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Ein glückliches Jahr
 
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Ein glückliches Jahr

Lino Ventura , Françoise Fabian , Claude Lelouch    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Lino Ventura, Françoise Fabian, Charles Gérard
  • Regisseur(e): Claude Lelouch
  • Komponist: Francis Lai
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 21. Juli 2008
  • Produktionsjahr: 1973
  • Spieldauer: 110 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0009NSASM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 60.570 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Als Folge eines nicht völlig nach Plan verlaufenen Juwelenraubs in Cannes wandert der Gangster Simon ins Gefängnis, erhält aber vorzeitig seine Freiheit wieder, weil die Beute nicht gefunden werden konnte. Auf der Suche nach seinem Partner Charlot erinnert er sich nicht nur an den Raub, sondern auch an Françoise, die Besitzerin eines Antiquitätengeschäfts neben dem Juwellier, die er während der Vorbereitungen zu ihrem Coup kennen und lieben lernte. Er beschließt, sie noch einmal aufzusuchen.

Produktbeschreibungen

Am Silvesterabend 1973 wird Simon vorzeitig aus der Haft entlassen. Sein Start ins neue Jahr fhrt ihn zu seiner alten Flamme Franoise. Ihre gemeinsame Begeisterung fr erlesenen Schmuck hat die beiden unterschiedlichen Charaktere einst zusammengebracht und aus der ehrbaren Antiquittenhndlerin die Komplizin des Juwelenrubers gemacht. Bei ihrem raffiniert eingefdelten Coup blieb Simon leider auf der Strecke. Nach sechs Jahren endlich wieder auf freiem Fu, stellt er fest, da seine Liebste sich in der Zeit emanzipiert hat. Claude Lelouch mischt Liebes- und Kriminalstory zu einer witzigen und spannenden Geschichte. cinema.de

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein Mann und eine Frau. Das Komplizierteste und doch Elementarste, Reduzierteste. Vielleicht beschränkt sich deswegen der Ohrwurm, den wir am Anfang hören, auf Ur-Laute: "daaa... daaa... daaa... da ba da ba da, da, ba da ba da...". Der Mann und die Frau scheinen schicksalhaft zusammenzugehören und können doch nicht zusammenkommen, immer größer werden die Gesichter, immer schneller die Schnitte, doch immer füllt sie die rechte und er die linke Bildseite. Bis sie einander endlich auf einem Bahnhof in die Arme nehmen und die Kamera die beiden umkreist, vermutlich von dem in Frankreich (und nicht nur dort!) sehr verehrten "Vertigo" abgeguckt.

