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Ein fliehendes Pferd
 
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Ein fliehendes Pferd

Ulrich Noethen , Katja Riemann , Rainer Kaufmann    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,12 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Ulrich Noethen, Katja Riemann, Ulrich Tukur
  • Regisseur(e): Rainer Kaufmann
  • Komponist: Annette Focks
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 23. April 2008
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 92 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0012SSWVS
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 6.633 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Ein fliehendes Pferd – Rasanter Liebesreigen mit Starbesetzung

Sein gutes Händchen für außergewöhnliche Komödien und die kleinen und großen Dramen des Beziehungsalltags hat Regisseur Rainer Kaufmann schon oft bewiesen. Mit Ein Fliehendes Pferd legt Kaufmann jetzt nach: Die Verfilmung von Martin Walsers gleichnamigem Bestseller von 1978 lässt die gegensätzlichen Lebensentwürfe zweier alter Jugendfreunde aufeinander prallen.

Im Streit um zwei Frauen entspinnt sich ein schwungvoller Liebesreigen voller scharfzüngiger Dialoge und unerwarteter Wendungen, der unaufhaltsam auf eine finale Konfrontation zusteuert... Eine exzellente Darstellerriege macht Walsers vielschichtige Figuren lebendig: Neben Katja Riemann (Rosenstraße), Ulrich Tukur (Das Leben der Anderen) und Ulrich Noethen (Der Untergang) glänzt Shootingstar Petra Schmidt-Schaller (Reine Formsache) mit einer herausragenden Leistung, für die sie mit dem Bayerischen Filmpreis 2008 als beste Nachwuchsdarstellerin geehrt wurde. Insgesamt sieben Mal wurde Ein Fliehendes Pferd für den Deutschen Filmpreis 2008 nominiert, u.a. als „Bester Film“ sowie in den Kategorien für die besten darstellerischen Leistungen des Jahres: Von der Jury ausgewählt wurden Katja Riemann und Ulrich Noethen (beste weibliche / männliche Hauptrolle) sowie Petra Schmidt-Schaller und Ulrich Tukur (beste weibliche / männliche Nebenrolle).

Seit zwölf Jahren verbringen Studienrat Helmut Halm (Noethen) und seine Frau Sabine (Riemann) ihren Urlaub am Bodensee. Doch das ebenso eingespielte wie eintönige Ferienidyll gerät aus den Fugen, als das Paar im Strandbad Helmuts altem Jugendfreund Klaus (Tukur) und dessen junger Freundin Helene (Schmidt-Schaller) begegnet. Bei Sabine schlägt das Staunen über den charmanten und dynamischen Klaus rasch in Sympathie um, während Helmut ihn eher als aufdringlich empfindet. Entnervt flieht Helmut schließlich unter einem Vorwand aus der prekären Situation. So kann er nicht verhindern, dass Klaus sich für den nächsten Tag zum Segeln mit den Halms verabredet. Dem Segeltörn folgt ein gemeinsames Abendessen, und bald weichen Klaus und Helene dem Ehepaar nicht mehr von der Seite. Helmut reagiert auf Klaus’ Erzählungen über gemeinsame Jugendeskapaden eher verschnupft, ist dafür aber umso empfänglicher für Helenes erotische Reize. Sabine hingegen genießt, dass Klaus mit seinem nassforschen Charme frischen Schwung in ihren biederen Ehealltag bringt. Was folgt, sind nicht nur Gespräche über unerfüllte Träume und neue Hoffnungen – sondern auch handfeste erotische Entgleisungen. Doch während Sabine, Klaus und Helene ihren Urlaub genießen, bekommt Helmuts fest gezimmertes Weltbild immer mehr Risse. Als er sich von Klaus zu einem riskanten Bootsausflug auf den stürmischen Bodensee nötigen lässt, kommt es zwischen beiden Männern zu einer gefährlichen Konfrontation...

