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Ein Tag im Jahr: 1960-2000 (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 18. August 2008


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 702 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 5 (18. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518460072
  • ISBN-13: 978-3518460078
  • Größe und/oder Gewicht: 10,8 x 3,4 x 17,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 96.139 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Christa Wolf, geboren 1929 in Landsberg/Warthe (Gorzów Wielkopolski), lebte in Berlin und Woserin, Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Georg-Büchner-Preis, dem Thomas Mann Preis und dem Uwe-Johnson-Preis, ausgezeichnet. Sie verstarb 2011 in Berlin.

Foto (c) Christa Wolf/Privatbesitz

Produktbeschreibungen

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Mitten im kalten Krieg, im Jahr 1960 forderte die russische Zeitung Istwestija die Schriftsteller der Welt auf, ihren 27. September bestmöglich in Worten festzuhalten. Auch in der DDR folgten zahlreiche Autoren dem Aufruf, so Thomas Brasch, der sich zum Gedicht "Der schöne 27. September" inspirieren ließ: "Ich habe keine Zeitung gelesen./Ich habe keiner Frau nachgesehen", heißt es da. Und, am Ende, etwas resigniert: "Ich habe keinen Stein ins Rollen gebracht."

An jenem 27. September 1960 erwachte im Amselweg in Halle die Schriftstellerin Christa Wolf mit dem Gedanken, dass dieser Tag wohl anders verlaufen würde als geplant. Am Abend, als Wolf einschlief, hatte sich der Satz bestätigt. Er wird es von nun ab jedes Jahr aufs Neue tun. Denn Christa Wolf hat nicht mehr aufgehört, ihren 27. September zu beschreiben, über 40 Jahre nicht, teils mit großem Widerwillen, um zu erforschen, auf welch verschlungenen Wegen "Leben zustande kommt". Herausgekommen ist das bewegende Stenogramm eines Autoren-Daseins: Eine "Protokoll-Serie" voll kluger Reflexionen, die zugleich auch Schlaglichter wirft auf den Alltag in der DDR und im Deutschland nach der Wende.

Leider fehlt ausgerechnet jener September, der der Menschheit wie kein zweiter im kollektiven Gedächtnis geblieben ist, auch wenn das zu beschreibende Ereignis, der Terrorakt gegen das World Trade Center in New York im Jahr 2001, gut zwei Wochen vor Wolfs Stichtag lag. Interessant wäre es aber dennoch gewesen, jene Gedanken zu lesen, die der Autorin nach dem Ereignis beim Aufwachen oder Einschlafen durch den Kopf geschossen sind. Aber vielleicht gibt es ja bald einen zweiten Band. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Christa Wolf selbst liest Auszüge aus ihrem 40-jährigen Protokoll Ein Tag im Jahr. In diesem ungewöhnlichen Dokument beschreibt die Schriftstellerin jeden 27. September des Jahres. Angefangen hat sie 1960, geendet 2000. Die Idee für diese Aufzeichnungen gehen auf einen Aufruf der Moskauer Zeitung Iswestija zurück. Bereits 1935 hatte Maxim Gorki aufgerufen, „Einen Tag der Welt zu dokumentieren“. Christa Wolf reizte dieses Projekt, und sie schrieb… Es entstand ein wertvoller Bericht vom Alltag im geteilten Deutschland, eine Dokumentation des Lebens einer der bedeutendsten deutschsprachigen Prosa-Schriftstellerin, vor allem auch ein sehr offenes Werk der autobiografischen Literatur.

Vielleicht liegt es daran, dass der 28. September der Geburtstag ihrer zweiten Tochter ist. Jedenfalls erscheinen die Aufzeichnungen alle sehr persönlich. Die Autorin erzählt unverblümt, wie sie in der Welt steht: als Mutter zweier Töchter -- am Anfang bestimmen die Kinder eindeutig ihren Tages- und Schreibablauf --, als Partnerin, als Bürgerin der DDR, später der Bundesrepublik. Nie zieht sich Christa Wolf allerdings nur ins Private zurück. Wie einen roten Faden kann man durch ihre Notizen den Gedanken, die Erkenntnis, dass man vieles vergisst, wenn man es nicht aufschreibt, verfolgen. Die Frage, „was wichtig ist an einem durchschnittlichen Leben“ ist zentraler Bestandteil ihrer Arbeit.