Diese Szene stammt nicht aus "Ein glückliches Jahr" von Claude Lelouch, sondern aus dem Film, der schon das Elementare, um das es auch beim "Jahr" gehen wird, im Titel trägt: Ein Mann und eine Frau", ebenfalls von Lelouch. "Jahr" legt einfach seine Credits über den zitierten Film, lässt auch nicht etwa durch einen Rahmen im Rahmen auf den Film im Film schließen. Wer "Ein Mann und eine Frau" nicht kennt (in Frankreich aber eher unwahrscheinlich), merkt es gar nicht. Dies passt sehr gut zu einem Film, in dem es um Verwirrspiele, falsche Identitäten, Vorspiegelung falscher Tatsachen gehen wird, allenthalben. In einem verwaschenen Schwarzweiß, wie es die Nouvelle Vague liebt, und mit viel Großaufnahmen und (nie zu hektischer) Handkamera gehen wir schließlich mit Simon (Lino Ventura) auf eine etwas nervöse Suche. Er wird per Neujahrsamnestie aus dem Gefängnis entlassen, man hatte dort "Ein Mann und eine Frau" vorgeführt, für die Knackis zu schnulzig, aber Simons schwermütiger Blick scheint etwas darin zu erkennen. Er scheint auch die Frau seines Lebens zu suchen und sie für lange Jahre aus den Armen verloren zu haben. Er schlägt einen Mann im Hause einer Frau (seiner Freundin?) nieder und begibt sich an einen weiteren Ort der Verwirrung und der falschen Identitäten: In einer Travestie-Bar imitiert ein Mann Mireille Matthieu (die sogar tatsächlich als sie selbst zu Gast ist und "La Bonne Année" singt, wie der Film im Original in Anspielung auf das Neujahr heißt, von dem sich erst noch erweisen muss, ob es ein "frohes neues Jahr" wird). Nach 15 Minuten wird der Film farbig, wir sehen, wie Simon mit einem Freund und Partner einen komplizierten Raub eines Juweliergeschäfts plant. Ventura, der Mann, der auch mal harte Gangster gespielt hat, ist hier kein Gewaltverbrecher, sondern der melancholische Dieb mit Augenringen und unendlich traurigem Blick. Man weiß kaum, ob er seinen "Job" noch mag, und einmal sagt er, man wird Ganove, so wie man zu jedem anderen Job gelangt. Er könnte auch Versicherungsvertreter oder Buchhalter sein. Leidenschaft ist da schon lange nicht mehr, aber dennoch geht er mit großem Geschick und viel Cleverness an die Aufgabe heran. Es gibt ihm nicht den Kick, aber er hat halt nichts anderes gelernt und möchte sein "Handwerk" wenigstens hochprofessionell erledigen. Hierzu spielt er ein langes Spiel mit - aaah, immer wieder - einer falschen Identität. Mit Gummimaske, verstellter Stimme und Körperhaltung gibt er einen alten, gebrechlichen, reichen Mann, der mehrmals von dem Juwelier immer teurere Stücke für seine angeblich todkranke Schwester kauft, bis er den Geschäftsführer soweit hat, unvorsichtig zu werden. Jeder dieser Auftritte ist ein Genuss. Zum einen, weil wir mal sehen können, wie perfekt man das allein durch Latex und Schauspielkunst vor dem CGI-Zeitalter hinbekommen konnte. Zum anderen, weil der Film sehr scharf herausarbeitet, was hinter dieser Oberklassenmentalität des Geschäftsführers letztlich steckt. Die ausgesuchte Höflichkeit und Servilität beim Abwickeln der Geschäfte lässt peu à peu immer mehr eine perfide Mischung aus Blasiertheit und bald kaum noch zu kaschierender, sabbernder Gier erkennen. Der Juwelier kriecht dem vermeintlich alten Mann "hinten rein", weigert sich aber einmal entschieden, bei einem Schmuckstück über den Preis zu verhandeln, weil das nicht "der Stil des Hauses" sei (und weil er fühlt, dass der Kunde das Stück auch so kauft, was Simon natürlich zusagt und sein Opfer genau dorthin kriegt, wo er es haben will). Simon hat erkannt, dass das Geschäft gut gesichert ist, uneinnehmbar, und so versucht er eben, den Feind zu umarmen, wenn er ihn schon nicht besiegen kann. Er macht das sehr geschickt. Doch wie war das eigentlich am Anfang? Sehen wir in Farbe eine Rückblende, wurde er später geschnappt, oder ist Schwarzweiß die Rückblende, und er dreht gleich nach der Entlassung das nächste Ding? Kleiner Tipp: Ein Vergleich mit Otto Premingers "Bonjour Tristesse", einem der meistgeliebten und gelegentlich zitierten Filme der Nouvelle Vague, weist den richtigen Weg. Mehr verrate ich nicht!