Für Regisseur Rainer Kaufmann lag der besondere Reiz von Ein Fliehendes Pferd darin, die ironischen, witzigen und tragikomischen Elemente der literarischen Vorlage herauszuarbeiten. Zwei Jahre arbeiteten Regisseur und Drehbuchautoren an der Adaption von Martin Walsers vielschichtiger Novelle, wobei Walser sie immer wieder tatkräftig unterstützte und auch die Endfassung redigierte. Das Resultat ist eine ebenso leichtfüßige wie gehaltvolle Komödie, die ganz vom Zusammenspiel ihrer vier sehr unterschiedlichen Hauptcharaktere lebt. „Es ist eine Geschichte von Menschen in der Mitte ihres Lebens, die darüber nachdenken, ob sie aus ihrer Verkrustung ausbrechen und ihr Dasein neu definieren sollen“, so Kaufmann. „Die Handlung ist eine Art ‚innere Odyssee’, und vor allem in Helmut passiert sehr viel. Am Ende, so scheint es, hat er tatsächlich etwas gelernt.“

Produktbeschreibungen

Helmut Halm (Ulrich Noethen) und seine Frau Sabine (Katja Riemann) verbringen ihre Sommerferien, wie so oft, am Bodensee. In einem Strandbad werden beide zufällig von Helmuts längst aus den Augen verlorenem Jugendfreund, Klaus Buch (Ulrich Tukur), entdeckt. Der lebenslustige Klaus, der in Begleitung seiner jungen, sehr attraktiven Freundin Helene (Petra Schmidt-Schaller) ist, scheint sich über das Wiedersehen sehr zu freuen und weicht den Eheleuten nicht mehr von der Seite. Sehr zum Verdruss von Helmut, der zwar für die erotische Ausstrahlung der attraktiven Helene äußerst empfänglich ist, sich aber nur widerwillig an Klaus erinnern möchte. Sabine hingegen ist von Klaus forschem Charme durchaus angetan, wo er doch endlich etwas frischen Wind in ihren angestaubten

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fliehendes film-o-meter 24. April 2010
Von Dr. M.
Format:DVD
Hätten sie nur die Finger davon gelassen, sie wären Philosophen geblieben, die Macher der bereits zweiten Verfilmung von Martin Walsers Buch Ein fliehendes Pferd von 1978. Die Novelle gilt Literaturkritikern als das stimmigste und gelungenste Werk des Dichters, dessen große Stärke die literarische Aufarbeitung seiner eigenen Eheprobleme ist (Einblicke gibt Reinhard Baumgarts Biografie Damals). Freilich spielt sich in Walsers Büchern das meiste in inneren Monologen und erlebter Rede ab. Es muss sich doch irgendwie auswirken, dass Walser zu jener literarischen Avantgarde gehört, die ihr progressives Anderssein durch völligen Verzicht auf Anführungszeichen unter Beweis stellt. An äußerer Handlung ist die Novelle arm. War das nicht Grund genug, auf eine Verfilmung zu verzichten, so hätten die Produzenten sich wenigstens von dem lahmen Film abschrecken lassen können, den Peter Beauvais Mitte der achtziger Jahre mit Vadim Glowna in der Hauptrolle auf die Fernsehzuschauer losließ und der wirkte wie die Wiederbelebung des Siebziger-Jahre-Autorenfilms mittels Fernseh-Budgets.

Worum also geht es in Buch und Film? Zwei Paare in den mittleren Jahren begegnen sich per Zufall im Urlaub. Am Bodensee. Der hyperaktiv-sportive Klaus, der redet wie ein Buch und deswegen auch so heißt, mit seiner blutjungen Lebensabschnittsgefährtin Helene, kurz "Hel" genannt, und der schwermütige Studienrat Halm nebst Gattin Sabine. Klaus Buch erkennt in Helmut Halm einen ehemaligen Schulkameraden wieder, enthüllt pikante Details aus der gemeinsamen Jugend und geht dem introvertierten Lehrer gehörig auf den Geist. Den möchte Halm eigentlich nur in Ruhe an Kierkegaard schärfen. (Der dänische Philosoph gilt mit seinem tiefgründigen Nachdenken über Gott gläubigen Grüblern als Galionsfigur; der Film ersetzte ihn durch Schopenhauer.) Doch mit der Ruhe ist es nun vorbei. Nach einem gemeinsamen Segelausflug und einem Anflug von Wahlverwandtschaften, die sich zwischen den Paaren abzeichnen, kommt es dann zu jener unerhörten Begebenheit, die eine gute Novelle ausmacht, zunächst allerdings noch verzögert durch ihr symbolisches Vorspiel: Die zwei Männer und zwei Frauen verirren sich - natürlich ist Helmut schuld - auf einer spontan anberaumten Wanderung. Unterwegs kommt es zur Begegnung mit einem durchgegangenen Pferd, die Klaus, allzeit Herr der Lage und Meister aller Klassen, Gelegenheit gibt, sich als Pferdeflüsterer zu beweisen. Als Klaus und Helmut kurz darauf ohne Frauen segeln gehen, werden beide von einem Gewittersturm überrascht. Das Boot droht zu kentern. Klaus brüstet sich mit seinem Mut, Wind und Wellen zu trotzen - und geht über Bord...

