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Ein grüner Junge: Roman Taschenbuch – 1. August 2009

3.8 von 5 Sternen 11 Kundenrezensionen

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Produktinformation


Mehr über den Autor

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij (1821-1881) zählt zu den bedeutendsten Dichtern der Weltliteratur. Er war der Sohn eines Armeearztes aus Moskau. Nach kurzer Tätigkeit als technischer Zeichner im Kriegsministerium wurde er freier Schriftsteller. Vier Jahre Zwangsarbeit als politischer Häftling und beständige Geldnot wegen seiner Spielleidenschaft zeichnen den unermüdlich Schaffenden. St. Petersburg wird die zweite Heimat dieses bedeutendsten russischen Realisten und Hauptschauplatz seiner berühmtesten Romane, die bis heute weltweit bewundert und gelesen werden.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij (1821-1881) war ursprünglich Leutnant in St. Petersburg. Er quittierte seinen Dienst 1844, um freier Schriftsteller zu werden. Seine Romane ›Verbrechen und Strafe‹, ›Der Spieler‹, ›Der Idiot‹, ›Böse Geister‹, ›Ein grüner Junge‹, ›Die Brüder Karamasow‹ sowie ›Aufzeichnungen aus dem Kellerloch‹ liegen im Fischer Verlag in der herausragenden Übersetzung von Swetlana Geier vor.

Swetlana Geier (1923–2010) hat u. a. Sinjawskij, Tolstoi, Solschenizyn, Belyi und Bulgakow ins Deutsche übertragen. Für ihr Werk, das sie mit der Dostojewskij-Neuübersetzung krönte, wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. – In der Reihe Fischer Klassik liegen sämtliche ihrer im Ammann Verlag erschienenen Dostojewskij-Übersetzungen vor: ›Verbrechen und Strafe‹ (Bd. 90010), ›Der Spieler‹ (Bd. 90446), ›Der Idiot‹ (Bd. 90186), ›Böse Geister‹ (Bd. 90245), ›Ein grüner Junge‹ (Bd. 90333), ›Die Brüder Karamasow‹ (Bd. 90114) sowie ›Aufzeichnungen aus dem Kellerloch‹ (Bd. 90102). Über ihr Leben und ihre Arbeit gibt Swetlana Geier Auskunft in dem von Taja Gut aufgezeichneten Buch ›Swetlana Geier. Ein Leben zwischen den Sprachen‹ (Bd. 19221).


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Ich schaetze Dostojewski sehr und hatte meine liebe Muehe mit diesem Buch, jedenfalls an einigen Stellen. Der Spannungsbogen ist bei Weitem nicht so fesselnd und der Handlung laesst sich bei Weitem nicht so klar folgen wie in den "Bruedern Karamasow" oder dem "Spieler", die philosophischen und psychologischen Betrachtungen haben bei Weitem keinen so klaren roten Faden wie in "Schuld und Suehne" und den "Daemonen".
Wer nach diesen Eigenschaften auf der Suche ist, wird von diesem Buch enttaeuscht sein und allzu leicht die subtilen Qualitaeten uebersehen, die der "Juengling" stattdessen hat. Die Handlung ist ziemlich unuebersichtlich und staendig ereignen sich Dinge, die sich schwierig einordnen lassen (na gut, wenn man Russe waere und sich nicht von den Namen staendig verwirren liesse, waere es vielleicht etwas einfacher), aber es macht aus meiner Sicht gerade den Reiz der Lektuere aus, dass das Ganze so aufgebaut ist, dass der Leser die Verwirrung des Ich-Erzaehlers am eigenen Leibe wundervoll nachempfinden kann. Gleichzeitig wird aber auch eine ironische Distanz aufgebaut dadurch, dass der Erzaehler staendig Dinge tut, von denen er ganz vernuenftig und ueberzeugend sowohl vorher als auch nachher weiss und erklaeren kann, dass und warum sie die Lage noch verschlimmern. Und das ist fuer mich vielleicht der deutlichste rote Faden - wie die Menschen es fertigbringen, immer wieder das Gegenteil des in ihren eigenen Augen rational und/oder moralisch Gebotenen zu tun.