Sehr häufig beginnen die Tagesaufzeichnungen mit der Schilderung der Träume. Die Träume als Orte des Unbewussten sind für Christa Wolf, die gerne zu dem „unerschöpflichen Bereich des Unbewussten und Verbotenen“ durchdringen möchte, von großer Bedeutung. Was hier über 40 Jahre berichtet wird, klingt wenig spektakulär und reißerisch, obwohl sich in ihrem Leben die historische Tatsache der geteilten Welt nach dem Faschismus spiegelt. Und obwohl die Schriftstellerin selbstverständlich interessante Zeitgenossen trifft wie etwa Anna Seghers, Max Frisch und Otl Aicher. Diese Texte gewinnen durch eine Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und den Zeitereignissen: Christa Wolf erzielte 1963 mit dem Roman Der geteilte Himmel (die Geschichte einer Liebe, die an der Teilung Deutschlands scheitert und schon ein Jahr später verfilmt wurde) ihren ersten großen Erfolg. Als überzeugte Sozialistin war sie von 1963 bis 1967 Kandidatin des Zentralkomitees der SED, früher zwischen 1959 und 1962 war sie sogar als „Informelle Mitarbeiterin“ der Staatssicherheit tätig gewesen. Am Protest gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann war sie maßgeblich beteiligt. 1968 erschien Nachdenken über Christa T, ein Buch, in dem die Protagonistin an der Spannung zwischen eigener, individueller Entfaltung und gesellschaftlichen Anforderungen zerbricht, d. h. krank wird und an Leukämie stirbt. 1979 drei Jahre nach Biermanns Ausbürgerung -- Christa Wolf ist geblieben -- veröffentlicht sie mit Kein Ort. Nirgends die Lebensskizze zweier, die nicht dazugehören: die Günderode und Heinrich von Kleist, beide ‚gescheiterte Literaten’ in einer Gesellschaft, die ihre Ideale verraten hat.

Nach der Wende, Christa Wolf hatte sich für eine Erneuerung des Landes von innen heraus ausgesprochen, wird es nicht leichter für sie: Die Diskussion über die Mitschuld der Intellektuellen in der DDR und der Vorwurf der „Verfechterin des Sozialismus“ bewirken einen Rückzug aus der Öffentlichkeit. 1992 verbrachte sie neun Monate im Getty Center in Santa Monica, Kalifornien. Vier Jahre später veröffentlichte sie mit Medea nach Kassandra (1983) den zweiten Roman, der in antiken Figuren einen gewissen feministischen Ansatz thematisiert.

