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Ein Tag im Leben des Ivan Denissowitsch. 4 CDs
 
 
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Ein Tag im Leben des Ivan Denissowitsch. 4 CDs [Audiobook, Restexemplar] [Audio CD]

Alexander Solschenizyn , Hans Korte
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Langen/Müller Audio-Books; Auflage: 2 (1. Oktober 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3784440231
  • ISBN-13: 978-3784440231
  • Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 12,7 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Aleksandr I. Sol?enicyn
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
OT Odin den Iwana Denissowitscha OA 1962 DE 1963Form Kurzroman Epoche Moderne
Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch von Alexander Solschenizyn zählte zu den größten literarischen Ereignissen der Tauwetter-Periode in den UdSSR. Erstmals wagte ein sowjetischer Autor das Tabuthema des stalinistischen Lagersystems unverblümt darzustellen.
Inhalt: Im Mittelpunkt der Handlung steht der Häftling Nr. S 854 – Iwan Denissowitsch Schuchow, ein Zimmermann, der nach einer absurden Anklage wegen Hochverrats zu zehn Jahren Lager verurteilt wurde, von denen er acht bereits abgesessen hat. Das Geschehen beschränkt sich auf einen einzigen Tag im Januar 1951, dessen monotoner Verlauf stellvertretend für die 3653 Tage steht, die Schuchow insgesamt abzusitzen hat. Der Tagesablauf ist von der Lagerverwaltung streng vorgegeben: Wecken, Essen fassen, morgendlicher Zählappell, Filzen auf verbotene Gegenstände, harte körperliche Arbeit in der »Brigade Nr. 105«, die auf die Baustelle eines Kraftwerks abkommandiert ist, Mittagessen, wieder Arbeit, usw. Diesen Ablauf kennt Schuchow mittlerweile in- und auswendig; er hinterfragt weder die Rituale der Lagerbürokratie noch die Willkür der Bewacher. Schuchow lebt ausschließlich in der Gegenwart, sein Handeln und Denken ist darauf abgestellt, listig und klug sein Überleben zu sichern und innerhalb der Tagesroutine kleine Vorteile für sich herauszuschlagen: etwa für einen Tag ins Krankenrevier eingewiesen zu werden, wo man sich einmal richtig ausruhen kann, oder ein Paar echte Lederstiefel zugeteilt zu bekommen. Insbesondere das Essen besitzt für den ständig hungrigen Häftling eine geradezu obsessive Bedeutung. Über die Welt außerhalb des Lagers erfährt Schuchow so gut wie nichts, und das Wenige, was er in den ein, zwei Briefen erfährt, die ihm seine Frau pro Jahr schreibt, interessiert ihn nicht mehr. Nur indem Schuchow seine sinnlose, entmenschlichte Existenz als Normalzustand akzeptiert, kann er die Kraft zum Überleben finden. Am deutlichsten wird dies in seiner Einstellung zur Arbeit. Die Mitglieder der Brigade kontrollieren sich gegenseitig, da bei schlechter Leistung eines Einzelnen alle bestraft werden, doch nicht nur deshalb packt Schuchow fleißig an. Er ist in positivem Sinne naiv, ein arbeitsamer, bodenständiger Mensch, der es nicht ertragen kann, Dinge halb oder schlecht zu erledigen. Indem er sich mit der Wand, die er mauert, als seinem Werk identifiziert, verleiht er der Zwangsarbeit und seiner ausweglosen Lage einen Sinn, den sie objektiv gesehen nicht haben.
Wirkung: Der Roman löste bei seinem Erscheinen in der Zeitschrift Novy Mir eine lebhafte Diskussion aus. Der sowjetische KPdSU- und Ministerratsvorsitzende Nikita Chruschtschow (1894 bis 1971) begrüßte das Werk als einen Beitrag zur Entstalinisierung. Als die Spielräume für kritische Literatur ab 1964 wieder enger wurden, kam das Buch auf den Index. Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch zählt bis heute zu den erschütterndsten literarischen Zeugnissen über die stalinistische Diktatur. B. F. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

hoerothek.de

"Ein eindrucksvoller Roman, von Hans Korte eindringlich und kraftvoll gelesen."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Polygraph
Format:Taschenbuch
Der Roman spielt in einem der schlimmsten Gefangenenlager des 20.Jahrhunderts, dem sowjetischen Gulag. Iwan Denissowitsch, der im Laufe des Buches nur Schukow genannt wird, sitzt dort seine Strafe ab. Angeklagt, dass er sich als Rotarmist von den Deutschen gefangen nehmen ließ. Für seine Regierung ist er damit ein Spion.
Für dieses Verbrechen hat Schukow zehn Jahre Arbeitslager bekommen, aber schon auf den ersten Seiten wird angedeutet, dass die meisten Gefangenen das Lager nie mehr verlassen. Zweimal im Jahr darf er einen Brief nach Hause schreiben.

