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Ein gesegnetes Kind: Roman
 
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Ein gesegnetes Kind: Roman [Taschenbuch]

Linn Ullmann , Ina Kronenberger
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Knaur TB; Auflage: 1 (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426634481
  • ISBN-13: 978-3426634486
  • Originaltitel: Ein gesegnetes Kind
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 631.097 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Jahr für Jahr verbringen die Halbschwestern Erika, Laura und Molly die Sommerferien bei ihrem Vater auf der kleinen Insel Hammarsö. Bis zum Jahr 1979: An Erikas 14. Geburtstag stirbt ihr heimlicher Freund, der Außenseiter Ragnar. Offiziell ist der sonderbare Junge beim Spielen im Meer ertrunken - doch die Geschwister wissen, dass sein Tod kein Unfall war. 25 Jahre später machen sich die drei Frauen noch einmal auf den Weg nach Hammarsö, um ihren alten Vater zu besuchen. Die Fahrt gerät zu einer aufwühlenden Reise in die Vergangenheit. Rahmenhandlung von Linn Ullmanns "Ein gesegnetes Kind" ist Erikas Autofahrt an die Küste: Der Roman beginnt mit ihrem Aufbruch in Oslo und endet mit dem Zusammentreffen der Schwestern auf der Insel. Dazwischen entwickelt Ullmann mit Hilfe von Rückblenden in die 70er-Jahre das Porträt einer Familie, deren Mittelpunkt ein autoritärer, schweigsamer und dennoch liebevoller Vater ist. Geschickt stellt die norwegische Autorin dabei abwechselnd eine der drei Frauen ins Zentrum ihres Erzählens und blickt so aus verschiedenen Perspektiven auf die Ereignisse. Schade, dass diese Vielschichtigkeit gleichzeitig dafür sorgt, dass der Roman inhaltlich konfus und bisweilen sogar völlig unverständlich ist. (jul) www.kulturnews.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Erika, Laura und Molly sind Halbschwestern. Ihren Vater Isak lieben und fürchten sie gleichermaßen. Jedes Jahr verbringen die drei ihre Ferien bei ihm auf der Insel Hammersö. Auch in jenem Sommer, der für Erika das Ende der Kindheit bedeutet, ist zunächst alles wie immer: Die drei schließen Freundschaften; sie buhlen um die Gunst des Vaters; Erika kämpft um ihren Platz in einer Mädchenclique. Und es gibt Ragnar, einen Jungen, zu dem sich Erika hingezogen fühlt. Als ihre Freundinnen davon erfahren, machen sie gnadenlos Jagd auf ihn. Ragnar stürzt ins Meer und stirbt. Jahrzehnte später, als sie sich mit dem mittlerweile betagten Vater treffen, bricht die Schuld von damals wieder auf …

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Uli Geißler TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die düstere, melancholische und doch das Leben der Protagonistinnen reinigende Geschichte beginnt mit einer gut gemeinten Geste: die drei Halbschwestern Erika, Laura und Molly wollen ihren gemeinsamen Vater besuchen  es könnte das letzte Mal sein. Selbstzweifel und sorgenvolle Unsicherheit begleiten die Drei schon vor der Entscheidung, zu fahren. Die Erinnerung an den letzten Besuch der kleinen schwedischen Insel würgt und hemmt. Die jahrelange Unbeschwertheit der drei Mädchen, die sich nur dort in dem idyllischen Örtchen gemeinsam trafen, fand jäh vor fünfundzwanzig Jahren ihr Ende. Doch auch die Kappeleien, die perfide zersetzende Eifersucht um die Liebe des Vaters, ihre familiäre Position oder die Anerkennung örtlicher Gleichaltriger kosteten emotionale Kraft. Nicht zu fahren, umzukehren, alles endgültig vergessen sind die aufkeimenden Überlegungen der drei inzwischen erwachsenen Frauen. Selbst der so schweigsame und stets unnahbar und distanziert wirkende Vater, der im Alter der quirligen Stadt den Rücken kehrte, um in absoluter Einsamkeit in der äußeren Ruhe sich vermutlich auch der inneren annähern möchte, äußert sich der Idee gegenüber ablehnend.

In den Rückblicken auf den letzten gemeinsamen Sommer im Ferienhaus auf der Insel entfalten sich die Bilder und Erfahrungen der Mädchen. Es sind neben fröhlicher Ausgelassenheit auch die Mühen komplexer Pubertätsemotionen und suchender Wertefindung. Immer tiefgründiger wird man hineingezogen in das Geflecht der Beziehungen der schwedischen Kinder. Mehr und mehr ahnt man ein Unglück oder zumindest eine erschütternde Wahrheit. Das Bedrohliche ist immer und überall. Die Ansprüche des Vaters, der Gesellschaft, der Kinder und der sich zart entwickelnden Liebe und der so krude daher kommende sexuelle Missbrauch als pubertäres Experiment lassen zu keiner Zeit Zweifel an einem schlimmen Ende aufkeimen.

Geradezu lakonisch erzählt lässt Linn Ullmann ihre Leserinnen und Leser an dem kindlichen und so ernsthaft folgenschweren Geschehen teilhaben. Man ist zu Recht besorgt um die Mädchen und mehr noch um den massiv gemobbten Jungen Ragnar. Es sticht einem tief ins Herz, als der Verrat Erikas die so heimlich und so innig gelebte Verbindung in den unaufhaltsamen Abgrund treibt. Ragnars grausiges Ende lässt verzweifelnd fragen, wie es zu einer so unmenschlichen Tat kommen konnte, wenngleich vermutlich die tatsächliche Konsequenz des Geschehens nie gewollt war.