Wie gesagt, mit diesem Minimum an Handlung eignet sich "Ein fliehendes Pferd" nicht als Vorlage für einen Spielfilm. Von vornherein war klar, dass Dialoge und Drama-Elemente dazuerfunden werden müssten, um dem Film die nötige Substanz zu verleihen. Die Frage war nur, wie gut Rainer Kaufmann, mit den Ingrid-Noll-Verfilmungen Die Apothekerin und, besonders gelungen, Kalt ist der Abendhauch immerhin ausgewiesener Experte für Adaptionen literarischer Vorlagen, und seinen Drehbuchautoren dies gelingen würde. Dass ihnen nichts Besseres einfiel, als die komplexe Beziehungsproblematik von Helmut und Sabine auf sexuelle Frustration zu reduzieren und selbige dann auch noch obszön ins Bild zu setzen, ist der Hauptgrund für das Scheitern des Films. Genauer betrachtet ist es freilich eine ganze Reihe von Fehlgriffen, die den Film ruiniert: Helmut Halms Minderwertigkeitskomplex, sein Eskapismus, sein freiwilliges inneres Exil, seine widersprüchliche Liebe zu Sabine - im Film merkt man nichts davon. Denn der Regisseur vergröbert Walsers nuancierte Charakterzeichnung und lässt in seiner Filmhandlung nur vordergründige Motive erkennen. Was Walser in Gedanken und erlebter Rede in der Schwebe lässt, die sexuelle Anziehungskraft, die Hel auf Helmut ausübt, die Schürzenjägerqualitäten von Klaus, die auf Sabine wirken, Hels Hang zur Nymphomanie: Kaufmann setzt es um als unglaubwürdige Entgleisungen; stellenweise gleitet sein Werk ab in die filmästhetischen Untiefen einer Sex-Posse, auch wenn wahrscheinlich eher ein Abendhauch des Desillusionspotentials von American Beauty bezweckt war. Klaus, den der Autor der Novelle in einem verblüffenden Schlussakkord als gehemmten Hanswurst entlarvt, ist am Ende des Films immer noch, was er, auf der Oberfläche, von Anfang an war: eine viril-vitale Sexmaschine, ein geckenhafter Gustav Gans, dessen Glücksstern niemals sinkt, eine Comicfigur.

Sogar die Schlüsselszene um das fliehende Pferd vergeigt Kaufmann, indem er sie zur austauschbaren Action-Sequenz umgestaltet, die jegliche Symbolik verschleiert. Besonders unverzeihlich wird der Kenner der Vorlage schließlich und endlich das Fehlen von Halms Hund Otto finden. Hätten sie uns den doch wenigstens gelassen! Doch Kaufmann degradiert den Gag-Garanten zum Nachbarshund auf Abwegen. Seit wann verschenkt ein Spielfilm solche Steilvorlagen für Situationskomik? Was dem Streifen an Qualität verbleibt, verdankt er dem optisch aufregend inszenierten Höhepunkt, dem Unwetter über dem Bodensee, vor allem aber dem hervorragenden Ensemble: Ulrich Noethen (Helmut) als genervter Gratwanderer, Katja Riemann (Sabine) als ausgehungerte Amazone, Ulrich Tukur (Klaus) als notorische Nervensäge und die weniger bekannte Petra Schmidt-Schaller, die mit Julie-Delpy-Charme manches Fragezeichen verblassen lässt, das Hels Verhalten im Kopf des Zuschauers entstehen lässt. Retten können deren Darstellerqualitäten Kaufmanns misslungene Martin-Walser-Adaption jedoch nicht. Seine Inszenierung lässt dem Zuschauer keine Chance, dem, was die Figuren umtreibt, wirklich auf den Grund zu kommen. "Wenn ich die Geschichte, die diese Schauspieler spielen, nacherzählen würde, käme eine andere Geschichte heraus", kommentierte der Autor selbst die Umsetzung seiner Novelle. Abgesehen davon fand er den Film gelungen. Und mancher mag seiner Argumentation folgen, dass es eben nicht mehr seine, Walsers, Figuren sind, die hier agieren; es sind Walsers Figuren in der Interpretation von Kaufmann. Die Mehrheit aber, die dürfte wohl eher zu dem Schluss gelangen, dass das Ergebnis von Kaufmanns Anstrengungen ein mittelmäßiger und langatmiger Fernseh-Einteiler ist, den man bestimmt nicht auch noch als DVD im Regal braucht. Das film-o-meter blieb jedenfalls selten so kalt wie bei diesem Film, ein fliehendes film-o-meter sozusagen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hm 3. August 2011
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:DVD
Ist Martin Walser ein großer Schriftsteller? Man hat sich jedenfalls weithin verständigt, diese Frage mit "ja" zu beantworten. Selbst ein treuer Walser-Leser wie der Rezensent dürfte sich aber schwertun, zu erläutern, was da im Kern bleibt, wenn man die feine bis gemeine Beobachtungsgabe, besonders wenn es um menschliche Schwächen geht, und die erlesene Sprache erst mal zur Seite geräumt hat. Denn Walsers Thema Nummer Eins ist nun mal das Thema Nummer Eins: Wie kommen höchst unzulängliche Menschen zu höchst unbefriedigenden Paarungen. Ein Thema, das angeblich ja auch noch andere Leute interessieren soll. Da er - wie wir alle - über sich selbst am liebsten schreibt, geht es im vorliegenden Fall logischerweise "seine" Generation, die 1978 gerne "Üfü" genannt wurde.

