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Ein Tag wie ein Leben
 
 
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Ein Tag wie ein Leben [Taschenbuch]

Nicholas Sparks , Adelheid Zöfel
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (96 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eigentlich ist es ein Fauxpas, wie er Ehemännern rund um den Globus mit schöner Regelmäßigkeit -- oftmals sogar einmal jährlich -- wiederfährt: Nach rund 30 Jahren Ehe vergisst Wilson Lewis den gemeinsamen Hochzeitstag. Normalerweise können Ehemänner diesen Fehler mit ein paar verspäteten Blumen wieder vergessen machen. Aber Wilsons Frau Jane reagiert derart heftig, dass Wilson sich Sorgen um den Fortbestand der Ehe macht. War denn sein Leben inmitten der Familie mit ihren drei Kindern im idyllischen Städtchen New Bern eine pure Illusion?

Zum Glück ist Wilson als Anwalt zwar ein Pragmatiker, als Privatmann aber doch sensibler als die meisten Ehemänner dieser Erde. Und deshalb begreift er, dass er etwas unternehmen muss, um die Beziehung zu Jane zu retten. Rat weiß sein Schwiegervater Noah, dessen fünfzig Jahre währende glückliche Liebe zu Allie nahezu einmalig ist. Und plötzlich ahnt Wilson, dass er das Herz von Jane nur zurückerobern kann, wenn er ihr einen lang gehegten Lebenstraum erfüllt...

Wie ein einziger Tag hieß einer der Erfolgstitel des 39-jährigen US-amerikanischen Bestseller-Autors Nicolas Sparks: Gemeint war das Leben, dass einem im Glück wie ein einziger Tag erscheint. Insofern ist Ein Tag wie ein Leben über die Zerbrechlichkeit des Glücks eine Art Fortsetzung des Buchs -- und auch sein Gegenstück. Irgendwie vermutet man, dass Sparks, der mit seiner Frau und fünf Kindern in North Carolina lebt, selbst glücklich sein muss, und dass er sich diesen Zustand erarbeitet hat. Denn sonst könnte er wohl kaum so wundervoll über die Liebe und das Leben schreiben. -- Franz Klotz -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Hörbuch-Rezension

Ein vergessener Hochzeitstag und die Heirat der geliebten Tochter werden zur Probe nach 29 Jahren Ehe. Wilson wird mehr und mehr von der Frage bedrängt, ob sich das Zusammensein mit Jane noch lohnt, ob alles trotz Kinder, Job und Haus noch Sinn für sein Leben macht? Haben sich Wilson und Jane auseinander gelebt? Ist alles nur noch Gewohnheit?

Durch den ganzen Roman zieht sich die Figur Noas. Der Vater von Jane und Freund von Wilson ist ein Mann, der seine Gedichte über alles liebt, der den Schwan als Symbol der Treue seit Jahren beobachtet und über eine 50-jährige Eheerfahrung verfügt. Kann er helfen, die Ehe zu retten? Seine Ratschläge, Überlegungen und Gespräche mit Wilson charakterisiert die Weisheit eines alten Mannes!

Gunter Schoß, bekannter Schauspieler (Rosa Roth, Der Bulle von Tölz), und einer der renommiertesten Hörbuch- und Synchronsprecher, liest diesen Roman mit seiner unverwechselbaren Stimme. Seine Interpretation kann jedoch den Eindruck nicht schmälern, dass die Geschichte langatmig und etwas zu detailliert geschrieben ist.

Nicholas Sparks, selbst Vater von fünf Kindern, zählt zu den meistgelesenen Autoren der Welt. 1994 wurde er mit dem Roman Wie ein einziger Tag, die Geschichte der Großeltern seiner Frau, berühmt. Sein Roman Weit wie das Meer wurde mit Kevin Costner verfilmt. Nicholas Sparks lebt mit seiner Familie in Carolina.

Fazit: Trotz des großen Einfühlungsvermögens und der professionellen Sprecherleistung kann dieses Hörbuch nicht ganz überzeugen.

Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 380 Minuten, 5 CD. Auch als MC erhältlich. --culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Sparks ist der absolute Großmeister der Gefühle." (Cosmopolitan )

»Dieses hinreißende Buch macht Lust, die Liebe zu suchen.« (Für Sie )

"Sparks hat die Sensibilität und das Talent, tiefe Gefühle zu wecken." (Stern )

Kurzbeschreibung

Ein scheinbar nichtiger Anlass – ein versäumter Hochzeitstag – zerreißt die Harmonie zwischen Wilson und Jane. Wilson will seine Ehe retten, aber plötzlich ist er nicht mehr sicher, ob Jane ihrer Liebe überhaupt noch eine Chance gibt.

Anknüpfend an seinen ersten großen Erfolg „Wie ein einziger Tag“ hat Bestsellerautor Nicholas Sparks einen bewegenden Roman über die Kraft der Liebe und die Zerbrechlichkeit des Glücks geschrieben.

Klappentext

"Sparks ist der absolute Großmeister der Gefühle."
Cosmopolitan

»Dieses hinreißende Buch macht Lust, die Liebe zu suchen.«
Für Sie

"Sparks hat die Sensibilität und das Talent, tiefe Gefühle zu wecken."
Stern

Über den Autor

Nicholas Sparks, 1965 in Nebraska geboren, lebt zusammen mit seiner Frau und fünf Kindern in North Carolina. Mit seinen Romanen, die ausnahmslos die Bestsellerlisten eroberten und weltweit in 47 Ländern erscheinen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Mehrere seiner Bestseller wurden erfolgreich verfilmt. Alle seine Bücher sind bei Heyne erschienen, zuletzt "Wie ein Licht in der Nacht“.

Auszug aus Ein Tag wie ein Leben von Nicholas Sparks, Adelheid Zöfel. Copyright © 2003. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