Als wäre Alles nicht schon schlimm genug, wird auch mit geradezu stoischer Unaufgeregtheit der Vorfall nicht weiter behandelt oder zur Sprache gebracht. Die Mädchen verlassen die Insel, beenden die Ferienzeit und begeben sich in ein neues, ein anderes Leben. Erst der kranke Vater und das Vorhaben, ihn besuchen zu wollen, bringen den letzten Stein des Anstoßes, des Anstandes, des Gewissens wieder ins Rollen.

Ein gesegnetes Kind von Linn Ullmann ist stiller, aber empathisch nachhaltiger Roman. © 1/2007, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die sei der beste ihrer vier Romane, meinen nordische Literaturkritiker. Da ich die bisherigen Werke nicht kenne, kann ich zu diesem Urteil nichts sagen. Ich stellte im Verlauf der Lektüre nur fest, dass Linn Ullmann einen eigenen Stil hat und ihren Lesern sowohl formal als auch inhaltlich einiges zumutet. Formal, weil sie eine Kadenz von Vor- und Rückblenden anschlägt, die mir oft zu viel war. Zumal mir die Notwendigkeit der vielen Wechsel nicht immer einleuchtete. Inhaltlich, weil traumhaft Poetisches in Knochentrockenes eingewoben wird. Damit erreichte die Autorin die Unruhe, welche das Gewalttätige dieser Familie auslöst. Eine Gewalt, die zum Tod des jugendlichen Aussenseiters Ragnar führt und für das psychische Elend einer ganz normalen bürgerlichen Familie verantwortlich ist.

Linn Ullmann schreibt eine Familiensaga, die fasziniert und auf die Schrecken des Alltags hinweist. Wie die Autorin Sprachlosigkeit in Worte fasst, ist beeindruckend. Mir fehlten allerdings Hinweise, Andeutungen und mögliche Erklärungen, wie es zu diesem eisigen Schweigen des Vaters kam. Ist er Täter und Opfer? Welche Geschichten stehen hinter seinem Schicksal? Was hätte das Scheitern verhindern können? Sind die Figuren lediglich Statthalter für unergründliche Schicksalhaftigkeit? Die Thematik von Ankunft und Abschied geht durch den ganzen Plot. Und als die drei Schwestern im herabrieselnden Schnee endlich wieder vor der Tür des Vaters stehen, hört das Buch auf. Ein offenes Ende, das alle Fortsetzungen und Deutungen zulässt und mich doch nicht befriedigte. Nur machte ich allzu oft die Erfahrung, dass ein Buch wie dieses seine Leser zur richtigen Zeit und in der richtigen Stimmung erreichen muss, um seine volle Wirkungskraft zu entfalten. Das schien bei mir nicht der Fall gewesen zu sein.

Mein Fazit: Dieses Portrait einer Kindheit und eines autoritären und sprachlosen Vaters hinterliess bei mir eine Irritation, die sich bis zum Schluss nicht auflöste. Aber die Autorin versteht das sprachliche Handwerk so gut, dass ich beim Lesen immer wieder inne hielt und Ullmanns Worte in eigene Bilder übersetzte. Zu meiner Lieblingsautorin wird sie jedoch kaum werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Linn Ullmann erzählt die Geschichte dreier Halbschwestern, die ihre Sommerferien auf der schwedischen Insel Hammersö bei ihrem Vater Isak verbringen! Isak wird als großer, erfürchtiger Mann dargestellt, fast schon als Gottheit, deren Regeln jedes Familienglied beachten muß! Erika, die älteste der Schwestern, freundet sich mit gleichaltrigen Kindern der Insel an, doch herrschen in der "Clique" feste Grundsätze: Die schöne Marion hat hier das Sagen und bestimmt was getan wird! Nur wen sie mag, wenn auch nur für einen kurzen Moment, darf sich auf der Insel frei fühlen! So geschehen grausame Dinge (Mutproben und dergleichen), die mich zutiefst schockiert haben - vor sexuellem Mißbrauch und Mord wird nicht zurückgeschreckt! Erika freundet sich mit dem Außenseiter Ragnar an, ein häßlicher und unscheinbarer Junge, der, wie sollte es anders sein, von Marion verachtet wird und so tagtäglich büßen muß! Niemand darf von Erikas und Ragnars Freund(Lieb)schaft erfahren, doch natürlich kann das nicht geheim bleiben...

Das Buch ist nicht einfach und schön geschrieben, die Sätze kommen fast schon gefühllos daher! Unnötige Wiederholungen ermüden den Leser besonders in der ersten Hälfte! Richtig schlau wird man aus den Personen nicht, einige Dinge bleiben im Dunkeln, so daß der Leser am Ende nicht viel mehr weiß, als am Anfang! Linn Ullmann vermischt die Gedanken der unterschiedlichen Charaktere, was teilweise recht interessant ist, da man bestimmte Situationen aus verschiedenen Ansichtsweisen betrachten kann, trotzem ist die gesamte Geschichte eher monoton niedergeschrieben! Bis zum Schluß wurde mir allerdings nicht ganz klar, was Fr. Ullmann dem Leser mit diesem Buch sagen wollte!!? Ich grüble weiter und verbleibe (dennoch) mit 3 Sternen...
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