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Ein Tagwerk Leben: Erinnerungen einer Magd [Taschenbuch]

Dora Prinz , Sabine Eichhorst
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

10. Januar 2011
Ein Leben wie aus einer anderen Zeit: Als Magd erträgt Dora Prinz viel – harte Arbeit und die Willkür der Bauern prägen ihren Tag. Aber sie lässt sich nicht brechen, dafür ist sie zu stolz. Eine Geschichte von der Weisheit einer alten Frau, die trotz allem sagt: Schöner hätte es nicht sein können, das Leben.

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Ein Tagwerk Leben: Erinnerungen einer Magd + Niemands Mutter: Eine wahre Geschichte + An der Hand meiner Schwester: Zwei Mädchen im kriegszerstörten Deutschland
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (10. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426782251
  • ISBN-13: 978-3426782255
  • Originaltitel: Ein Tagwerk Leben
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 95.803 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

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5.0 von 5 Sternen Ein großes Leben 17. Mai 2009
Format:Gebundene Ausgabe
In Zeiten wie diesen sollte man ein Buch wie 'Ein Tagwerk Leben' unbedingt lesen. Mit einer klaren, einfachen, aber sehr eindringlichen Sprache wird hier ein Leben aufgerollt wie wir es heute nicht mehr kennen. Dora , die als junges Mädchen in Dienst zu einem Bauern geht, lehrt uns wie sie als Magd unter ihren Dienstherren Würde und Stolz bewahrt. Die wenigen Dinge , die sie besitzt, ein paar Kleider , Schuhe, etwas Aussteuer haben für sie wenig Bedeutung. Es zählt die Beziehung, die Anerkennung durch die Bäuerin , den Bauern, die die harte Fron des landwirtschaftlichen Lebens erträglich machen können ' und die sie doch nicht immer erhält, obwohl sie all ihre Kraft und ihre Hingabe den ihr gestellten Aufgaben schenkt. Sie kennt nichts anderes als die harte Arbeit, die sie ohne Murren tagtäglich verrichtet. Die Kühe melken, misten, schwere Güllewagen lenken, all das meistert sie auch ohne die Hilfe von Knechten, die sich oft mehr rausnehmen als ihnen zusteht und die anerzogene klaglose Haltung einer jungen Frau, die damals üblich war, ausnutzen. Dora zieht daraus ihre Schlüsse: die Übergriffe der Männer auf sie selbst oder auf Frauen in ihrer unmittelbaren Nähe straft sie mit Verachtung. Der einzige Mann , dem sie zugewandt ist, stirbt im Krieg. So bleibt sie ledig ' und selbstbestimmt.
Aber warum finde ich ein Buch wie dieses so gut und passend in dieser Zeit?
Wir erfahren eine zunehmende Belastung des Individuums, dazu eine Konsumorientierung , die scheinbar keine Alternative hat. Dora Prinz lebte in einem anderen Zeitalter. Nicht Druck sondern Notwendigkeiten prägten ihren Alltag. Nicht in Besitztum sondern in gutem Essen steckt Reichtum. Wenn sie sagt, das ihr Leben nicht schöner hätte sein können, dann meint sie: in ihrer Arbeit steckten Sinn und Zweck, die sie befriedigten. Ein Leben wie das von Dora scheint heute über Gebühr hart, und doch war es ein erfülltes Leben. Kein noch so ungerechter Bauer konnte ihr das nehmen, auch wenn der Jähzorn und die Schläge wehtaten.
1919 ist Dora Prinz geboren, als Magd arbeitet sie bis Ende der 50er 'Jahre auf verschiedenen Bauernhöfen, gehört zu den Familien, ist unentbehrliche Kraft ' bis die Maschinen Einzug halten und aus Bauernhöfen landwirtschaftliche Betriebe werden. Heute ist sie 90 Jahre alt.
Sabine Eichhorst, die gerade mal halb so alte Autorin aus Hamburg , hat die Lebenserinnerungen der Allgäuer Magd wohl mit dem Staunen der Städterin angehört , aufgezeichnet und daraus ein Stück erlebte Geschichte gemacht . Ihr gelingt eine unsentimentale und doch berührende Erzählung, so dass man sich immer wieder vergegenwärtigen muss, dass dies hier kein Roman ist sondern die Dokumentation von Erlebtem. Sabine Eichhorst verdichtet , findet Bilder , die mit wenigen Worten viel aussagen, über Dora und die Bauernhöfe, auf denen sie lebt. Doras Blick fällt, wenn sie neu in ein Haus kommt auf die Schuhe, wie sie in der Diele stehen, nachlässig hingeworfen, schmutzig, oder ordentlich aufgereiht und sauber. Dem Schuhe putzen gilt denn auch folgerichtig ein Abschnitt des Buches , denn in einem Hause in dem Dora ist , gibt es fortan immer gereinigtes und gepflegtes Schuhwerk. Es sind die kleinen Dinge des Lebens, die Sorgfalt verdienen und damit ein Leben groß machen können. So wie das von Dora. Sie selbst hat es groß gemacht.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Kleine Magd , grosses Vorbild- bald ein Klassiker von Marylla Mazurkiewicz , 09.05.2009