Außer, dass eine Frau eine wichtige Rolle spielt. Françoise (Françoise Fabian) hat neben dem Juwelier ein Antiquitätengeschäft. Simon bekommt bei den zwangsläufigen Beobachtungen viel von ihr mit (eine Hommage an den besonders in Frankreich hochverehrten Hitchcock und "Das Fenster zum Hof"?) und verliebt sich in sie. Er kann nicht widerstehen, ein bißchen Schicksal zu spielen, in der wahren und der falschen Erscheinung bei ihr aufzutauchen und für sie ein wertvolles Möbelstück zu kaufen und als der andere gleich wieder von ihr wegzukaufen. Er trifft sich mit ihr ohne Gummimaske, aber mit der Maske des biederen Industriellen, er möchte sie näher kennenlernen. Zunächst verpatzt er alles durch einen zu offensichtlichen Annäherungsversuch, aber später ist sie doch sehr angetan von seiner ehrlichen Art. Diese spielt der Film in einer herrlichen Lästerei gegen das blasierte Gerede französischer Intellektueller (und französischer Cinéphiler) aus, wenn Simon bei einem Abendessen auf Françoises "Kreise" trifft. "Aber Sie lesen doch Rezensionen, oder?" "Nein." "Und wie entscheiden Sie sich dann für einen Film?!?" "So wie für eine Frau. Ich lasse es drauf ankommen." Wunderbar! Kino ist Liebe, Frauen sind Liebe, Liebe ist Impuls, Sich-Geben, es drauf ankommen lassen, sich hineinstürzen. Ironischerweise redet die Clique auch über den Film "Ein Mann und eine Frau", nicht kapiert habend, worauf es ankommt. Ein Mann und eine Frau, mehr braucht es nicht, es ist riskant, aber es lohnt das Risiko, immer. Der Film wird noch gelegentlich darauf zurückkommen, was ein Mann ist, was eine Frau ist, ob eine Frau wie ein Mann leben kann - letztlich bleibt aber nur die Erkenntnis, dass man es einfach mal drauf ankommen lassen sollte. Für dieses Bekenntnis zur Leidenschaft (das immer ohne Kitsch, aber nie ohne Hoffnung auskommt) kann man den Film schon lieben. Er ist zwar von einem sehr gemächlichen Tempo, und in einigen Szenen tendieren die Dialoge zwischen Simon und Françoise ein kleines bißchen in das Gestelzte, das der Film andernorts so überaus effektiv denunziert. Man sagt doch nicht: "Wie definierst Du eine Frau?", sondern etwas Einfacheres wie: "Eine Frau, was is'n das für Dich?" Gelegentlich ist der Film ein bißchen (vermutlich sehr bewusst) spröde inszeniert. So sehen wir immer wieder verwaschene Farben und Menschen hinter Glasscheiben (was aber auch, "Fenster zum Hof" sei vielleicht Dank, das Beobachtende, Abwartende, Distanz-halten-Müssende der Protagonisten zum Ausdruck bringt). Aber das alles entfaltet eine traurig-schöne, poetische Sogwirkung.

Ventura gibt eine intensive Darstellung des desillusionierten Gauners, dessen Traurigkeit in jede Falte des Gesichts eingeschrieben ist, und dem wir dennoch "ein glückliches (Neu-)Jahr" wünschen. Ob er es bekommen wird, und ob er es mit Françoise bekommen wird? Vielleicht ist ja auch Partner Charlot (Charles Gérard) seine einzig wahre Liebe. Latent homosexuelle Anspielungen in dem Verhältnis des Gauners oder Polizisten zu seinem Partner zu suchen, wird zwar gelegentlich inflationär betrieben. Hier aber scheint es mir deutliche Hinweise zu geben. Simon behandelt den Mann nicht immer freundlich, beschimpft ihn als angeblich zu blöde für Simons subtilen Psycho-Plan, aber scheint doch sehr an ihm zu hängen. Wie die beiden ein Weihnachtsessen auf dem Balkon zu sich nehmen, inklusive zweier Kerzen auf dem Tisch, weil sie nur einander haben (mit Françoise hat sich da bei Simon noch nichts entwickelt), das ist eine sehr intime Zweisamkeit, wie zwischen Liebenden statt zwischen Kumpeln inszeniert. Ob Simon Charlot ans Messer liefern wird, wird später noch ein Thema sein. Und die Rahmenhandlung spielt wie erwähnt in einem Travestieschuppen. Männer als Frauen, in jeder Hinsicht? Letztlich ist das Spekulation. Wegen der deutlichen Hinweise auf das elementare Thema "Ein Mann und eine Frau" bin ich noch etwas irritiert, Charlot scheint mir für Simon eher nur ein unvollständiger Frauenersatz zu sein. Das alles spricht beileibe nicht gegen den Film, er lädt dazu ein, ein bißchen zu spekulieren, und er vermeidet eindeutige Antworten. Ein schöner, ruhiger, trauriger, cleverer, nachdenklicher Film, der berührt und der dem Zuschauer genügend Freiraum und Luft zum Atmen lässt.

