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Ein amerikanischer Traum: Die Geschichte meiner Familie Taschenbuch – 1. Mai 2009


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Bis zu seine Ankündigung, er wolle demokratischer Präsidentschaftskandidat werden, kannte kaum jemand außerhalb von Illinois Barack Obama. Dass der Senator aus diesem Bundesstaat schon wenige Monate später als Shooting-Star der Primaries und charismatischer Hoffnungsträger gefeiert wurde, hat das politische Establishment in seinen Grundfesten erschüttert. In seiner Autobiografie erzählt er von seinen ersten 34 Lebensjahren.

Obama ist nicht nur aufgrund seines raschen Erfolgs ein Phänomen. Er ist sperrig und lässt sich nur schwer irgendeinem Lager zuordnen; wenig verwunderlich, dass die amerikanischen Demoskopen regelmäßig in ihren Vorhersagen scheitern. Obama ist schwarz, stammt aber nicht von aus Afrika verschleppten Sklaven ab. Sein Vater kam aus Kenia als Gaststudent in die USA, die Mutter ist eine weiße Amerikanerin aus Kansas. So ist er vielen Schwarzen zu weiß und hat bei den ersten Vorwahlen im "weißen" Iowa demonstriert, dass er eine Mehrheit unter weißen Wählern einfahren kann. Anderen wiederum gilt er wahlweise als neuer Martin Luther King oder J.F. Kennedy.

Obama tritt in einem Land an, das hinsichtlich seiner verschiedenen Ethnien noch immer tief zerissen ist, in dem die Konfliktlinien auch für Insider mitunter schwer verständlich sind. Seine Autobiografie zeigt, wie sich diese Zerrissenheit in dem Werdegang eines Mannes spiegelt, der lange um seine Identität rang. Obamas Autobiografie ist 1995 zum ersten Mal erschienen. Er nennt sie einen "Beitrag zum Verständnis der Rassenprobleme in unserem Land..." Aus ihr lässt sich einiges über die frühen Prägungen des Newcomers erfahren und auch über seine Visionen von einem neuen Amerika. Dass er diese Erinnerungen heute anders schreiben würde, darf als gesichert gelten.

So erzählt er freimütig von studentischen Marathon-Partys mit nächtelangen Diskussionen, jeder Menge Dosenbier und Zigaretten. Es sind Passagen wie diese, die nicht zum klassischen Image eines Präsidentschaftskandidaten passen wollen, die aber etwas Wichtiges leisten: Sie helfen, eine Persönlichkeit zu verstehen, die ihren eigenen, keineswegs immer geraden Weg gegangen ist; die eine juristische Karriere in Harvard begann, dann aber in der armen Chicagoer South Side Bürgeranwalt wurde, sich um die Menschen am Rande der Gesellschaft kümmerte und erst langsam in die Lokal-, Landes- und schließlich nationale Politik hineinwuchs. Entstanden ist eine fast intime Autobiografie, "eine persönliche, innere Reise ... die Suche eines Jungen nach seinem Vater und damit auch nach einem überzeugenden Lebensinhalt für ihn, den schwarzen Amerikaner." --Henrik Flor, Literaturtest -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Ein hinreißend persönliches und ausgesprochen politisches Buch, und eben nicht das Buch eines Politikers."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von apollo11 am 12. Juni 2009
Format: Taschenbuch
Barack Obama's Buch ist absolut lesenswert. Es beschreibt die Kindheit Obamas, die Arbeit in Chicagos Vorstädten, und den Besuch in Kenia, bei dem Obama seine Identität findet.

Auch wenn Obama nicht zum US-Präsidenten gewählt worden wäre, wäre das Buch äußerst interessant, weil ich zum ersten Mal gesehen habe, worin die Schwierigkeit der schwarzen Bevölkerung in den USA besteht: Selbst wenn sämtliche Diskriminierung in den USA aufgehoben würde (auch die unsichtbare), so wären die USA doch eine weiße Gesellschaft, von Weißen für Weiße gemacht. Die Schwarzen müßten sich anpassen, und das wollen sie nicht, vielmehr wollen sie ihre eigene schwarze Gesellschaft. Das war für mich die überraschende Hauptaussage des Buches. Auch die Tatsache, daß Obama, der 50% weiß ist, sich zu 100% als Schwarzer sieht, war überraschend, aber wahrscheinlich nur eine Reaktion auf die Haltung der anderen Menschen, die ein Mischling in den USA tagtäglich erlebt.