Schukow ist von Tod und Grauen umgeben, er weiss weder, ob er seine Familie jemals wiedersehen wird, noch ob er nicht schon morgen tot sein wird. Aber lesen wir über sein Unglück? Nein. Lesen wir über seine Angst? Auch nicht.
Es ist ein einfach wahlloser Tag im Leben des Iwan Denissowitsch Schukow, dessen Leben sich in einem Straflager abspielt; der das System nicht verflucht, nicht nach dem „warum" fragt, sondern einfach lebt.
Sein Denken dreht sich um Brot, einen dicken Mantel und feste Schuhe. Man sollte gesund bleiben, denn über die Strafen fürs Krankwerden wird nicht gesprochen.

Befriedigung findet Schukow in der harten Arbeit, und in guten Beziehungen: Am Morgen benutzt er seine kostbare Freizeit, um die Stiefel eines Kameraden zu reparieren, der ihm nun einen Gefallen schuldet, am Ende seines Arbeitstages blickt er stolz auf das stabile Stück Mauer, das er heute errichtet hat und am Abend kann er sich sogar eine Extraportion Suppe organisieren. Er hat etwas geleistet, sein Bauch ist voll und er hat einen weiteren Tag überlebt.
Dieser Roman ist keine Anklage gegen den Stalinismus, er ist auch kein Plädoyer für menschlichen Durchhaltewillen. Ohne das Grauen und die Unmenschlichkeit auch nur mit einer Zeile zu beschreiben, zeigt er deutlich, dass die strengste Routine jeden Geist brechen kann und dass ein Mensch, der hunderte von Tage in lebensfeindlichen Umständen gelebt hat, diese Umstände irgendwann als natürlich hinnehmen wird.

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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Solschenizyn beschreibt im "Denissowitsch" das triste und menschenunwürdige Leben eines einfachen Zimmermanns in einem russischen Stafgefangenenlager unter Stalin. Das Werk ist eine Parallele zu seiner eigenen Lagerhaft im Gulag. Solschenizyn übernimmt hierbei jedoch nicht die Rolle eines Staatsanwaltes, der mit erhobenen Zeigefinger Anklage erhebt, sondern er schildert ohne intellektuelle Schnörkel den Überlebenskampf eines Menschen mit chronologischer Präzesion und einer streckenweise vulgären Ausdrucksweise. Diese Werk sollte schon aufgrund seines politischen Hintergrundes zu jedermanns Pflichtlektüre heranwachsen.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Iwan Denissowitsch Schuchow ist Gefangener der 105. Brigade des sowjetischen Arbeitslagers. Nach acht Jahren seines Lebens, die er bereits dort verbracht hat, ist er vertraut mit den Gegebenheiten und Regeln, die dieser ungemütliche Ort mit sich bringt. Er weiss wo man Essen und kleine Werkzeuge vor den täglichen Kontrollen der Aufseher verstecken kann. Er hat sich an die beißende Kälte Russlands gewöhnt, ist ein zuverlässiger und gewissenhafter Arbeiter auf der Baustelle eines naheliegenden Kraftwerks und schafft es ab und zu einem Brigadier einen Gefallen tun zu dürfen und dadurch eine Extraportion Suppe oder eine Zigarette ergattern zu können.

Aufrund der sehr guten und detaillierten Inhaltsangaben, die zu diesem Buch bereits von anderen Rezensenten verfasst wurden, werde ich an dieser Stelle mit meiner abbrechen und mich der Bewertung widmen.

Das Buch "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" war eine sowohl interessante, als auch aufrüttelnde Lektüre, wenn auch in für mich ungewohntem Genre.

An den Schreibstil Alexander Solschenizyns müssen sich "Neulinge" wahrscheinlich erst gewöhnen. Als ich das hatte, war das Buch auch schon zu Ende. Dennoch ist die geringe Seitenzahl für den Umfang dieser Erzählung vollkommen angemessen, wie ich finde. Alexander Solschenizyn hat sich weder zu kurz gefasst noch ist er in langen Sprachsalven versunken und so empfand ich das Buch keineswegs als zu langatmig.

Besonders bewegend fand ich die Gewissheit der Realität des Werkes. Diese Banalitäten, die wir täglich oft unterbewusst erledigen: unseren morgendlichen Kaffe zusammen mit unserer morgendlichen Zeitung genießen, Zeit mit unseren Freunden und unserer Familie verbringen, essen können wann und soviel wir wollen und zu Bett gehen, wenn wir es für richtig halten. All diese Dinge waren für einen Iwan Denissowitsch keine Selbstverständlichkeit.

Die Gewissheit gefangen zu sein, der Menschenrechte beraubt, muss eine bittere, frustrierende Gewissheit sein.

Ein gutes Buch von Alexander Solschenizyn, dass ich nicht bereue gelesen zu haben.
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Veröffentlicht am 18. Mai 2009 von Sepp Brennigan
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Veröffentlicht am 27. September 2008 von Polar
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Erst durch den Tod des Autors bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und absolut begeistert. Man könnte die Brutalität in den Lagern (Gulag, KZ) der linken... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. September 2008 von doth
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