Da ist es nun, das dritte Buch der Hank Thompson-Reihe. Nachdem ich die ersten beiden Bücher verschlungen habe, kam beim dritten Band die Ernüchterung.
Der erste Band wirkt noch ein wenig konfus und läßt den roten Faden verlieren, ist aber unendbehrlich, wenn man die gesamte Geschichte verstehen möchte. Der zweite Band ist dann das, was man sich unter einem ausgeklügelten Thriller vorstellt. Huston hat dazugelernt und die Fehler des ersten Bandes vermieden.
Im dritten Band wird die Geschichte von Hank zuende erzählt. Und genau diese Prämisse ist es, die dem Buch schadet. Huston mußte von vornherein das Buch so konzipieren, dass der Dreiteiler ein endgültiges Ende findet. Das führt zwangsläufig dazu, dass auf zuviele Neuerungen verzichtet wird. Nur noch wenige Elemente werden in die Story eingesponnen und das was sich in der Story findet wird im Vergleich zu den Vorgängern sehr opulent erzählt, um Umfang zu gewinnen.
Mir fehlte die Abwechslung des zweiten Teils, das Einbringen vieler neuer Aspekte, die Quirrligkeit des Hauptakteuers, der im dritten Teil wirklich nur noch ein Schatten seinerselbst ist. Bereits am Anfang des dritten Teils merkt man, dass Huston mit seiner Hauptfigur abgeschlossen hat. Keine gute Bedingung, um darauf noch ein überragendes Buch zu erstellen.
Der "gefährliche Mann" ist die Komplettierung der Serie und nur als solches zu betrachten. Wer die ersten beiden Teile nicht gelesen hat, wird am dritten Teil keinerlei Freuden haben. Wer bereits die Vorgeschichte kennt, wird den dritten Teil unweigerlich mit den Vorgängern vergleichen. Da kann der "gefährliche Mann" nur schlechter abschneiden.
Fazit:
Der Vollständigkeit wegen unbedingt lesen. Als Einzelwerk nicht wirklich zu empfehlen.