PROLOG

Kann ein Mensch sich wirklich ändern? Oder sind uns durch unseren Charakter und die Macht der Gewohnheit unverrückbare Grenzen gesetzt, die unser Leben bestimmen?
Solche Fragen gehen mir durch den Sinn, während ich beobachte, wie eine Motte aufgeregt das Windlicht umschwirrt. Es ist Mitte Oktober 2003, und ich sitze allein hier draußen auf der Veranda. Jane, meine Frau, schläft oben in unserem Schlafzimmer, und als ich vorhin aus dem Bett geschlüpft bin, hat sie sich nicht gerührt. Es ist spät. Mitternacht ist längst vorüber, und in der Luft liegt bereits diese fröstelige Kühle, die den nahenden Winter ahnen lässt. Ich habe meinen flauschigen Bademantel übergezogen. Eigentlich müsste er warm genug sein, um die Kälte abzuhalten, aber schließlich fange ich doch an zu zittern, und ich vergrabe meine Hände tief in den Taschen.
Über mir wölbt sich der Nachthimmel mit seinen unzähligen Sternen, die wie silberne Lichttupfer auf einer pechschwarzen Leinwand aussehen. Ich erkenne den Orion und die Plejaden, den Großen Wagen und die Corona Borealis, die Nördliche Krone. Dieser Anblick sollte mich inspirieren – schließlich blicke ich nicht nur zu den Sternen empor, sondern gleichzeitig weit zurück in die Vergangenheit: Die Helligkeit, die von diesen Himmelskörpern ausgeht, wurde schon vor vielen Lichtjahren entsandt. Ich warte auf eine poetische Eingebung, auf die bewegenden Worte, mit denen ein Dichter die Mysterien des Lebens beschreiben würde. Aber ich warte vergebens.
Das wundert mich nicht. Ich bin kein besonders sentimentaler Mensch, finde ich, und in diesem Punkt würde mir meine Frau sicher zustimmen. Weder im Kino noch im Theater bin ich je richtig gerührt, ich bin kein Träumer, und wenn es etwas gibt, was mir wirklich wichtig ist und mich zu Höchstleistungen anspornt, hat es garantiert mit der Steuergesetzgebung und ähnlichen juristischen Problemen zu tun. Als Anwalt für Erbschaftsfragen komme ich häufig mit Menschen in Berührung, die sich auf den Tod vorbereiten. Ich glaube, manche Leute finden diese Art von Arbeit eher befremdlich. Aber selbst wenn sie Recht haben – was soll ich tun? Ich will mich nicht rechtfertigen, nichts läge mir ferner, und ich hoffe, dass Sie am Ende der Geschichte, die ich jetzt erzählen möchte, diese Seite meines Charakters mit mehr Nachsicht und Verständnis betrachten.
Bitte, verstehen Sie mich nicht falsch! Ich bin zwar nicht sentimental, aber das heißt noch lange nicht, dass ich keine Gefühle habe, im Gegenteil – es gibt Augenblicke, in denen ich tief ergriffen bin. Meistens sind es kleine Dinge, die diese Ergriffenheit auslösen: Ich brauche zum Beispiel nur zwischen den riesigen Mammutbäumen der Sierra Nevada zu stehen … Die Ergriffenheit kommt auch, wenn ich zuschaue, wie sich in der einsamen Dünenlandschaft von Cape Hatteras, dieser halbmondförmigen Insel vor der Küste North Carolinas, die Wellen des Ozeans brechen und salzige Gischt aufspritzt. Letzte Woche hatte ich einen Kloß in der Kehle, nur weil ich beobachtet habe, wie ein kleiner Junge Schutz suchend nach der Hand seines Vaters tastete, während sie den Gehweg entlanggingen. Ich könnte noch andere Situationen beschreiben: Zum Beispiel verliere ich jedes Zeitgefühl, wenn ich den Wolken nachschaue, die der Wind vor sich her treibt. Und sobald ich Donnergrollen höre, renne ich ans Fenster, weil ich unbedingt mitbekommen will, wie der nächste Blitz den Himmel erhellt – und dann erfasst mich immer eine unbeschreibliche Sehnsucht, ein heftiges Verlangen, von dem ich gar nicht sagen kann, wonach.
