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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Interessanter historischer Reisebericht!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ein Winter auf Mallorca. (Taschenbuch)
Die Schriftstellerin George Sand reiste Mitte des 19.Jhdts. zusammen mit ihrem Freund Frederic Chopin aufs damals touristisch unerforschte Mallorca, ums sich als Fremde in einem damals ungehobelten, rauhen und gastunfreundlichen Landstrich wiederzufinden. Mit Witz, Esprit und der typischen Arroganz der damaligen Oberklasse erzählt sie über die Geschichte, Kultur, Verhaltensweisen und sozialen Riten der armen Bauern und reichen Edelleute auf der Insel, bis sie nach einem harten Winter überstürzt das Land verlassen musste. Im typischen Sprachstil des vorletzten Jahrhunderts und mit zu vielen Abschweifungen in intellektuelle Gefilde versehen, ist des Reisebuch dennoch unterhaltsam, lesbar und vor allem für Mallorca-Fans mit dem einen oder anderen Deja-vu versehen, die auch nach knapp zweihundert Jahren immer noch den Reiz der Urlaubsinsel ausmachen. Lohnt sich!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wenig Chopin, viel Mallorca,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ein Winter auf Mallorca: Tage mit Frederic Chopin (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Eine amüsant geschriebene, von französischen Esprit sprudelnde Darstellung des Winters 1838, als George Sand mit ihren beiden Kindern Solange und Maurice sowie dem damaligen Geliebten Chopin aus Gesundheitsgründen eine Reise auf die Mittelmeerinsel unternehmen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten eine Unterkunft in Palma zu finden (vor allem, weil der kranke Chopin als angeblicher Schwindsüchtiger die Bevölkerung in Unruhe versetzt), findet die kleine Patchwork-Familie Platz in einem verlassenen Karthäuserkloster. Dort leben sie zwei Monate unter widrigsten Umständen (schlechtes Wetter, ablehnende Bevölkerung, primitive Unterbringung), um dann wieder ins heimische Paris aufzubrechen. Ein Winter auf Mallorca ist ein klassischer Reisebericht, der Beobachtungen über Sitten und Gebräuche der Mallorchiner mit kleinen Abhandlungen zu Geschichte der Insel sowie zu Flora und Fauna der Insel verbindet. Wer allerdings genauere Informationen zu Fréderic Chopin erwartet, wird enttäuscht sein, nur an wenigen Stellen wird auf die Krankheit des stets mit "unser Kranker" betitelten Chopin eingegangen. Dennoch sei das Buch Kulturreisenden der Insel wärmstens empfohlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Reisetagebuch aus der frühen Neuzeit, amüsant und lehrreich,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ein Winter auf Mallorca. (Taschenbuch)
Ein Reisetagebuch aus dem November 1838. Die Autorin schreibt über ihre Reiseerlebnisse auf der Balearen-Insel aus der Sicht einer Französin. Dabei kommen die Mallorquiner nicht allzu gut weg. Plumpe, stumpfsinnige und fremden- abweisende Bauern (Schweinezüchter), die bauernschlau überwiegend auf ihr eigenes Wohl bedacht sind. In detailverliebter, fast redundanter Sprache des frühen 19. Jahrhunderts, mit belustigenden, uns oft fremdartigen Vokabeln erfährt man einiges über Gegend, Baustil, Infrastruktur, spanische Kriege auf dem Festland, Essen, Schweinezucht und Schweineknappheit (aufgrund der Kriege), Karnevalsbräuche, Klima und klösterliches Leben, speziell in der Kartause Valdemossa. Die Reisebegleitung, Frédéric Chopin, mit dem Sie unverheiratet, in wilder Partnerschaft dort lebt, wird quasi gar nicht erwähnt. Kein spannendes Buch aber amüsant und lehrreich.
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