind da noch seine Träume von der Südsee, die Jaques kaum jemandem erzählt. So könnte das Leben der beiden ungleichen Menschen weitergehen, aber dann taucht April(Isild Le Besco), eine mittellose Ex-Stewardess auf. Lucas verliebt sich in sie. Jaques ahnt, dass April den gutmütigen Jungen nur ausnutzen will. Die Idylle der Kneipenwelt gerät ins Wanken. Am Ende ist es dann eine reine Herzensangelegenheit, wie die Geschichte ausgeht...

Der isländische Regisseur Dagur Kari hat die dänisch-französisch-isländisch-deutsch-amerikanische Coproduktion feinfühlig in Szene gesetzt. Dabei ist erkennbar, dass -Ein gutes Herz- kein Riesenbudget verschleudert hat. Die gute Story wird exzellent umgesetzt vom Schotten-Film-Urgestein Brian Cox und dem US-Mimen Paul Dano. -Ein gutes Herz- lebt vor allem von den Wendungen der Geschichte und den kleinen, feinen Nebenschauplätzen. Egal, ob das die schräge Stammkundschaft der Kneipe ist, oder der Hund Rokoko und die Ente Estragon, die unserem Kneiper-Traumduo zur Seite stehen.

-Ein gutes Herz- ist ein Tristesse-Märchen für einen anspruchsvollen Abend vor der Glotze. Da kommt es darauf an, dass der Kaffee genau 24 Sekunden durch die Maschine läuft und das man niemals zu freundlich zu Gästen ist. Das alles muss Lucas von Jaques lernen. Doch am Ende ist das so unbedeutend wie ein Blatt, das ein Herbststurm durch die Straßen New Yorks wirbelt...
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ganz sicher sehenswert 8. März 2011
Von HEAVENSHALLBURN TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, aber Alamode Film gehört für mich ohne wenn und aber zu einem der innovativsten Filmverleihen der letzten Jahre. Und das aufgrund einer Besonderheit nahezu sämtlicher releaster Filme. Egal ob "Bombon", "Tzameti", "Die Affäre" oder den relativ neuen Veröffentlichungen wie "Wir sind was wir sind" (aktuell im Kino und unbedingt positiv herauszustellen), "Jack In Love" oder "Das Hausmädchen" - Alamode schafft es immer wieder, den anderen Film, abseits vom mainstreamdominierten Kino in den Fokus zu stellen. Filme, die unkonventionelle Themen zum Inhalt haben, deren Umsetzung zumeist auf einem wirklich hohen Niveau stattfindet, produziert von Ausnahmetalenten des weltweiten Filmgeschäfts. Mal spielerisch und amüsant, mal tiefgründig und dann wieder beängstigend und traumatisierend. Alamode Film präsentiert regelmäßige Perlen und ich freue mich immer auf die nächsten Veröffentlichungen.

Gefreut habe ich mich auch auf den neuen Film des dänisch/isländischen Regisseurs Dagur Kari Petursson, der sich 2003 mit seinem Debutfilm "Noi Albinoi" sofort an die Spitze des neuen skandinavischen Kinos katapultierte und zu Recht auf sämtlichen nicht nur europäischen Filmfesten gefeiert wurde. 2005 legte er mit "Dark Horse" mächtig nach, auch wenn dieser Film im Schatten seines Erstlingswerk blieb. 2009 stellte Dagur Kari nun "Ein gutes Herz" fertig und auch dieser Film reiht sich perfekt in sein bisheriges Schaffen ein. Wie die beiden erstgenannten Werke kann man auch "Ein gutes Herz" als eine Art Milieustudie interpretieren, hier spielt die triste Umwelt eine besondere Rolle, auch schafft Dagur Kari es erneut perfekt, eine Geschichte zu erzählen, die sich zwischen den Genres Drame, Tragödie und Komödie ansiedeln lässt.