Gemütsfilme ziehen vor allem ein weibliches Publikum an wie das Licht die Motten. Bildungsferne und Selbstbewusste haben damit auch kein Problem. Für diejenigen, denen es peinlich wäre, wenn beispielsweise einer ihrer Deutsch-Schüler beim Vorbeigehen durch das Fenster das "falsche" Programm auf dem Fernseher der Frau Direktor ertappt hätte, kann man Not und Durft zusammenbringen, indem man aus einer Walser-Novelle eine romantisch-dramatische Doppelpärchen-Sonnenuntergangs-Soap strickt. Da dürfen dann auch Witze der Kategorie "Hat jemand von Euch Lust auf eine Làtte?" die Leinwand auf eine Zerreißprobe stellen, für die man einen "normalen" Autor federn und teeren würde. Alles egal - wenn eine Walser-Novelle zu Grunde liegt, rutschen den Bedenken die Träger von den Schultern.

So gesehen könnte Rainer Kaufmanns 2007er Zweitverfilmung von Walsers Novelle "Ein fliehendes Pferd" zunächst mal eine Problemlösung für Niveaubehinderte darstellen. Das alles ist legitim, alleine schon deswegen, weil es niemandem schadet. Unterhält es? Ja, mehr oder weniger: wer die Zerfleischung mag, könnte auch den Film mögen - die anderen dürften an Walser selbst ebenso wenig Gefallen finden. Kaufmann allerdings verspürt - warum auch immer - erkennbar etwas zu starke Neigungen zu Frauenfiguren, die keine Neigungen (mehr) spüren (wollen), um einen Doppelzweier mit der notwendigen Mischung aus Entspanntheit und Erregung absolut glaubhaft zu vermitteln.

Man hat, mit oder ohne die Unterhaltungs-TV-gestählten Protagonisten vor und hinter der Kamera, schon stimmigere Entwicklungen und Charaktere gesehen. Manchem ist es schwer verständlich geworden, was den überdrehten Klaus (Ulrich Tukur, 50) an der Trockenobst-Gattin Sabine (Katja Riemann, 44) gereizt haben könnte, oder was die lieb-reizende Helene (Petra Schmidt-Schaller, 27) an der Spaßbremse Helmut (Ulrich Noethen, 48) gefunden haben soll. Allerdings ist das ja gerade das ständige Thema Walsers; frei formuliert: wie kommt dieser peinliche Sack bloß immer noch zum Schuss.

Nun ja - vielleicht hat eine durchschnittliche Bella Block - Folge mehr zu bieten, vielleicht nicht. Gutes Mittelmaß zeigt die davonschwimmende Zícke allemal, und, wie viele feststellen, es gibt schöne Bilder in tiefstehender Bodensee-Sonne von attraktiven Garderoben, da lohnt es sich doch, den Roman zur Seite zu legen und den Beamer anzukurbeln - insbesondere, wenn man nicht auf die DVD angewiesen ist, sondern mit etwas Glück den Film vom ZDF in HD aufgezeichnet hat, noch dazu im Originalformat von 2,35:1. Da könnte ja auch mal eine Blu-ray erscheinen.

