Das Muster der Gangsterbande, in der nach gemeinsamem Pläneschmieden letztlich doch jeder gegen jeden antritt, erweitert Regisseur Ari Ryan um den Dreh, dass er zwei Banden, die nichts voneinander wissen, aufeinander loslässt. Dass beide ausgerechnet zur selben Zeit beim selben Juwelier landen, hat jeweils besondere Gründe. Entsprechend viel Raum nimmt die parallel erzählte Vorbereitung auf den Überfall ein, während der dem Zuschauer einige Figuren wie der naive Loser Paul sympathisch werden, andere wie der zynische Ed eher das Gegenteil. Dabei hält der Rhythmus das Tempo, ohne hektisch zu werden, nimmt sich jedoch nicht die Ruhe, Spannungsmomente aufzubauen. Von den meisten Protagonisten erfährt der Zuschauer mehr als die Komplizen, was durchaus "diebische" Freude macht. :-)
Spaß macht der Film vor allem, weil die Dynamik das ansprechende Ensemble immer in Bewegung hält und das, was er an Spannung nicht ausschöpft durch den Humor über seine ebenso hilflosen wie alternativlosen Helden wettmacht. Wirklich drollig, den angehenden Ganoven bei ihren ausgetüftelten Vorbereitungen zuzusehen. Ryan verteilt nicht immer auf höchstem Niveau, dafür aber umso genüsslicher stichelige Hiebe nach allen möglichen Seiten und nimmt den klassischen Gaunerfilm augenzwinkernd auf die Schippe.
Fazit:
Eine humorvolle, rasante und originelle Gauner-Komödie. Unbedingt zu empfehlen!