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Ein Zug aus Eis und Feuer: Mit Mano Negra durch Kolumbien
 
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Ein Zug aus Eis und Feuer: Mit Mano Negra durch Kolumbien [Broschiert]

Ramon Chao , Andrea Scheunert
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 219 Seiten
  • Verlag: Edition Nautilus; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894015640
  • ISBN-13: 978-3894015640
  • Originaltitel: Un train de glace et de feu
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 166.283 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ramón Chao
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ramón Chao gelingt in seinem ungewöhnlichen Roadbook das Kunststück, ein vom Bürgerkrieg und politischen Interessen zerrissenen Land ins seinem ganzen Elend und seinem ganzen menschlichen Reichtum und utopistischen Potential zu porträtieren. Ein Zug aus Eis und Feuer ist ein Buch, das die Weltsicht des Lesers ebenso nachhaltig zu verändern vermag, wie diejenigen, die diese Reise tatsächlich auf sich genommen haben.« (Jüdische Zeitung)

»Auch wenn die Aufzeichnungen schon 15 Jahre alt sind, ist das Buch auch heute noch ein extrem lesenswerter Bericht über eine Unternehmung, die trotz großer Schwierigkeiten dank Idealismus und Herzblut ein Erfolg wurde.« (Dominik Zimmer, Lateinamerika Nachrichten)

»Dank Ramón Chaos schriftstellerischem und journalistischen Können ist das Buch aber viel mehr als ein herkömmlicher Reisebericht. Lohnen wird sich die Lektüre nicht nur für Fans von Manu Chao, auch jene, die etwas mehr über die Verhältnisse in Kolumbien erfahren wollen, sollten sich das Buch vornehmen. Nicht zuletzt gibt es hier mit Ramón Chao einen Erzähler zu entdecken, der hierzulande noch weitgehend unbekannt ist.« (Markus Klip, Radio Palmares, FRAP Freies Radio Paderborn)

Kurzbeschreibung

»Je öfter ich in Südamerika bin, desto mehr habe ich das Bedürfnis wieder hinzufahren, weil ich jedes Mal merke, wie wenig ich darüber weiß. Schon für Südamerika allein bräuchte ich vier Leben ...« Manu Chao Andere Bands mögen von Stadt zu Stadt jetten und in Hotels leben davon halten Manu Chao und seine damalige Band La Mano Negra gar nichts: Im eigenen, aus Schrottteilen zusammengebastelten Zug durchqueren sie mit einer Gruppe französischer, kolumbianischer und brasilianischer Künstler trotz Warnungen wegen vieler Morde und Entführungen das ländliche Kolumbien. Auf einer Bahnstrecke, die längst nicht mehr befahren wird und so ManuChao Manu Chao und ein Teil der Truppe auf dem Dach des Zuges manche Entgleisung verursacht, kommen sie mit der rasanten Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern voran. Auf ihren kostenlosen Konzerten treffen sie auf Bauernfamilien, Heimatlose, Drogendealer, Militärs und Guerilleros, werden mit Hitze und Krankheiten, fehlender Nahrung und Wassermangel, mit Begeisterung und Gastfreundschaft konfrontiert. Hier entsteht das vierte Mano Negra-Album Casa Babylon, und hier beginnt Manu Chaos Leidenschaft fürs Reisen. Der Bericht von Ramón Chao über diese wahnwitzige Fahrt durch das Tal des Rio Magdalena ist lakonisch, aber auch bunt und schillernd. Er beobachtet die Künstler im Alter seines Sohnes mit sympathisierender Distanz. Zusammen folgen sie den Spuren von Marquez' 100 Jahre Einsamkeit und durchstehen ein unvergessliches Abenteuer.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Bauer
Format:Broschiert
Eine Anforderung stellte Manu Chao an seinen Vater Ramon als Chronisten: das Buch sollte Lateinamerika, Kolumbien und den Zug aus Feuer und Eis, nicht jedoch Manu Chao oder Mano Negra in den Vordergrund stellen.

Insofern täuscht der Titel. Natürlich war Mano Negra wichtig für den Zug und Manu wahrscheinlich besonders. Doch nachdem drei der Mitglieder von Mano Negra die Reise abbrechen, sind es eigentlich die French Lovers, welche die Musik zur Reise machen - zusammen mit Manu und dem "Rest" von Mano Negra.

So kommt es, dass man in "Ein Zug aus Eis und Feuer" nicht auf jeder Seite etwas über Manu oder "seine" Band Mano Negra liest.
Vielmehr versucht der Autor, den Geist Kolumbiens, seine Kultur und die Menschen, "einzufangen" und dem Leser näherzubringen. Und das gelingt Ramon Chao gut, verdammt gut.

Es ist wie ein Puzzle, das sich über das gesamte Buch hinstreckt und dem Leser Stück für Stück die Kultur Kolumbiens und Lateinamerikas sowie die Mentalität seiner Bewohner nahe bringt und die Problematik, die Fatalität des Bürgerkrieges und der Lebensbedingungen darstellt.

Dabei dient der Zug aus Eis und Feuer nicht etwa nur als Rahmenhandlung. Auch die Geschichte um den Zug aus Eis und Feuer, die im Mittelpunkt der Handlung steht, bleibt bis zuletzt interessant und spannend. Was kann es verrückteres geben, als mit einer Gruppe völlig durchgeknallter Künstler durch ein Gebiet des Bürgerkrieges, den nicht einmal die kriegsführenden Parteien selbst verstehen, zu reisen?

Aber nicht nur der Bürgerkrieg sorgt für Spannung, sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Gruppe - und mit der einheimischen Bevölkerung-, deren sich auch "der Chronist" nicht entziehen kann. Deutlich merkt man zu Ende des Buches, wie sehr der - altersmäßig sehr aus der Reihe fallende - Autor die ganze Gruppe ins Herz schließt.