Ein wunderbares Buch. Dora Prinz ist zwar nur 1.40 Meter gross, aber eine Riesin, wenn es um Haltung und Prinzipien geht. Autorin Sabine Eichhorst ist es gelungen, Härte und Schönheit von Dora Prinz Leben als Magd fesselnd zu beschreiben.Die scheinbar einfache Existenz der Magd wird so präzise geschildert, dass der Heustaub einem in der Nase kitzelt, der Rücken vom Melken schmerzt und Lust und Leid , die Dora widerfahren, den Leser lachen und weinen lassen. Am Schluss bleibt Hochachtung für diese kleine Frau . In einer Zeit, in der die seltsamsten Celebrities uns als Rollenvorbilder zugemutet werden, ist die ehemalige Magd eine erholsame und beeindruckende Abwechslung. Schön sind auch die durchweg in Schwarz-Weiss gehaltenen Fotos. Das schönste Bild zeigt Dora Prinz in ihrer heutigen Stube, am Ende des Buches. In ihrem Gesicht spiegeln sich, was Sabine Eichhorsts einfühlsames Porträt uns gezeigt hat: Würde gepaart mit Verschmitztheit. Unbedingt lesen ! Marylla Mazurkiewicz
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Das Leben als Magd war hart, aber schön." 3. Mai 2009
Format:Gebundene Ausgabe
- so in etwas lautet das Fazit der Dora Prinz, Jahrgang 1919, wenn sie auf ihr Leben zurückblickt.

Sie wuchs selber auf einem Bauernhof auf und verdiente ihren Lebensunterhalt bis 1958 insgesamt 23 Jahre lang als Magd auf verschiedenen Höfen im Allgäu. Was sie in dieser Zeit erlebt hat - Alltägliches, wie auch Krisensituationen und Wendepunkte ihres Lebens - hat die Journalistin Sabine Eichhorst zu den "Erinnerungen einer Magd" zusammengefasst.

Was das Ergebnis anbetrifft, so bin ich ein wenig hin- und hergerissen.

Ja, das Buch ist ganz nett zu lesen und man schließt die tüchtige Dora Prinz, die immer aufrecht und anspruchslos durchs Leben geht, die das Viehzeug liebt, stets "schafft wie ein Knecht" und die weniger von einer glücklichen Ehe, als von einer 6-Tage-Woche träumt, schnell ins Herz.

Andererseits drängt sich bei der Thematik natürlich auch der Vergleich mit dem Klassiker "Herbstmilch" der Bäuerin Anna Wimschneider auf. Während Anna Wimschneider kritisch, durchaus bissig und offensichtlich aus eigenem Antrieb ihr Leben im Alter zu Papier bringt, habe ich bei "Ein Tagwerk Leben" den Eindruck, dass vor allem die Journalistin Eichhorst nach Gesprächen mit der hoch betagten ehemaligen Magd Dora den Entschluss gefasst hat, deren Erinnerungen zusammen zu fassen, ihnen ein bisschen "Schliff" zu geben und sie schließlich als Lebensgeschichte nieder zu schreiben, damit sie nicht verloren gehen.

