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Ein amerikanischer Traum: Die Geschichte meiner Familie
 
 

Ein amerikanischer Traum: Die Geschichte meiner Familie (Taschenbuch)

von Barack Obama (Autor), Matthias Fienbork (Übersetzer)
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Bis zu seine Ankündigung, er wolle demokratischer Präsidentschaftskandidat werden, kannte kaum jemand außerhalb von Illinois Barack Obama. Dass der Senator aus diesem Bundesstaat schon wenige Monate später als Shooting-Star der Primaries und charismatischer Hoffnungsträger gefeiert wurde, hat das politische Establishment in seinen Grundfesten erschüttert. In seiner Autobiografie erzählt er von seinen ersten 34 Lebensjahren.

Obama ist nicht nur aufgrund seines raschen Erfolgs ein Phänomen. Er ist sperrig und lässt sich nur schwer irgendeinem Lager zuordnen; wenig verwunderlich, dass die amerikanischen Demoskopen regelmäßig in ihren Vorhersagen scheitern. Obama ist schwarz, stammt aber nicht von aus Afrika verschleppten Sklaven ab. Sein Vater kam aus Kenia als Gaststudent in die USA, die Mutter ist eine weiße Amerikanerin aus Kansas. So ist er vielen Schwarzen zu weiß und hat bei den ersten Vorwahlen im "weißen" Iowa demonstriert, dass er eine Mehrheit unter weißen Wählern einfahren kann. Anderen wiederum gilt er wahlweise als neuer Martin Luther King oder J.F. Kennedy.

Obama tritt in einem Land an, das hinsichtlich seiner verschiedenen Ethnien noch immer tief zerissen ist, in dem die Konfliktlinien auch für Insider mitunter schwer verständlich sind. Seine Autobiografie zeigt, wie sich diese Zerrissenheit in dem Werdegang eines Mannes spiegelt, der lange um seine Identität rang. Obamas Autobiografie ist 1995 zum ersten Mal erschienen. Er nennt sie einen "Beitrag zum Verständnis der Rassenprobleme in unserem Land..." Aus ihr lässt sich einiges über die frühen Prägungen des Newcomers erfahren und auch über seine Visionen von einem neuen Amerika. Dass er diese Erinnerungen heute anders schreiben würde, darf als gesichert gelten.

So erzählt er freimütig von studentischen Marathon-Partys mit nächtelangen Diskussionen, jeder Menge Dosenbier und Zigaretten. Es sind Passagen wie diese, die nicht zum klassischen Image eines Präsidentschaftskandidaten passen wollen, die aber etwas Wichtiges leisten: Sie helfen, eine Persönlichkeit zu verstehen, die ihren eigenen, keineswegs immer geraden Weg gegangen ist; die eine juristische Karriere in Harvard begann, dann aber in der armen Chicagoer South Side Bürgeranwalt wurde, sich um die Menschen am Rande der Gesellschaft kümmerte und erst langsam in die Lokal-, Landes- und schließlich nationale Politik hineinwuchs. Entstanden ist eine fast intime Autobiografie, "eine persönliche, innere Reise ... die Suche eines Jungen nach seinem Vater und damit auch nach einem überzeugenden Lebensinhalt für ihn, den schwarzen Amerikaner." --Henrik Flor, Literaturtest -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .



Kurzbeschreibung

Barack Obama verkörpert die weltweite Sehnsucht nach einer Politik des Friedens und der Menschlichkeit. Aufgewachsen unter ärmlichen Verhältnissen in Kenia und Indonesien, musste Barack nach seiner Rückkehr in die USA erleben, wie er wegen seiner Hautfarbe diskriminiert wurde. Dies weckte seinen Ehrgeiz, der ihm zunächst eine glänzende juristische Laufbahn eröffnete und dann seinen furiosen Aufstieg als Politiker der Demokraten begründete. Seit er für das Amt des US-Präsidenten kandidiert, begeistert Obama die Menschen. Wer nun seine Familiengeschichte liest, spürt, dass in ihm auch ein begnadeter Erzähler steckt - und er hat eine große politische Zukunft, egal, ob er ins Weiße Haus einziehen wird oder nicht. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Absolut lesenwert, 12. Juni 2009
Barack Obama's Buch ist absolut lesenswert. Es beschreibt die Kindheit Obamas, die Arbeit in Chicagos Vorstädten, und den Besuch in Kenia, bei dem Obama seine Identität findet.

