Gandhi, Martin Luther King, Paul Rusesabagina...
Paul Rusesabagina ist kein Bürgerrechtler. Er provoziert nicht, er führt keine Massen an. Trotzdem ist er eine Große Seele. Als um ihn herum alles zusammenbricht und sich Mensch gegen Mensch, Bruder gegen Bruder, Nachbar gegen Nachbar wendet, ist Paul Rusesabagina ein Licht im Dunkel.
Er hat Angst, aber er hält das in sich am Leben, das ihn zum Menschen macht: Verstand und Herz. Er nutzt, was er kann und weiß, seine Fähigkeit zu reden einzusetzen, um mehr als eintausend Menschenleben zu retten. Rusesabagina ist ein Name, den man sich merken muss, ein Name, der in Schulen erwähnt werden muss, ein Mann, den man sich zum Beispiel nehmen kann. Gandhi und Martin Luther King waren Anführer, Rusesabagina ist wie du und ich. Wenn wieder einmal um uns herum alles in den Wahnsinn rennt, müssen wir uns an Rusesabagina erinnern. Daran, dass wir unsere besonderen Fähigkeiten nutzen müssen, weil wenig daran liegt, nur uns zu retten, viel aber darin, sich für andere einzusetzen.
Dieses Buch bewegt, weil es ehrlich ist. Es gibt nicht an, es spielt die Emotionen nicht aus. Das hat Rusesabagina nicht nötig. Er erzählt nur, wie es war, damals in Ruanda, als das große Tutsi-Morden begann und über eine halbe Million Menschen getötet wurden. Der Film war wichtig, um das Leid zu verdeutlichen. Das Buch ist wichtig, um sich selbst zu erkennen und einen Rusesabagina-Geist in sich zu wecken, damit er da ist, wenn es nötig wird.
Lesenswert, sehr gut übersetzt, lehrreich.