Ich heiße Wilson Lewis, und dieses Buch ist die Geschichte einer Hochzeit. Und die Geschichte einer Ehe. Obwohl Jane und ich seit dreißig Jahren zusammenleben, gibt es bestimmt viele Leute, die wesentlich mehr von der Ehe verstehen als ich. In dieser Beziehung kann von mir niemand etwas lernen, und ich vermag keine guten Ratschläge zu erteilen. Ich habe mich schon oft egoistisch und eigensinnig verhalten, und gelegentlich bin ich ahnungslos wie ein Goldfisch im Aquarium – und diese Selbsterkenntnis macht mir sehr zu schaffen. Rückblickend würde ich allerdings sagen, dass ich eine Sache richtig gemacht habe: Ich habe meine Frau immer geliebt, und ich liebe sie bis heute. Viele würden jetzt vielleicht einwenden, das sei doch eine Selbstverständlichkeit und deswegen nicht weiter erwähnenswert. Aber es ist noch gar nicht so lange her, da war ich fest davon überzeugt, dass meine Frau diese Gefühle nicht mehr erwidert.
In jeder Ehe gibt es Höhen und Tiefen, das ist klar, und ich glaube, bei Paaren, die lange zusammen sind, gehört dieses Auf und Ab einfach dazu. Wie vieles haben meine Frau und ich gemeinsam durchgestanden! Den Tod meiner Eltern, den Tod ihrer Mutter, die Krankheit ihres Vaters. Wir sind vier Mal umgezogen, und bei allem beruflichen Erfolg meinerseits mussten wir doch auch zahlreiche Opfer bringen, um unseren Lebensstandard zu sichern. Wir haben drei Kinder, und die Erfahrung, Kinder großzuziehen, würden wir gegen nichts auf der Welt eintauschen, auch nicht gegen die Schätze eines Tutenchamun – aber die schlaflosen Nächte, die unzähligen Fahrten zum Arzt und ins Krankenhaus, als die Kinder noch kleiner waren, haben doch sehr an unseren Kräften gezehrt und uns oft regelrecht überfordert. Dass ich die Pubertätsjahre nicht unbedingt noch einmal durchmachen möchte, brauche ich vermutlich nicht weiter zu begründen.
Diese Dinge bringen alle ihre spezifischen Probleme mit sich, und wenn zwei Menschen zusammenleben, teilen sie Tag für Tag den Stress. Meiner Meinung nach liegt darin sowohl der Segen als auch der Fluch einer Ehe. Es ist ein Segen, weil man immer ein Ventil hat, um Dampf abzulassen und die Alltagssorgen loszuwerden. Es ist ein Fluch, weil das Ventil ausgerechnet die Person ist, die man am liebsten mag.
Warum erwähne ich das? Weil ich unterstreichen möchte, dass mir trotz allem während der ganzen Zeit niemals Zweifel an meinen Gefühlen für meine Frau gekommen sind. Natürlich gab es Tage, an denen wir uns am Frühstückstisch gegenübersaßen und uns angeschwiegen haben, doch selbst in den Momenten habe ich uns als Paar nicht infrage gestellt. Ich will nicht so tun, als hätte ich mir nie ausgemalt, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich eine andere Frau geheiratet hätte, aber ich habe nie bedauert, dass ich mich für Jane entschied – und sie sich für mich. In meinen Augen war unsere Beziehung immer unverhandelbar und absolut stabil. Doch dann musste ich auf einmal erkennen, dass ich mich geirrt hatte. Darauf war ich nicht vorbereitet. Diese schmerzhafte Erkenntnis liegt jetzt ein gutes Jahr zurück – vierzehn Monate, genauer gesagt –, und sie hat einen Prozess in Gang gesetzt, der vieles andere nach sich zog.
Was damals passiert ist, fragen Sie?
Wenn man bedenkt, dass ich mich in den so genannten besten Mannesjahren befinde, könnte man auf die Idee kommen, dass alles nur mit meiner Midlifecrisis zusammenhing. Hat mich womöglich plötzlich der Wunsch gepackt, mein Leben radikal umzukrempeln? Oder habe ich mich zu einem Seitensprung verführen lassen? Nein, nein, nichts dergleichen. Es hätten viele Katastrophen eintreten können, um unsere Ehe aus dem Lot zu bringen, doch in Wirklichkeit war es eine Bagatelle, die man unter anderen Umständen ein paar Jahre später als lustige Anekdote zum Besten gegeben hätte. Aber das, was ich getan habe, war für Jane sehr schlimm, es war für uns beide schlimm, und deshalb beginnt hier meine Geschichte.