Jaques, unglaublich intensiv vom Schotten Brian Cox gespielt (und bekannt u.a. durch "Matchpoint", "Adaption" und "Rushmore"), ist ein alter und äußerst mürrischer Barbesitzer, in einem runtergekommenen Bezirk New Yorks. In seine Bar lässt er eigentlich nur Stammgäste, diese haben sich an seine Vorgaben und Regeln zu halten, möchten diese nicht Opfer seiner griesgrämigen, teils misantrophischen Handlungs- und Sichtweisen werden. Frauen haben an diesem Ort nichts zu suchen. Warum er sich verhält wie er es tut, bleibt mehr oder weniger sein Geheimnis. Wer in seiner Bar trinkt, nervt den Barmann nicht, quatscht ihn nicht mit trivialem und uninteressantem Einerlei voll, verbreitet nur gemäßigt Freude und verlässt die Lokalität am besten genau zu dem Zeitpunkt, an dem das Ende eines durchzechten Abends befohlen wird. Jaques ist Herzkrank und nachdem er aufgrund eines weiteren Herzinfarkts ins Krankenhaus eingeliefert wurde, lernt er den jungen Obdachlosen Lucas kennen, der großartig vom New Yorker Paul Dano gespielt wird ("Little Miss Sunshine", "There Will Be Blood"). Lucas lebt zurückgezogen in einem Pappkartonhaus, als ihn ein erneuter Schicksalsschlag, die sinnlose Ermordung seiner Katze, zum einem Selbstmordversuch treibt, der Gott sei Dank nicht glückt, weshalb er im selben Krankenzimmer liegt wie Jaques. Die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein, allerdings ist die Begegnung im Hospital der Beginn einer bizarren und zunächst ungleichen Freundschaft. Jaques überredet Lucas dazu, zu ihm in die Bar zu ziehen um ihn in die Kunst und die Fertigkeiten des Barkeepers einzuweisen, schließlich will er seine Kneipe nach dem Ableben in guten Händen wissen. Die Freundschaft intensiviert sich im Laufe des Films auf eine eigenartige Weise, in der man den Eindruck gewinnen kann, beide sind auf unterschiedliche Art und Weise aufeinander angewiesen. Eines Tages betritt eine Frau das Etablissment, die betrunkene Stewardess April (gespielt von der Französin Isild le Besco, "Die Unsanfte", "Backstage"), von der Lucas sofort begeistert ist. Allerdings verändert sich das ganze Scenario und die Männerfreundschaft mit dem Auftritt der schönen Frau.

Einige Kritik musste "Ein gutes Herz" ertragen, man warf Dagur Kari vor, er würde die einzelnen Personen nicht genügend vostellen, keinen Platz einräumen für die Biographie insbesondere der beiden ungleichen Männer, weshalb man unter anderem das frauen- und insgesamt menschenfeindliche Verhalten des kauzigen alten Mannes nicht nachvollziehen könne. Genauso wenig würde man über Lucas wissen, die Geschehnisse die schlußendlich zu seiner Obdachkosigkeit führten. Diese Kritik kann ich für mich persönlich nicht nachvollziehen, denn Filme sollten sich auch im Kopf des Betrachters abspielen können, Räume für Interpretationsmöglichkeiten sind für mich grundlegend entscheidend bei der Beurteilung von Filmen, ich habe es gern unkonventionell und liebe den Ausbruch aus vorgefertigten oder vrogeschriebenen Drehschemata.

"Ein gutes Herz" ist ein rührseliger kleiner Film über Freundschaft und Liebe, heiter, melancholisch, teils zynisch und bissig, mit Bill Buell ("Requiem for a dream"), Nicolas Bro ("Adams Äpfel", "Exit") und Henry Yuk ("Departed", "Sopranos") als großartige Nebenbesetzung, die dem beschriebenen und gezeigten Alltag der Bar erst die richtige Würze verleihen. Ein super Film.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schmutzige Perfektion 18. August 2011
Von J.Frey
Format:DVD
Als er mir total unvoreingenommen vorgesetzt wurde dachte ich mir: "Hm könnte interessant werden." Da wusste ich aber noch nicht wie sehr.
Ich kannte di 2 Hauptdarsteller zuerst nicht, als sie namentlich genannt wurden, doch als man sie das erste mal auf der Leinwand sah war ich überrascht. Freudig überrascht.
Ich will gar nicht viel über den Inhalt dieses Filmes...nein dieses Meisterwerkes verlieren deshalb versuche ich es so gut wie möglich mit Gefühlen auszudrücken.
Ich suche nach Filmen, ständig über all. Nach Filmen die bestimmte Gefühle hervorrufen, die einen Bewegen, jemanden ansprechen, bei denen man sagen kann: Genau so ist es! Ich fühle das was dieser Streifen verkörpert.
Und genau das konnte ich bei "The Good Heart" sagen. Er hat mich von anfang an so unheimlich gefesselt. Einfach jede Szene war bis ins kleinste Detail perfekt.
Müsste ich bei der (bestimmt) kommenden Apokalypse/Alieninvasion 10 Filme auswählen die der Menschheit erhalten bleiben sollen dann ist er einer davon.
Und wieso? Ich kann es nicht begründen. Ich kann nur sagen:
Seht ihn euch an. Und vielleicht fühlt ihr das was ich dabei spürte.

Ps: Natürlich darf die großartige Isild Le Besco nicht unerwähnt bleiben. Eine der Schauspielerinen die ich sofort heiraten würde wenn ich könnte, ohne mit der Wimper zu zucken.
Aber auch ohne sie wäre diese Kritik zustande gekommen.
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