Die Tatsache, daß der damals unbekannte Autor nun US-Präsident ist, macht die persönlichen Details noch viel interessanter. Überrascht war ich über den unsteten Lebenswandel von Obamas Eltern. Der Vater hatte 6 Kinder mit 4 verschiedenen Frauen (wovon 2 Kinder evtl. gar nicht von ihm stammen), die Mutter hatte 2 Kinder mit 2 verschiedenen Männern (wobei nie von Scheidung gesprochen wird).
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70 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Templer am 19. Februar 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Bücher von Politiker sind meistens langweilig und zäh. Bücher von amerikanischen Politikern sind hier keine Ausnahme. Hillary Clinton lieferte für ihr Machwerk 596 Seiten, ihr Ehemann Bill Clinton 1064 Seiten - aber beide Werke ("Making History" und "My life") langweilten mich von Anfang bis Ende.

Barack Obamas Buch ist hier genauso eine löbliche Ausnahme wie auch er eine löbliche Ausnahme unter den Politikern ist.
"Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie." ist pures Lesevergnügen und ein rundherum gelungenes Buch.

Barack Hussein Obama, Jr. wurde am 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii geboren. Sein Vater war Afrikaner, seine Mutter ist US-Amerikanerin. Er studierte Rechtswissenschaft, trat der Demokratischen Partei bei und gewann die Wahl zum Senator von Illinois. Er wurde damit 2004 erst der fünfte afroamerikanische Senator der amerikanischen Geschichte.
Seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2008 wurde zuerst belächelt, erst nach der gewonnen Vorwahl in Iowa wurde er ernst genommen. Damals hat mich seine beeindruckende Rede überzeugt.
Noch nie hörte ich einen Präsidentschaftskandidaten so klar seine Position beziehen, sich gegen die Erdölindustrie wenden (!!!), für das Volk gegen die Reichen, gegen die US-Politik des Schwarz/Weiss Schemas usw.
Wer sich selber eine Meinung bilden will dem rate ich sehr den folgenden link anzuschauen:
[...]

Obama schildert in diesem Buch auf sehr intime Weise seine Identitätssuche. Eine Trennung zwischen Politk und Person findet nicht statt, das Buch erweckt dadurch den Eindruck Obama als Privatperson = Obama als Politiker.
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84 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Tien am 4. Mai 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Politiker werden oft mit Langeweile assoziiert und als Menschen, die fern von der Realität handeln, eingestuft.
Bei Obama trifft das beides nicht im Geringsten zu. Er ist der Sohn einer weißen Amerikanerin und eines Kenianers. Schon mit zwei Jahren verlässt sein Vater die Familie, dieses Ereignis hat er noch im Erwachsenenalter nicht verarbeiten können. In seiner Autobiographie merkt man das Fehlen eines Vaters, der ihm im Alltag Ratschläge und Wärme gibt. Das Buch ist geprägt von Einsamkeit, Enttäuschungen, Wut aber auch von Hoffnungen und Träumen, von Sehnsüchte und schließlich auch von Freuden und Erfolge.
Das Werk lässt sich in drei Haupteilen einteilen: im ersten Teil erfahren wir von seiner Kindheit, im zweiten von seinem Leben in Chicago und im dritten Teil von seiner Reise nach Kenia.

Im ersten Kapitel erzählt Obama von seiner Kindheit in Hawaii und Indonesien. Hier erleben wir seine wichtigen Bezugspersonen, seine Identitätsschwierigkeiten, das Rassenproblem, zudem noch das Elend in dem Land, wo er drei bis vier Jahre seines Lebens verbracht hat.

Im nächsten Kapitel erhalten wir einen Ausschnitt aus seinem Dasein in Chicago. Dort arbeitete Barry, sein Spitzname übrigens, eine zeitlang als Stadtteilarbeiter. D.h. dass er sich dort um die Probleme und Sorgen der Bewohner gekümmert hat. In Altgeld, südlich von Chigago , gelang ihm eine Bürgerbewegung hervorzubringen, die die Politiker forderten, die Misstände dort zu beseitigen.

Im letzten Haupteil begibt sich Barack auf die Suche nach seinen Wurzeln. In diesem Abschnitt erhalten wir einen Blick in die Lebensumstände der Kenianer.
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