Von einem unbewußten Muttermord erzählt eine alte kasachische Legende. Ein in den Stammesfehden gefangener junger Mann wurde duch grausame Torturen des Gedächtnisses beraubt. Er wurde ein Mankurt, ein willenloser Sklave. Die Mutter versuchte vergeblich, ihm Gedächtnis und Freiheitswillen zurückzugeben. Dort, wo die legendäre Mutter begraben ist, will der Eisenbahner Edige seinen verstorbenen Freund beerdigen. Die Legende wird von der Rückerinnerung Ediges an seinen Freund, an das gemeinsame Leben in der kasachischen Steppe zum sittlichen Prüfstein vergangener und heutiger Menschheitsprobleme. Wurde wirklich alles Erdenkliche getan, damit im Volksgedächtnis die Heroik und Tragik unserer Epoche gewahrt bleiben und künftig genutzt werden kann? Von solchen zurück- und vorausblickenden Gedanken erfüllt, währt der Tag länger als ein Zeitalter. Und während die kleine Trauerkarawane durch die Steppe zieht, startet vom nahegelegenen Kosmodrom eine Serie kosmischer Raketen. Ein sowjetisch-amerikanisches Raumfahrtunternehmen hat zu einer Kontaktaufnahme mit einer höheren, bereits kommunistischen Zivilisation in einem anderen Sonnensystem geführt. Eine dramatische Science-fiction-Geschichte entwickelt Aitmatow in Korrespondenz zu der altkasachischen Legende von dem Mankurt. Sorgenvoll stellt er die Frage: Ist die heutige Welt reif für solch eine Kontaktaufnahme? Ein philosophischer und nachdenklicher Roman..... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)