Auch wenn Obama nicht zum US-Präsidenten gewählt worden wäre, wäre das Buch äußerst interessant, weil ich zum ersten Mal gesehen habe, worin die Schwierigkeit der schwarzen Bevölkerung in den USA besteht: Selbst wenn sämtliche Diskriminierung in den USA aufgehoben würde (auch die unsichtbare), so wären die USA doch eine weiße Gesellschaft, von Weißen für Weiße gemacht. Die Schwarzen müßten sich anpassen, und das wollen sie nicht, vielmehr wollen sie ihre eigene schwarze Gesellschaft. Das war für mich die überraschende Hauptaussage des Buches. Auch die Tatsache, daß Obama, der 50% weiß ist, sich zu 100% als Schwarzer sieht, war überraschend, aber wahrscheinlich nur eine Reaktion auf die Haltung der anderen Menschen, die ein Mischling in den USA tagtäglich erlebt.

Die Tatsache, daß der damals unbekannte Autor nun US-Präsident ist, macht die persönlichen Details noch viel interessanter. Überrascht war ich über den unsteten Lebenswandel von Obamas Eltern. Der Vater hatte 6 Kinder mit 4 verschiedenen Frauen (wovon 2 Kinder evtl. gar nicht von ihm stammen), die Mutter hatte 2 Kinder mit 2 verschiedenen Männern (wobei nie von Scheidung gesprochen wird). Durch die westlich monogam geprägte Brille würde man solche Verhältnisse als "Sodom und Gomorrha" betrachten, doch für Afrikaner und insbesondere afrikanische Moslems scheint das normal zu sein, und alle Halbgeschwister verstehen sich blendend, auch wenn sie sich nach 20 Jahren zum ersten Mal sehen. Der Familienzusammenhalt scheint jedenfalls besser zu sein als in manchen klassischen westlichen Familien.

Erstaunlich auch, wie offen Obama über seine Selbstzweifel spricht (wahrscheinlich hätte er sich seine spätere Bekanntheit beim Schreiben des Buches nie träumen lassen), aber auch darüber, daß er als Jugendlicher gekifft hat und betrunken Auto gefahren ist. Erstaunlich auch, daß diese offenen Bekenntnisse nicht stärker im Wahlkampf 2008 von der Gegenpartei ausgenutzt wurden, wo doch schon die Trunkenheit am Steuer von Bushs Tochter ein Skandal war. Vielleicht wollte man die Rassismus-Falle umgehen ... ?!

Die Übersetzung ist gut gelungen, man wird durch den deutschen Text gefesselt, und doch kommt die gewählte Ausdrucksweise von Obama auch in der deutschen Übersetzung zum Tragen. Über einige kleine Fehler bei der Übersetzung ("Funny Farm" bedeutet "Irrenhaus", nicht "Verrückte Farm") kann man hinwegsehen.
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die Familiengeschichte eines US-Präsidenten, 6. Mai 2009
Von Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
"Ein amerikanischer Traum" verkörpert einen besonderen Charme, das Buch ist aufrichtig und verträumt, eine fast romanartige Suche nach Herkunft und Identität. Da es noch vor Beginn der wirklich politischen Karriere Barack Obamas entstanden ist, ist es wahrscheinlich auch erheblich authentischer und näher am "wahren Obama" dran, als alles was nach 2004 kam. Indes bleibt das Buch in vielerlei Hinsicht sehr schwammig, was es als Biografie zwar sein darf, aber enttäuschend wirken lässt, wird doch allein das afroamerikanische und liberale Erbe Obamas behandelt, was ihn allein aber noch nicht ausmacht. Was fehlt ist das Leben fern der Suche nach sich selbst, die nackten Fakten, auch jene über Leben und Liebe. Fakt ist, obwohl 1995 erschienen, behandelt das Werk nur Obamas Leben bis 1988 und konzentriert sich dabei vor allem auf die kulturellen und familiären Aspekte, wobei vieles außen vor bleibt, etwa seine Jahre in und nach Harvard.

