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Ein Tag im September
 
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Ein Tag im September

Kevin Macdonald    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Olympia, München 1972. Für Deutschland war dies mehr als nur eine Olympiade, die zufällig im eigenen Land stattfinden sollte. Mit der Olympiade sollte Deutschland endgültig zur Normalität zurückfinden. Nicht mehr die hässliche Fratze der Vergangenheit präsentierte sich der Welt, Bilder eines fröhlichen Festes sollten rund um den Erdball gesendet werden. Bilder aus einem ganz normalen Land.

Doch es kam anders. Die Spiele, sie waren fröhlich -- bis zu jenem Tag, an dem ein palästinensisches Terrorkommando die israelische Olympiamannschaft überfallen sollte und noch bei der Erstürmung ihrer Unterkunft zwei Menschen tötete. Am Ende sollten 19 Menschen ihr Leben verloren haben: Israelis, Palästinenser, ein deutscher Polizist.

Ein Tag im September ist nun eine Kino-Dokumentation, in der sich Regisseur Kevin MacDonald Jahrzehnte nach den Geschehnissen von München mit den Menschen auseinandergesetzt hat, deren Leben sich durch diesen Anschlag für immer verändern sollte. Geschickt nutzt er typische Stilmittel des Spielfilmes, um Emotionen zu erzeugen. Er setzt Parallelmontagen ein, zeigt Bilder von Hochzeiten oder schneidet Momentaufnahmen der Spiele ein, bevor sie vom Terror vernichtet wurden.

Bei all diesen Tricks aber, die er verwendet, gelingt ihm etwas Überraschendes: Er wertet nicht. MacDonald bemüht sich vielmehr darum, beide Seiten dieses Anschlages zu zeigen, indem er letztendlich zwei Personen in den Mittelpunkt stellt. Auf der einen Seite steht Ankie Spitzer, die niederländische Ehefrau eines ermordeten Sportlers. Über ihre Erzählungen erschafft er das Porträt eines einfachen Mannes, der seinen Sport liebte, in Olympia den Höhepunkt seiner sportlichen Karriere betrachtete und für die olympische Idee lebte. So erinnert sich Ankie Spitzer, wie ihr Ehemann auf Sportler aus dem Libanon zuging und sich mit ihnen unterhielt, obwohl sich ihre Länder offiziell im Kriegszustand befanden. Wo, wenn nicht bei Olympia, schweigen die Waffen und dürfen Menschen miteinander reden, fragte er seine Ehefrau?

Auf der anderen Seite steht immer wieder Jamal Al Gashey, einer der Terroristen von einst, ein Mann, der als Kind aus seiner Heimat vertrieben wurde, im Elend aufwuchs und sich der PLO anschloss in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Ein Tag im September wertet seine Taten nicht. Der Blick des Regisseurs ist auf die Menschen auf beiden Seiten gerichtet, Menschen, die alles verloren haben. Ihre Ehemänner, ihre Zukunft, ihre Ziele. Dass er dies erreicht, indem er mit Mitteln des Kinofilmes Emotionen schürt, statt nur sachlich zu berichten, sei ihm in diesem Zusammenhang verziehen.

Verloren haben am Ende nicht nur die direkten Opfer dieser Tat, so das Resümee des Regisseurs. Verloren haben am Ende all die Menschen, die das Ideal der olympischen Idee verfochten haben: Auf das während der Spiele die Waffen schweigen mögen. --Christian Lukas

Video Jakob Kurzinhalt

Oscar prämierte Dokumentation über die dramatischen Ereignisse, die die Olympischen Spiele 1972 in München überschatteten und die ganze Welt schockierten: Die Geiselnahme und das Massaker von 11 israelischen Sportlern durch palästinensische Terroristen. Original-Filmmaterial sowie Interviews mit Angehörigen der Opfer, den politisch Verantwortlichen und dem einzigen noch lebenden Terroristen machen diesen Film zu einem erschütternden Zeitdokument.

DVD & Video Report

Oscar-prämierte Doku über das berühmt-berüchtigte Attentat auf israelische Athleten während der Olympiade 1972 in München. In dem von Arthur Cohn produzierten und von Kevin Macdonald inszenierten Film kommt u.a. auch der letzte überlebende Terrorist zu Wort.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Oscar-prämierte Doku über das berühmt-berüchtigte Attentat auf israelische Athleten während der Olympiade 1972 in München. In dem von Arthur Cohn produzierten und von Kevin Macdonald inszenierten Film kommt u.a. auch der letzte überlebende Terrorist zu Wort.

Kurzbeschreibung

Oscar prämierte Dokumentation über die dramatischen Ereignisse, die die Olympischen Spiele 1972 in München überschatteten und die ganze Welt schockierten: Die Geiselnahme und das Massaker von 11 israelischen Sportlern durch palästinensische Terroristen. Original-Filmmaterial sowie Interviews mit Angehörigen der Opfer, den politisch Verantwortlichen und dem einzigen noch lebenden Terroristen machen diesen Film zu einem erschütternden Zeitdokument.

Produktbeschreibungen

Concorde Ein Tag im September, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 06.03.01
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