Es war der 23. August 2002. Ich war aufgestanden, hatte gefrühstückt und, wie meistens, den größten Teil des Tages in der Kanzlei verbracht. Was sich während meines Arbeitstages ereignete, hat für den weiteren Gang der Ereignisse keine Bedeutung, und ich muss zugeben, dass ich mich an nichts erinnern kann – außer, dass es keine außergewöhnlichen Vorkommnisse gab. Ich kam zur üblichen Zeit nach Hause und stellte erfreut fest, dass Jane dabei war, mein Lieblingsessen zuzubereiten. Bei der Begrüßung fiel mir auf, dass ihr Blick nach unten wanderte, als wolle sie überprüfen, ob ich außer meiner Aktentasche noch etwas anderes in der Hand hielt. Warum sie das tat, begriff ich erst viel später. Aber außer meinen Unterlagen und Akten hatte ich nichts dabei. Eine Stunde später saßen wir beim Abendessen, und während Jane anschließend den Tisch abdeckte, holte ich schon die Papiere aus meiner Tasche, die ich noch durchgehen wollte. Ich saß in meinem Arbeitszimmer und überflog gerade die erste Seite, als Jane in der Tür erschien. Sie stand einfach nur da und trocknete sich die Hände am Geschirrtuch ab – mit einer Miene, die tiefe Enttäuschung ausdrückte. Diese Enttäuschung habe ich im Laufe der Jahre zu identifizieren gelernt, auch wenn ich sie nicht immer zuordnen kann.
»Möchtest du mir irgendetwas sagen?«, fragte sie nach einer Weile.
Ich zögerte. Dass hinter dieser scheinbar harmlosen Frage etwas anderes steckte, wusste ich natürlich sofort. Hatte sie vielleicht eine neue Frisur? Nein, ihre Haare waren nicht anders als sonst, sagte mir ein prüfender Blick. Ich hatte mir längst angewöhnt, auf solche Kleinigkeiten zu achten. Was sonst konnte es sein? Ich durfte nicht zu lange schweigen, aber ich wusste beim besten Willen nicht weiter.
»Wie war dein Tag?«, erkundigte ich mich schließlich.
Mit einem eigenartigen Lächeln wandte sie sich ab und ging, ohne etwas zu antworten.
Inzwischen weiß ich natürlich, was sie erwartet hat, aber in dem Moment zuckte ich nur ratlos die Achseln und vertiefte mich wieder in meine Arbeit. Vielleicht, so dachte ich, sollte ich den Vorfall am besten in dem Ordner »Frauen sind ein Rätsel« abheften.
Ich ging ziemlich spät schlafen, doch als ich es mir gerade unter der Bettdecke bequem machen wollte, hörte ich von der anderen Seite des Betts ein eigenartiges Geräusch, das wie ein Schluchzen klang. Jane wandte mir den Rücken zu, aber als ich ihre zuckenden Schultern sah, wusste ich, dass sie tatsächlich weinte. Erschrocken flehte ich sie an, mir doch bitte zu sagen, was los sei, doch als Antwort erhielt ich nur ein röchelndes Schniefen. Ich bekam es mit der Angst zu tun, versuchte aber, die Panik zu unterdrücken und nicht gleich daran zu denken, was ihrem Vater oder den Kindern Schreckliches zugestoßen sein könnte. Oder hatte Jane vielleicht von ihrem Arzt eine bedrückende Neuigkeit erfahren? Probleme, die ich nicht lösen kann, machen mich immer völlig fertig, ich möchte sie am liebsten ganz weit weg schieben. Ich legte Jane die Hand auf die Schulter, in der Hoffnung, sie auf diese Weise ein bisschen beruhigen zu können.
»Was ist los?«
Es dauerte eine ganze Weile, bis sie reagierte. Mit einem tiefen Seufzer zog sie sich die Bettdecke über die Schultern und flüsterte:
»Alles Gute zum Hochzeitstag.«
Neunundzwanzig Jahre! In dem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen, aber es war zu spät. Jetzt erst entdeckte ich auf der Kommode die Geschenke, die sie für mich gekauft hatte, wunderschön verpackt und säuberlich gestapelt.

Ich hatte unseren Hochzeitstag einfach vergessen.
Ich will mich nicht verteidigen, selbst wenn ich es könnte. Was würde es nutzen? Selbstverständlich habe ich mich sofort bei Jane entschuldigt, am nächsten Morgen noch einmal, und als wir abends auf dem Sofa saßen und sie das Parfum auspackte, das ich mit Unterstützung einer jungen Dame bei Belk’s für sie ausgewählt hatte, lächelte sie, bedankte sich und tätschelte mein Bein.
In diesem Moment spürte ich mit fast schmerzlicher Klarheit, dass ich sie noch genauso liebte wie am Tag unserer Hochzeit. Doch als ich sie anschaute, fiel mir zum ersten Mal auf, dass sie meinem Blick auswich und traurig den Kopf zur Seite neigte – und plötzlich stellte ich fest, dass ich nicht mehr mit derselben Sicherheit sagen konnte, ob sie mich noch liebte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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