Ist man vom oft ausschweifenden und blumigen Stil des US-Präsidenten nicht ganz hin und hergerissen, ja wünscht man sich ab und zu, vielleicht etwas konkretere Informationen über Obamas Leben, man könnte enttäuscht sein. Das heisst nicht, Obamas Werk wäre nicht authentisch, denn genau das ist es. Gefühle, Gedanken, Einsichten, Obama vermittelt sie hervorragend, nichtsdestoweniger ist es die Synthese aus dieser emotionalen Tiefgründigkeit und einer kaum beachteten biografischen Oberflächlichkeit, aufgrund derer man sich klar sein sollte, dass Obamas "Autobiografie" in vielerlei Hinsicht den gängigen Vorurteilen entspricht. Inhaltliche Unausgewogenheit, viele Anekdoten, übermäßige Betonung von bestimmten Handlungssträngen und all das als Folge der Vorgabe, des Titels und dieser ist im Original eben "Dreams from My Father: A Story of Race and Inheritance".

Das Ergebnis ist eine Biografie, wie man sie von Barack Obama eben erwartet. Wortgewaltig und doch träumerisch, eine Suche nach dem Erbe eines Mannes den er nie kannte, dessen Idealen er sich aber irgendwie trotzdem verpflichtet fühlt. Die daraus resultierende Unterordnung des "Lebenslaufs-Teils" unter die "Identitätssuche" muss man jedoch schlucken, genauso wie die fehlenden 7 Jahre zwischen der Kenia-Reise 1988 und dem Erscheinungsdatum 1995, diese passten nicht mehr ins Konzept. Ebenso wenig erfährt man über politische Zielsetzungen oder Persönliches, sofern letzteres nicht mit der Suche nach sich selbst oder Kindheitserinnerungen zu tun hat. Was unterm Strich bleibt sind 90% Roman über die Suche nach den Wurzeln und 10% Biografie, die es auf mehrere 100 Seiten ausgedehnt sicher bald in den ersten Barack H. Obama-Biografien nachzulesen gibt. Einzig der Bonus, dass das Werk von Obama selbst geschrieben ist und viele der Quellen die er dazu nutzen konnte, bereits verstorben sind, können es langfristig von den Werken Dritter abheben.

Fazit:
Auch inhaltlich etwas verträumt und ganz eindeutig Obamas Stil entsprechend, eine fast romanartige und vor allem sehr authentische, gefühlsbetonte Autobiografie über die Suche nach einer Antwort auf die Frage "Wer bin ich?".
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die Beschreibung der Wurzeln, 10. Juni 2009
Von Katrin Schmuecker "ks" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Obama umschreibt sehr umfassend und detailreich sein Leben bis in die späten 80 er Jahre von seiner Kindheit an. Seine Weise zu erzählen gibt dem Leser die Fähigkeit sich in ihn hineinzuversetzen, das gefällt mir ganz gut. Seine Zerissenheit bis zum Schluss des Buches in Bezug auf seine Herkunft lässt einen zuerst skeptisch werden wie er auf seinem weiteren Lebensweg "plötzlich" so strebenswert wird. Immer wieder beschreibt er wie er sich durch sich selbst blockiert. Kann man es wirklich lernen diese Angewohnheit abzulegen wenn er mal überhaupt gar nicht so läuft wie man es plant? An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir eine Jahresangabe gewünscht. Das ganze Buch war ich gepsannt wann er Michelle kennenlernen wird, diese wird aber nur auf den letzten Seiten erwähnt und leitet in die Gegenwart ein,der politisch wird. Alles in allem lesenswert.
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3.0 von 5 Sternen Aussagekräftig und entlarvend
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5.0 von 5 Sternen ein prima Geschenk
Ich habe das Buch selbst gelesen und berreits 2-mal verschekt.
Das war eine gute Idee und alle haben sich gefreut.
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Yes, we can. Ja, wir können alle dieses Buch lesen. Unbedingt.

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