Diese Intention ist durchaus ehrenwert und nachvollziehbar, allerdings merkt man dem Buch aber auch fast durchgehend an, dass es irgendwie "zusammengeschustert" wurde. Die Sprache ist durchweg sehr einfach und "süddeutsch", ohne allerdings wirklich in Allgäuer Dialekt zu verfallen, gehalten. Dies gestaltet die Lektüre zwar einerseits sehr einfach und authentisch, andererseits auf Dauer aber auch ein wenig (zu) monoton. Zu dieser Monotonie trägt auch bei, dass viele Szenen immer wieder in der gleichen, oftmals klischeehaften Art beschrieben sind: Egal, was sich zuträgt, irgendwo räkelt sich immer malerisch eine Katze, ein Hund tollt herum, die Hühner scharren im Hof und die Lieblingskuh leckt Doras Gesicht. Dieses Stilmittel lässt die beschriebenen Szenen zwar sehr lebhaft und anschaulich erscheinen, wird aber für meinen Geschmack etwas überstrapaziert.

Aber dennoch: "Ein Tagwerk Leben" beschreibt anschaulich das bäuerliche Leben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die bescheidene, stets positive Haltung der Dora Prinz kann uns Vertretern der heutigen Konsumgesellschaft sicherlich als Vorbild dienen.

Ein Tagwerk Leben: Erinnerungen einer Magd
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen ein tagwerk.....
das buch ist sehr gut und ergreifend geschrieben die schilderungen sind glaubhaft und zeigt, wi es in den bäuerlichen kreisen zugeht oder zugegangen ist.
Vor 2 Monaten von Hans Benzelrath veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schön
Ein wirklich sehr schönes Buch.Liebe Bäuerin nach so einem arbeitsreichen Leben wünsche ich ihnen noch viele schöne Jahre .Liebe Grüße
Vor 3 Monaten von xeni kokkinis veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die gute alte Zeit?
In ihrer in einfacher Sprache verfassten Autobiografie "Ein Tagwerk Leben - Erinnerungen einer Magd" gibt uns Dora Prinz Einblicke in eine Arbeits- und Lebenswelt, die uns aus... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Musikfreund veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Ist schon recht"
Ist schon recht - ein alter Satz, der alles ausdrücken kann und je nach Klang, Betonung und Anlaß freundlich, gemein, abwertend, aufmunternd, warm oder kalt klingen... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Joachim Dittrich veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einblicke, die authentischer nicht sein könnten
Das Leben einer Magd über ein ganzes Jahrhundert hinweg ist faszinierend zu lesen. Ein bisschen Erinnerungsverklärung mag bei der Autorin dabei gewesen sein, als sie aus... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Bio-Triene veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Etwas zu schlicht, aber lesenswert
Das heutige bäuerliche Leben hat sich innerhalb von wenigen Jahrzehnten so grundlegend geändert, dass Erinnerungen wie von Dora Prinz sehr wertvoll sind. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Liselotte Leseratte veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein gutes Buch
Ein wirklich gutes Buch, dass ich in einem Nachmittag und einer Nacht durchgelesen habe. Ich musste einfach weiterlesen. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von tränchen veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Eine starke Frau!
Ich lese gerne Biografien, besonders über Menschen, die in anderen Zeiten, Ländern oder unter vollkommen anderen Umständen leben als ich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Februar 2011 von Zabou1964
5.0 von 5 Sternen Sehr empehlenswert
Ein wirklich gut geschriebenes Buch. Man taucht sozusagen in die Lebensgeschichte von Dora Prinz ein. Sehr empfehlenswert.
Veröffentlicht am 28. Februar 2010 von Unterholzner Marina
5.0 von 5 Sternen Die guten alten Zeiten
Das Buch hat mir gefallen, zu empfehlen für Bankmanager und Ärzte denn hier gehts darum sein Schicksal anzunehmen und auch mit "Weniger"
zufrieden zu sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. September 2009 von Martin Hart
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