Selbst bei einem TV-Film wird man heutzutage oft durch mehr Sorgfalt in der Ausarbeitung verwöhnt. Leider nicht leicht zu ertragen: der unsäglich seichte Musikverschnitt, der - versteht sich - ebenfalls "Programm" ist und die Zuschauer ebenso mit der alltäglichen Realität der Geschmacklosigkeit konfrontieren soll wie die unsäglichen Vögel-Kalauer. Als regelmäßiger Martin-Walser-Leser erkennt man jedenfalls den Autor wieder.

Das kann man also mal anschauen, und beim zweiten Mal tut es schon nicht mehr wirklich weh. Wer allerdings glaubt, er bekäme von Walser einen schmerzfreien Gemütsfilm mit Kulturstempel, der hat sich geschnitten.

film-jury 4* A0693 3.8.2011eg Genre: Komödie | Drama
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Wie man an der Bandbreite der Sternverteilung sieht, teilen sich an diesem Film die Geschmäcker. Ich habe die Novelle von Walser nicht gelesen, kann mich also zu der Qualität der Umsetzung nicht äußern. Den Film an sich fand ich allerdings nicht besonders beeindruckend. Die Personen waren mir einfach zu klischeehaft und oberflächlich gezeichnet (ältlicher, langweiliger Studienrat mit frustrierter Gattin trifft auf in die Jahre gekommenen, aber immer noch lebenslustigen, ziemlich überdrehten Luftikus mit junger Geliebten.) Bei dieser Konstellation war der Plot eigentlich vorhersehbar, die Handlungsmotive der einzelnen Personen blieben aber weitgehend schleierhaft bzw. wirkten auf mich nicht authentisch. Das Überkreuz-Techtelmechtel empfand ich als künstlich und aufgesetzt, die (Schlüssel-) Szene mit dem Pferd total überzogen. Da sich für mich keine Spannung aufbaute, interessierte es mich auch nicht besonders, wie sich die Geschichte weiter entwickelte.
.. Und (geläutert)überwand er seine Abneigung gegen das Wasser und schwamm seiner freiheitsuchenden Gattin hinterher ...
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Einfach Genial
Den Film mußten wir auf DVD haben. Wir fahren selbst schon seit vielen Jahren an den Bodensee, witzigerweise an den Drehort des Films und wir waren "zufällig" in Urlaub... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von A. Veltzke veröffentlicht
Eigentlich unbeschreiblich
Einfache und etwas skurrile Story. Interessant, unterhaltend. Alle 4 Hauptdarsteller sind einfach sehr gut. Sehe ich mir immer wieder gerne an.
Veröffentlicht am 15. Februar 2010 von janus2001
zeitgenössische Walser Umsetzung
gut umgesetzer Walser Stoff. Besonders gut ist Katja Riemann als Frau am Scheideweg, aber auch die anderen Mitspieler machen dieses Stück zu einem sehenswerten Film. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Mai 2009 von K. Preuß
Banalisiert bis an die Schmerzgrenze
Natürlich ist es ungerecht, eine Verfilmung an einer -in diesem Fall großartigen- literarischen Vorlage zu messen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. April 2009 von Michael Schropp
Mit der Novelle hat das nicht viel zu tun
Gut gespielt - fürwahr, doch gegen eine derartige (auch inhaltliche) Verdrehung der Novelle ins Plakative können die Schauspieler bei allem Bemühen wirklich nicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2009 von Guivreiz
Tukur & Noethen ...
...spielen genial, retten aber allein den Film nicht!
Zum Inhalt:
Das Ehepaar Helmut und Sabine verbringt schon schon seit Jahren seinen Urlaub am Bodensee. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2008 von dreizwoeinsheinz
Deprimierender Film - schaaade
Schauspielkunst und DVD-Ausstattung sind ok, meine Rezension bezieht sich nur auf die Handlung.
Ich war von dem Film maßlos enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2008 von DVD-Sammler
Der Film ist einfach genial !!!
Wem dieser Film nicht gefällt, der ist selber schuld u. dann hat er oder sie es auch nicht besser verdient !!!
Warum ??? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Juni 2008 von Sina Gerritsen
Ein wunderbarer Film!
Ein wunderbarer Film von Rainer Kaufmann, meiner Meinung nach, sein bester Film bis dato. Die SchauspielerInnen Ulrich Tukor,Ulrich Nöethen, Katja Riemann und die Newcomerin... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juni 2008 von Margret Run Kraus
jammertal
zwei punkte für die glänzende schauspielkunst der hauptdarsteller exkl. katja riemann, die einmal mehr unsäglich bemüht wirkt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juni 2008 von Nero Thal
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