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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Grauen zwischen den Zeilen,
Rezension bezieht sich auf: Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch (Taschenbuch)
Der Roman spielt in einem der schlimmsten Gefangenenlager des 20.Jahrhunderts, dem sowjetischen Gulag. Iwan Denissowitsch, der im Laufe des Buches nur Schukow genannt wird, sitzt dort seine Strafe ab. Angeklagt, dass er sich als Rotarmist von den Deutschen gefangen nehmen ließ. Für seine Regierung ist er damit ein Spion.Für dieses Verbrechen hat Schukow zehn Jahre Arbeitslager bekommen, aber schon auf den ersten Seiten wird angedeutet, dass die meisten Gefangenen das Lager nie mehr verlassen. Zweimal im Jahr darf er einen Brief nach Hause schreiben. Schukow ist von Tod und Grauen umgeben, er weiss weder, ob er seine Familie jemals wiedersehen wird, noch ob er nicht schon morgen tot sein wird. Aber lesen wir über sein Unglück? Nein. Lesen wir über seine Angst? Auch nicht. Befriedigung findet Schukow in der harten Arbeit, und in guten Beziehungen: Am Morgen benutzt er seine kostbare Freizeit, um die Stiefel eines Kameraden zu reparieren, der ihm nun einen Gefallen schuldet, am Ende seines Arbeitstages blickt er stolz auf das stabile Stück Mauer, das er heute errichtet hat und am Abend kann er sich sogar eine Extraportion Suppe organisieren. Er hat etwas geleistet, sein Bauch ist voll und er hat einen weiteren Tag überlebt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schonungsloses Portriat eines einfachen Menschen,
Von sandy.mey@t-online.de (Kulmbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch (Taschenbuch)
Solschenizyn beschreibt im "Denissowitsch" das triste und menschenunwürdige Leben eines einfachen Zimmermanns in einem russischen Stafgefangenenlager unter Stalin. Das Werk ist eine Parallele zu seiner eigenen Lagerhaft im Gulag. Solschenizyn übernimmt hierbei jedoch nicht die Rolle eines Staatsanwaltes, der mit erhobenen Zeigefinger Anklage erhebt, sondern er schildert ohne intellektuelle Schnörkel den Überlebenskampf eines Menschen mit chronologischer Präzesion und einer streckenweise vulgären Ausdrucksweise. Diese Werk sollte schon aufgrund seines politischen Hintergrundes zu jedermanns Pflichtlektüre heranwachsen.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Buch, welches sich zu lesen lohnt.,
Rezension bezieht sich auf: Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch. Bild Bestseller Bibliothek Band 23 (Gebundene Ausgabe)
Iwan Denissowitsch Schuchow ist Gefangener der 105. Brigade des sowjetischen Arbeitslagers. Nach acht Jahren seines Lebens, die er bereits dort verbracht hat, ist er vertraut mit den Gegebenheiten und Regeln, die dieser ungemütliche Ort mit sich bringt. Er weiss wo man Essen und kleine Werkzeuge vor den täglichen Kontrollen der Aufseher verstecken kann. Er hat sich an die beißende Kälte Russlands gewöhnt, ist ein zuverlässiger und gewissenhafter Arbeiter auf der Baustelle eines naheliegenden Kraftwerks und schafft es ab und zu einem Brigadier einen Gefallen tun zu dürfen und dadurch eine Extraportion Suppe oder eine Zigarette ergattern zu können.Aufrund der sehr guten und detaillierten Inhaltsangaben, die zu diesem Buch bereits von anderen Rezensenten verfasst wurden, werde ich an dieser Stelle mit meiner abbrechen und mich der Bewertung widmen. Das Buch "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" war eine sowohl interessante, als auch aufrüttelnde Lektüre, wenn auch in für mich ungewohntem Genre. An den Schreibstil Alexander Solschenizyns müssen sich "Neulinge" wahrscheinlich erst gewöhnen. Als ich das hatte, war das Buch auch schon zu Ende. Dennoch ist die geringe Seitenzahl für den Umfang dieser Erzählung vollkommen angemessen, wie ich finde. Alexander Solschenizyn hat sich weder zu kurz gefasst noch ist er in langen Sprachsalven versunken und so empfand ich das Buch keineswegs als zu langatmig. Besonders bewegend fand ich die Gewissheit der Realität des Werkes. Diese Banalitäten, die wir täglich oft unterbewusst erledigen: unseren morgendlichen Kaffe zusammen mit unserer morgendlichen Zeitung genießen, Zeit mit unseren Freunden und unserer Familie verbringen, essen können wann und soviel wir wollen und zu Bett gehen, wenn wir es für richtig halten. All diese Dinge waren für einen Iwan Denissowitsch keine Selbstverständlichkeit. Die Gewissheit gefangen zu sein, der Menschenrechte beraubt, muss eine bittere, frustrierende Gewissheit sein. Ein gutes Buch von Alexander Solschenizyn, dass ich nicht bereue gelesen zu haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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