Der Roman folgt einem Bild und sechs seiner Besitzerinnen durch ein Jahrhundert. Das Geheimnis, weshalb das Bild in Bann zieht? Vielleicht lenkt es durch seine Schlichtheit seine Besitzerinnen auf das Eigene, was in ihren aufwühlenden Lebenssituationen gerade fehlt.
Gwen:
Paris 1907. Die walisische Malerin Gwen John (1876-1939) malt das Bild in der Schlussphase ihrer Verbindung zu Auguste Rodin. "Sie kämpfte weiter darum, dem Zimmer zu entsprechen ….. das so war, wie er sie haben wollte." Die Malerin schenkt das Bild einer Freundin vor deren Rückreise nach London.
Charlotte:
Durch Gepäckverwechslung gelangt das Bild zu der jungen Charlotte, die in ihrer Familie als "überaus klug und überaus reizlos und überaus eigenartig" gilt. Das Bild zieht sie in Bann, bedeutet ein Versprechen für die Zukunft, ein Gefühl der freudigen Erwartung. Während einer Kunstreise mit Ihrem Vater nach Italien wird das Bild bei einem Einbruch im Londoner Zuhause gestohlen.
Stella:
Cornwall 1920. Alan kehrt nach dem Krieg verwundet zurück. Als Geschenk für Stella kauft er auf dem Straßenmarkt in London ein kleines Bild. Erinnert es ihn an Charlotte, mit der ihn vor dem Krieg eine kurze Freundschaft verband? In seinem Cottage in Cornwall lebt er mit Stella, der früheren Krankenschwester. Alans misstrauische Verbitterung und Stellas emotionale Labiltät zerreiben die Beziehung. Stella tauscht in Conrads Töpferei das Bild gegen Bargeld, um eigene Wege gehen zu können.
Lucasta:
1945. Lucasta, Ginnys und Conrads Tochter, lebt nach dem Tod ihrer Eltern in Alans früherem Cottage. Nach dem Krieg wird Lucasta Assistentin in Charlottes Kunstgalerie. Sie bezieht eine Dachwohnung in dem alten Elterhaus ihrer Galeriebesitzerin. Gelangt das Bild dort nach 35 Jahren auf seinen früheren Platz? Nach einer Affäre mit einem ihrer Porträtkunden, Paul Mortimer, schenkt Lucasta ihm zum Abschied das kleine Bild.
Ailsa:
London, 80er Jahre. Während ihrer Ehe hatte Ailsa sich vordergründig mit Pauls Affäre arrangiert. Nach seinem Tod lässt das kleine Bild sie nicht los: Neben Fragen über ihren Mann erleichtert es Ailsa auch, sich freizumachen für ihr neues Leben.
Gillian:
London 2005. Ailsas Enkelin sucht das ehemalige Haus der Familie Mortimer auf und sieht das Bild bei Madame Verlon. In Paris - der Stadt, wo vor fast 100 Jahren das Bild gemalt wurde - führt der Zufall Madame Verlon und Gillian erneut zusammen. Das Buch schließt mit dem Vermächtnis, das Bild möge bei weiteren Frauen weiterleben.