Der "Juengling" ist ein ernsthaftes Buch, aber in der teilweise irregeleiteten Ernsthaftigkeit des Erzaehlers auch ueberraschend komisch. Jedenfalls wenn man ueber diese Art Verirrungen und ueber den Kontrast zwischen hohen Idealen und hohem Anspruch und den Niederungen des impulsgeleiteten Handelns lachen kann.
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Format: Taschenbuch
Der Protagonist Arkadij Dolgorukij ist das Sinnbild des jungen, ausgeschlossenen, von großen Minderwertigkeitskomplexen und Deklassierungen geprägten, leidenden Jünglings. Ins Leben gerufen wurde dieses Persöhnlichkeitsbild, aufgrund von Demütigungen, die auf seine uneheliche Geburt zurückzuführen sind und seinem Lehrer dadurch Anlass für Demütigungen und Beleidigungen gaben. Diese Ereignisse initiierten schließlich das klassische Zurückziehen in die Welt des Imaginären und Phantastischen. Er zieht sich in seine metaphorische Höhle zurück und entwickelt seine sogenannte " Idee ", so reich wie ein Rothschild zu werden. Seine Idee offenbart jedoch schnell den intellektuellen Vorwand, dem dunklen Triebleben zu entsagen und sich an der Gesellschaft zu rächen. Dieses Vergeltungsstreben ruft jedoch die Sehnsucht nach Anerkennung hervor und fördert in dem durchaus intelligenten Arkadij, den Willen zur Macht über andere.
Einer Einladung nach St. Petersburg folgend, entsteht nach und nach eine intensiver werdende Beziehung zu seinem Vater, den er bis dahin kaum kannte und muss sein bis dahin projiziertes und idealisiertes Bild von ihm, schließlich der Realität angleichen, wodurch zwischenzeitlich Komplikationen hervorgerufen werden. Doch Werssiloff ist nicht nur der selbstherrliche, weise Retter, der seinem Sohn aufzeigt, dass das Verfolgen von starken Ideen, nur einer Flucht vor dem praktischen Leben dienen und man sich in seinen Anschauungen auch hoffnungslos verlieren kann. Er erweist sich auch als der Nebenbuhler, um die von beiden begehrte Katharina. Sehr zum Unwillen von Arkadij, der unterschwellig die Absicht einer Familienzusammenführung anstrebt. In St.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Es verlangt schon etwas Ausdauer um sich durch dieses Buch durchzulesen. Anders als andere Dostojewski-Bücher (z.B. Schuld und Sühne oder der Idiot) ist die Handlung in diesem Werk mehr unübersichtlich, sodass der Leser den Geschehnissen nicht immer folgen kann, sodass man dann jeweils später die nötigen Zusammenhänge erkennt. Zudem sind die Handlungen immer wieder übermässig in die Länge gezogen (wobei man das Buch in seine Epoche zurücksetzen muss, die nicht so schnelllebig war).

Die Erzählung ist eine tagebuchähnliche Schilderung (deswegen hat der Roman auch keinen richtigen Anfang und Ende) aus dem Leben des Arkadij Dolgorukij. Als uneheliches Kind eines Fürsten sucht er seinen Weg und sammelt so seine Erfahrungen im Umfeld der « upper class ».

Viele verschiedene Charaktere verlangen ein konzentriertes Lesen (im letzten Teil kommt es sogar zu einem Namenswechsel einer Person). Daher ist es schon nützlich im Anhang eine Personenliste zu finden.

Das Buch weicht insgesamt etwas ab von anderen Dostojewski-Romanen. Lesern welche sich noch nicht mit Dostojewski befasst haben, rate ich daher eher mit einem der oben genannten Werke zu beginnen.
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Format: Taschenbuch
Wer sich mit diesem "Elefanten" Dostojewskijs beschäftigt hat oder es beabsichtigt, dem empfehle ich nachdrücklich die großartige Hilfestellung, die der Heidelberger Slawist Horst-Jürgen Gerigk in Form eines (preiswerten) Fischer Taschenbuchs vorgelegt hat: Die Entwicklung Dostojewskijs als Schriftsteller. Eine klügere Einführung in die großen Werke Dostojewskijs kenne ich nicht.
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