Politiker werden oft mit Langeweile assoziiert und als Menschen, die fern von der Realität handeln, eingestuft.
Bei Obama trifft das beides nicht im Geringsten zu. Er ist der Sohn einer weißen Amerikanerin und eines Kenianers. Schon mit zwei Jahren verlässt sein Vater die Familie, dieses Ereignis hat er noch im Erwachsenenalter nicht verarbeiten können. In seiner Autobiographie merkt man das Fehlen eines Vaters, der ihm im Alltag Ratschläge und Wärme gibt. Das Buch ist geprägt von Einsamkeit, Enttäuschungen, Wut aber auch von Hoffnungen und Träumen, von Sehnsüchte und schließlich auch von Freuden und Erfolge.
Das Werk lässt sich in drei Haupteilen einteilen: im ersten Teil erfahren wir von seiner Kindheit, im zweiten von seinem Leben in Chicago und im dritten Teil von seiner Reise nach Kenia.
Im ersten Kapitel erzählt Obama von seiner Kindheit in Hawaii und Indonesien. Hier erleben wir seine wichtigen Bezugspersonen, seine Identitätsschwierigkeiten, das Rassenproblem, zudem noch das Elend in dem Land, wo er drei bis vier Jahre seines Lebens verbracht hat.
Im nächsten Kapitel erhalten wir einen Ausschnitt aus seinem Dasein in Chicago. Dort arbeitete Barry, sein Spitzname übrigens, eine zeitlang als Stadtteilarbeiter. D.h. dass er sich dort um die Probleme und Sorgen der Bewohner gekümmert hat. In Altgeld, südlich von Chigago , gelang ihm eine Bürgerbewegung hervorzubringen, die die Politiker forderten, die Misstände dort zu beseitigen.
Im letzten Haupteil begibt sich Barack auf die Suche nach seinen Wurzeln. In diesem Abschnitt erhalten wir einen Blick in die Lebensumstände der Kenianer. Außerdem wird deutlich, weswegen sein Vater ihn und seine Mutter verlassen hat, um ihn Harvard zu studieren und dann nach Afrika zurückzukehren. Des Weiteren wird die Geschichte der Obamas erläutert, die erfüllt von Hoffnung und Rückschlägen ist.
Barack Obamas Autobiographie hat mich sehr bewegt, zumal sie sehr ermotional geschrieben wurde. Generell gefällt mir sein Stil sehr gut. In nicht wenigen Szenen konnte ich mich mit ihm identifizieren, so z.b werde ich aufgrund meiner Herkunft auch ständig diskriminiert.
Das Buch wird Leuten, die Opfer der Diskriminierung sind, Mut schenken, aber auch mittellosen Personen, deren Zahl stätig steigt.
Der Harvardabsolvent verköpert die Hoffnung einer Nation, die Hoffnung auf ein Wandel in der Politik, sowohl innen als auch außen. Von ihm bin ich fest davon überzeugt, dass Amerika mit ihm als Präsidenten liberaler, friedlicher und sozialer wird. Darum hoffe ich, dass Obama das Rennen machen wird. Es ist Zeit für einen Kurswechsel.