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Ein blendender Spion
 
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Ein blendender Spion [Gebundene Ausgabe]

John Le Carré , John le Carré , John LeCarré
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: , (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462017713
  • ISBN-13: 978-3462017717
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,2 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 914.790 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Le Carré
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Magnus Pym, Angehöriger der britischen Botschaft in Wien und dort für Geheimaufträge zuständig, ist spurlos verschwunden. Seine Frau, sein Vorgesetzter und die Londonder Geheimdienststellen werden zunehmend unruhig. Und auch andernorts beginnt man, sich Sorgen zu machen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Autorenporträt

John le Carre, 1931 in England geboren, unterrichtete von 1956 bis 1958 in Eton. Danach Botschaftssekretär. 1964 publizierte er seinen literarischen Erstling, 'Der Spion, der aus der Kälte kam'. Außerdem auf deutsch erscheinen: 'Krieg im Spiegel' und 'Schatten von gestern'. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich weiß absolut nicht, wie ich dieses Buch verstehen soll; da ist ein Mann, der vor seinem eigenen Geheimdienst flüchtet und dabei einen rätselhaften grünen Aktenkasten mitnimmt, während sein langjähriger Freund verzweifelt versucht, ihn zu finden, bevor der amerikanische Geheimdienst dahinter kommt, dass er verschwunden ist.
Erst am Ende des zweiten Kapitels beginnt man zu verstehen: Magnus Pym ist aus Unzufriedenheit mit seinem Leben geflohen, nachdem sein Vater, der, wie man bald erfährt, eine entscheidende Schlüsselrolle in Magnus' Leben gespielt hat, gestorben ist. Nun sitzt dieser Mann in den Fünfzigern in einer sicheren Dachstube bei einer alten Dame und schreibt für seinen Sohn die Geschichte seines Lebens, von der früheren Kindheit bis zu seiner Arbeit als Spion, von den Anfängen seiner verräterischen Tätigkeiten bis zu seiner alles überwindenden Freundschaft mit dem Tschechen Axel.
Nachdem ich das Buch gelesen hatte - es war später Abend - war es mir nicht mehr möglich, zu schlafen. Ich musste einfach darüber nachdenken, wie eine ganz und gar ungewöhnliche Kindheit und die Beziehung zu einem ganz und gar ungewöhnlichen Vater das Leben eines Menschen derart beeinflussen können, dass der Protagonist zum Schluss nur noch einen logischen Ausweg sieht.
Dieses Buch ist schwierig - nicht unbedingt vom Stil her, sondern auf Grund dessen, was hinter ihm steckt. Wie John le Carré im Vorwort zugibt, war dieses Buch für ihn eine Herzensangelegenheit, für die er "Blut und Wasser geschwitzt" habe.
Ich habe das Buch mittlerweile drei Male gelesen und jedes Mal blieb ich mit der Vorstellung einer Welt zurück, die alles in allem nur trist und schwermütig ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich möchte nicht all das wiederholen, was andere Rezensenten hier geschrieben haben. Vor allem wwwpauilgner kann ich mich anschließen. Es ist eine sehr melancholische und auch sehr schöne Geschichte über ein ungewöhnliches Vater-Sohn Verhältnis. Aber daneben geht es auch noch um eine ganz eigenartige Freundschaft zwischen dem englischen Spion und dem tschechischen Doppelagenten Axel. Wer wen anwirbt ist eigentlich nicht zu klären, weil beide sich schon in der Schweiz kennen lernen. Axel ist Magnus Pyms anderes Ich. Sie sind sich ähnlich und doch wieder sehr unterschiedlich. Sie lieben sich mehr, als sie sich hassen und doch wird diese Beziehung Magnus Pym schließlich zum Verhängnis
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von NN TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"The best English novel since the war", nannte Philip Roth dieses Buch - wollen wir hoffen, er irrte. So ein Satz sagt mehr über den Sprecher als das Besprochene.
Le Carrè's Buch ist in Wahrheit nur Mittelmaß, ganz unabhängig von individuellen Vorlieben. Denn was leistet es, muss man sich fragen, zumindest wenn es um mehr als um Unterhaltung geht? Im Grunde genommen versucht er sich an einem großen Entwicklungsroman, der die Geschichte eines Doppelagenten psychologisch durchleuchten soll. Das gelingt auch im ganz konkreten Fall des Magnus Pym, scheitert aber trotzdem im höheren Sinne eben an der Außergewöhnlichkeit der individuellen Biografie Pyms, dessen prägender Vater ein Con man (ein Hochstapler) ist, und der schon deswegen nicht in einem typischen, verallgemeinerungsfähigen Ambiente aufwächst. Eine generelle Psycho-Analyse des Typus "Spion" ist damit von vornherein unmöglich gemacht, stattdessen wird ein massenliteraturtypischer Sensationalismus bedient. Das Schielen auf den Bestsellererfolg lässt sich im Übrigen auch stilistisch nachweisen, insbesondere die oft flachen, aber schnellen
Dialoge scheinen aus dem Sprachvorrat der kommerziellen Literatur zu stammen, aufgepeppt durch Fachvokabular, Slang und Idiosynkrasien; das ständige Saufen, die Übersexualisierung etc. tun ein Übriges. Zieht man dann noch die unnötige Länge in Betracht, die zahlreichen ausufernden Beschreibungen, die oft nichts zum Handlungsgefüge beisteuern und zu aufgesetzt ernsthafte Literatur sein wollen, dann kann das objektive Urteil nur zurückhaltend ausfallen.
Manches spricht allerdings auch für diesen Roman: Da sind in erster Linie die interessanten Einblicke in die Psyche des praktizierenden Agenten. Großartig wird die ständig wachsende und endlich zu große Komplexität des Lügengespinsts deutlich gemacht, die letztlich zur Angreifbarkeit, sprich Doppelagententätigkeit führen muss, selbst wenn es keine ideologischen oder finanziellen Gründe geben mag - hier vor allem ist Le Carrè meisterhaft, da plaudert er glaubhaft aus dem Nähkästchen, dort merkt man ihm die eigene Geheimdiensterfahrung an. Und nicht unterschlagen werden sollen die wirklich gelungenen Szenen, die es auch gibt, bei denen einem das Herz stehen zu bleiben droht.

Rezension bezieht sich auf das englische Buch, eventuelle übersetzerische Probleme konnten also nicht einbezogen werden.
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