Die Qualität der DVD ist nicht perfekt, aber annehmbar, der Film läuft in Deutsch oder Französisch (dann mit nicht ausblendbaren englischen Untertiteln), Extras gibt es keine.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein zauberhafter Film 19. Oktober 2010
Von Jack-in-the-Green TOP 500 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Claude Lelouch war DER Großmeister des gefühlvollen französischen Films. Bei ihm standen die Personen und ihre Beziehungen im Mittelpunkt - in langen und ruhigen Einstellungen werden sie liebevoll gezeichnet und man kann sie in all ihren Facetten kennenlernen.

Ich möchte das Ende des Films nicht verraten - deshalb nur sowenig : Lino Ventura bereitet mit seinem Freund Charles Gerad einen raffinierten Coup bei einem Juwelier vor. Dabei erliegt er ungeplant dem Zauber von Francoise Fabian. Mit derselben Akribie wie den Raub plant er die Eroberung der schönen Frau. Immer dichter verwebt er beide strategischen "Feldzüge" - bis sie völlig ungeplant zusammentreffen. Aus Sieg wird Niederlage - und aus Niederlage wird Sieg. (Ich habe hier natürlich die Namen der Schauspieler und nicht die Namen der Filmrollen verwendet.)

So viel sei verraten : Verbrechen zahlt sich aus (allerdings ganz anders als erwartet).

Alle 3 Hauptdarsteller agieren in Höchstform - es ist ein Genuss, sie zu erleben. (Für mich der schönste Film mit Lino Ventura.)
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Lino Ventura spielt einen Gewohnheitsverbrecher, also einen der immer mal wieder in den Knast wandert.

Zur Zeit befindet er sich mit seinem besten Kumpel an der Cote d'Azur um einen Juwelier zu überfallen.

Das ist aber nicht so einfach, denn dieser hat sein Geschäft wie Fort Knox gesichert.

So setzen er und sein Kumpel sich gut getarnt in ein Fahrzeug vor das Geschäft und beobachten den Alltag des Juweliers und seinen Angestellten um den wunden Punkt zu erkennen, den er bestimmt hat.

Gleichzeitig lässt sich Lino Ventura immer wieder verkleidet als zuverlässiger Kunde im Laden blicken, umd das Vertrauen des Inhabers zu erlangen.

Das wäre ja alles nichts besonderes, wäre da nicht nebenan die Antiquitätenhändlerin, in die sich Ventura verliebt.

Wo die Liebe im Spiel ist fällt das logische Denken schwer, und so kommt wie es kommen muss. der große Coup geht in die Hose.

Ventura wird verhaftet, sein Kumpel jedoch kann mit der Beute entkommen. 10 Jahre bekommt Ventura, auch weil er seinen Kumpel nicht verraten hat.

Am Sylvesterabend kommt er nun im Rahmen einer Amnesie frei, aber immer von einem Haufen Polizisten beschattet die die Beute und den Mittäter finden wollen ...

Lino Ventura mal nicht als draufgängerischer Schläger, sondern als tragikomische Figur, mal was anderes und sehr gut!
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