Durch die persönliche Nähe zu den Protagonisten und das warmherzige Einfühlungsvermögen gegenüber den Kolumbianern gelingt Ramon Chao ein unvergleichlicher Einblick in die Kultur des Landes - und die der durchgeknallten französischen, spanischen, kolumbianischen, brasilianischen und argentinischen Künstler!

Ein Buch, welches nicht nur alle Fans von Mano Negra und Manu Chao, sondern vor allem auch alle an Kolumbien und Südamerika Interessierten, begeistern wird!

Martin Campesino
War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Macacofan
Format:Broschiert
Für alle Manu Chao Fans ist dieses toll geschriebene Buch Pflicht. Irgendwo wurde diese Reise als Initialzündung für Manu Chaos Reisesucht bezeichnet und ich verstehe warum. Oft meint man, bei der Reise dabei gewesen zu sein. Nebenbei lernt man noch viel über Kolumbien.
Geht echt unter die Haut.
Unbedingt lesen!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein lebhafter Reisebericht 30. August 2009
Von Amarczon
Format:Broschiert
Ramon Chao - Ein Zug aus Eis und Feuer - Mit Mano Negra durch Kolumbien

In den Achtzigerjahren waren Mano Negra eine der wichtigsten französischen Rockbands, die mit ihrem eigenen Musikstil, Patchanka, Fans auf der ganzen Welt begeisterten. Einer besonderen Popularität erfreute sich die Band von Frontmann Manu Chao vor allem in Süd- und Mittelamerika. Dorthin verschlug es die Band einmal mehr im Jahr 1992 zu ihrer Cargo '92 Tournee, als sie den Menschen in Hafendörfern und 'Städten neben Musik auch ein Frachtschiff brachten, in dem diese Ausstellungen und Installationen zur französischen Kultur bewundern konnten. Umsonst, versteht sich.
Ein Jahr später sollte dies noch einmal getoppt werden. Die Band schloss sich mit verschiedenen anderen französischen Künstlern zusammen, und, finanziell gefördert vom Kultusministerium der französischen Regierung und oftmals aus der eigenen Tasche, machte sich auf den Weg nach Kolumbien. Dort wollten sie auf einem Zug von Santa Marta an der Nordküste bis nach Bogotá im Herzen des Landes fahren, und auf dem Weg in möglichst vielen kleinen Dörfern halt machen. Den Dorfbewohnern brachten sie dann neben Musik von Mano Negra und den French Lovers auch Zirkusartisten, Capoeiratänzer, eine Show mit künstlichem Schnee, einem Eisbären und einem feuerspeienden Drachen und kleinere Eiskunstwerke. Einen kostenlosen Zirkus, mitten in kleinen abgelegenen Dörfern eines vom Bürgerkrieg zerrissenen Landes.

Kolumbien befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits seit 40 Jahren im Bürgerkrieg und wurde von Paramilitärischen Truppen der Regierung und der Drogenkartelle sowie den Guerillas kontrolliert. Den Menschen in den kleinen abgelegenen Dörfern blieb meist fast nichts mehr zu leben, und als die Bahngesellschaft schließlich auch noch der Korruption zum Opfer fiel, verloren sie zudem den Anschluss an den Rest des Landes. Um zumindest dagegen zu protestieren, und für die Eisenbahn zu werben, veranstaltete das Künstlerkollektiv um Mano Negra die hier beschriebene Eisenbahn-Tournee durch die Dörfer. Der Zug bestand aus einer uralten Lok mit einigen Waggons, die allesamt von freiwilligen Künstlern soweit instand gesetzt wurden, dass sie zumindest diese eine Fahrt mit hoher Wahrscheinlichkeit bewältigen konnten. Die Attraktionen auf dem Zug wurden ebenso von freiwilligen Künstlern gestaltet und installiert. So ausgestattet startete die Karawane mit knappen 20 km/h über die kaputten und alten Gleise, regelmäßige Entgleisungen inbegriffen.

Von der kolumbianischen Seite wurde die Erlaubnis für dieses Unternehmen nur sehr ungern gegeben. Weniger, weil es sich um einen indirekten Protest gegen die Regierung handelte, sondern weil das Überleben der Künstler nicht einmal annähernd gesichert werden konnte. Dennoch stellten sich die Gefahren durch Guerilla und Militärs letztlich als sekundär für den Erfolg der Tournee heraus. Viel mehr sollten der Stress und die Anstrengungen zu Problemen innerhalb der Gruppe sorgen, und die mangelnde Versorgung mit allem, was für Verpflegung und Instandhaltung der Maschinerie, sowie mit Geld zu großen Problemen führen.

Ramon Chao, Vater von Manu Chao, Journalist und Autor begleitete den "Zug aus Eis und Feuer" ebenfalls auf dieser Tournee. Als Chronist war es seine Aufgabe alles festzuhalten, was die Künstler erleben sollten. Dies tat er gewissenhaft, und veröffentlichte schließlich das Buch "Ein Zug aus Eis und Feuer - Mit Mano Negra durch Kolumbien". In diesem sind die beiden Monate der Tournee in Tagebuchform festgehalten, zudem gibt es einige Fotos. Das Buch ist einfach zu lesen, was eine der Hauptbedingungen Manu Chaos dafür war, dass Ramon an der Tour teilnehmen durfte, und enthält neben der immer interessant, manchmal spannend, manchmal lustig geschilderten Reise, auch einige Hintergrundinformationen über die politische und gesellschaftliche Situation Kolumbiens. Insgesamt also ein lebhafter Reisebericht über ein verrücktes Projekt einer Gruppe idealistischer Künstler.
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