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Ein Tag zu lang: Roman [Gebundene Ausgabe]

Marie NDiaye , Claudia Kalscheuer
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

13. Oktober 2012
Am 2. September, nicht wie sonst üblich am 1. September, will der Lehrer Herman mit seiner Frau Rose und Kind die Ferien beenden und in die Hauptstadt zurückreisen. Als er am Morgen aufwacht, muß er feststellen: beide sind verschwunden. Zugleich beherrscht statt des sonnigen Wetters dichter Nebel die Landschaft, macht alles unsichtbar. Herman macht sich in den nahegelegenen Ort auf, um bei den zuständigen Stellen die Verlustmeldung zu erstatten – und wird lange Zeit durch diesen Ort irren: als der Fremde schlechthin. Einen Tag zu lang blieb Herman in seiner Ferienidylle – und schon hat sich alles zur Unkenntlichkeit entstellt. Die große, sprachmächtige Erzählerin Marie NDiaye läßt uns mit dem Lehrer erleben, was es heißt, die Mitmenschen, die Umwelt, nicht zuletzt die eigene Familie, als Fremdes entdecken zu müssen. Herman macht die Grunderfahrung menschlicher Existenz: Es genügt eine winzige Abweichung vom Vorgegebenen, und schon sind alle bisherigen Gewißheiten nicht mehr gültig. Auf sich selbst zurück geworfen erfindet Herman, gemeinsam mit dem Leser, sich und die Welt neu: Ausgang offen.

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Preis für beide: EUR 25,94

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 159 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (13. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518423339
  • ISBN-13: 978-3518423332
  • Originaltitel: Un temps de saison
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 361.977 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Die französische Autorin Marie NDiaye ist Spezialistin für das Erzählen des Unheimlichen, das ungesehen im Alltag, aber auch in einem selbst liegt.«

(Die Furche - booklet )

»Marie NDiaye elweist sich auch mit diesem Buch als eine souveräne Erzählerin. Leichtfüßig tänzelt sie durch eine literarische Landschaft, die schon vor ihr um- und umgepflügt wurde. Aber sie selbst zieht ihre Furchen neu und voller Eleganz. Auf sehr französische Weise unheimlich ist dieses Buch: gIänzend in der Oberflächenbehandlung, doch drunter bröckelt es und brodelt's.«

(Literarische Welt )

»Eine an Kafka geschulte Erzählung, die einen Sog entwickelt wie ihr Vorbild ...« (Valeria Heintges Tagblatt, St. Gallen )

»Ein atmosphärisch ungemein starkes Buch in der Tradition des magischen Realismus.«

(Regula Freuler Neue Zürcher Zeitung am Sonntag )

»Die Französin und Wahlberlinerin ist eine der größten Schriftstellerinnen unserer Zeit.«

(Emma )

»Marie NDiaye thematisiert in dieser Gespenster-Erzählung auf aparte Weise die alte Ambivalenz französischer Großstädter gegenüber der Provinz, die als oberflächlich verlockend, aber im Grunde als verderblich, ja tödlich erscheint.«

(Sigrid Löffler kulturradio rbb )

»Eine reizvoll rätselhafte Spiegelung des modernen Menschen.«

(Syker Zeitung )

»Ein höchst irritierendes, ein tolles Stück Prosa« (Martin Ebel Deutschlandradio Kultur )

Über den Autor

Marie NDiaye, 1967 in Pithiviers bei Orléans geboren, veröffentlichte mit 17 ihren ersten Roman; weitere Romane und Theaterstücke folgten. Die Autorin lebt seit 2007 mit ihrer Familie in Berlin.


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4.0 von 5 Sternen Kafka light 15. Dezember 2012
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Was als Fingerübung im langen Schatten von Kafkas Schloß beginnt, entwickelt sich in makellos schlichter Sprache zu einer zeitenthobenen, atmosphärisch dichten, hübsch verregneten Gespenstergeschichte mit lakonisch-bizarrem Schluß, der kein Ende ist. Ein überaus lesenswertes Büchlein in grau für naßkalte Herbst-/Wintertage. Daß die Autorin eine Frau afrikanischer Herkunft ist, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des französischen Originals (1994) erst Ende zwanzig war, überrascht. Wem's gefällt, dem würde ich zum avancierten Weiterlesen beispielsweise Gerd Loschütz' >Dunkle Gesellschaft< und >Die Bedrohung< empfehlen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Durchwachsen - und unseriös vom Verlag 27. November 2012
Von Neon
Format:Gebundene Ausgabe
Vorweg: Das Buch ist ein Frühwerk von NDiaye aus dem Jahr 1994, das erst jetzt ins Deutsche übersetzt wurde. Obwohl ich ein großer Fan der Autorin bin, finde ich dieses Werk enttäuschend. Die Geschichte erscheint mir vorhersehbar und profan, der Erzählstil lässt nichts ungesagt. Letztlich eine Aneinanderreihung von Banalitäten. Die wenigen Rezensenten, die etwas zu dem Buch gesagt haben (wie die leider sich nichts Negatives zutrauende Iris Radisch auf ZEIT Online) haben darin bestenfalls etwas kafkaeskes gesehen.
Angesichts der Qualität des Werkes finde ich es absolut unseriös vom Verlag, auf dem Umschlag weder außen noch innen im Werk-Überblick explizit auf den Umstand der Erstveröffentlichung hinzuweisen. Hier sollte wohl der (falsche) Eindruck einer Neuveröffentlichung nicht zerstört werden. Gerade von Suhrkamp ist das schon sehr enttäuschend.
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