Autorenlesung, Spieldauer: ca. 350 Minuten, 5 CD. Auch als MC erhältlich. --culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Julia Cordier am 11. November 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Kann man sich nach vielen Jahren immer genau an einen Tag erinnern? Christa Wolf tut es durch ihr Tagebuch, daß sich eben immer nur auf den einen Tag im September bezieht. Ursprünglich aufgefordert im Jahre 1960, hat Christa Wolf nie damit aufgehört, genau an diesem Tag Tagebuch zu führen und nimmt den Leser so mit auf eine spannende Zeitreise. Die Sprünge, die jährlich entstehen, hinterlassen niemals den Eindruck des Unfertigen, sondern eher den, daß hier in gekürzter Form ein Leben dargestellt wird. Private Probleme, Hoffnungen und Ansichten sind ebenso Schwerpunkt wie politische Ereignisse. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und dabei zeigt, an wie wenig oder viel sich auch der einzelne Leser in seinem Leben erinnern kann. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, vierzig Jahre Zeitgeschichte an nur einem Tag darzustellen, sind ein spannendes Experiment, das überaus gelungen ist.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 5. November 2003
Format: Gebundene Ausgabe
...so ist mehrfach in diesem Buch zu lesen. Wolf gibt ihre "Un"s zu erkennen: UNwissenheit, UNsicherheit, UNzufriedenheit, ja, auch manche UN- und HALBwahrheiten. Und gerade das macht dieses Buch interessant. Hier ist eine anerkannte Autorin, die sich gerade dieses nicht so einfach zugestehen will - und schon gar nicht die Ansprueche, die mit diesem Status einhergehen. "Ich weiß doch nicht", sagt sie, aber dennoch erwarten wir Leser staendig Antworten. Es werden in der Tat auch viele hier gegeben. Nur ein Tag im Jahr, manchmal zugepflastert mit Alltagsritualen, manchmal gibt es die "große" Politik. Immerhin bekommen wir Leser nun aber auch ein bisschen von dem, was uns jenseits der Literatur ja auch interessiert: Wer ist denn dieser Autor/diese Autorin eigentlich sonst so fuer ein Mensch? Was machen "die Kreativen, Beruehmten" denn so?
Sie leben, sagt das Buch. Mit den ganz normalen Fragen, Konflikten, Freuden und, ja auch Krankheiten, wie der Rest der Menschheit auch. Plus dem Zweifel, ob man denn wirklich talentiert ist, ob der ganze Ruhm und Rummel gerechtfertigt sind.
Wer große Enthuellungen und Sensationen erwartet, sollte lieber wieder zurueck zur Boulevardpresse gehen; es wird weder großartig schmutzige Waesche gewaschen noch abgerechnet. Wer aber einen stillen Einblick in einen Menschen tun moechte, den man sonst hoechstens heimlich tun kann (naemlich, wenn man ihm das Tagebuch "geklaut" hat...), dem sei "Ein Tag im Jahr" wirklich empfohlen. Kein Buch zum "Runterlesen", aber eins zum Nachdenken und Ueberdenken eigener Denk- und Handlungsmuster.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von libri1902 am 1. Oktober 2007
Format: Taschenbuch
Christa Wolfs tagebuchartiger Roman hat mich wirklich tief beeindruckt. Beleuchtet wird der 27. September eines jeden Jahres, angefangen im Jahre 1960 bis zum Jahr 2000. Es werden tiefe Einblicke in das private Leben von Christa Wolf in der DDR-Zeit gewährt und in die Zeit der Wende. Da pro Jahr nur ein Tag beschrieben wird, ist der Abriss insgesamt natürlich fragmentarisch. Dennoch geht die Beschreibung mehr oder weniger in die Tiefe. Ganz ausführlich wird beispielsweise ein Treffen von Christa Wolf mit Max Frisch beschrieben. Es gibt Tage mit grossen Ereignissen und dann gibte es "ganz normale" Tage. Christa Wolf hat versucht, den 27. September als einen gewöhnlichen Tag zu betrachten und ihn nie zu etwas besonderem zu machen. Sicher kein leichtes Unterfangen. Für mich ist dieses Buch eines der schönsten und bewegendsten Dokumente vor allem der DDR-Zeitgeschichte. Außergewöhnlich gut und empfehlenswert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dieter Drewitz am 8. August 2011
Format: Taschenbuch
Alle Jahre wieder - einen ganz bestimmten Tag des Jahres festhalten - welch wunderbare Idee - mit welch tief berührenden Ergebnis! Für mich das stärkste Stück Prosa von Christa Wolf -ganz persönlich und ehrlich - ohne Verrätselungen und literarische Versteckspiele. Insgesamt wird daraus unmerklich eine LEBENSGESCHICHTE mit all ihren Seltsamkeiten, Entdeckungen, Kämpfen und Verletzungen. Und an Verletzungen hat es in der Biografie dieser Frau nicht gefehlt - denn sie war - wie wir- in der DDR zu Hause (oder doch irgendwann nicht mehr zu Hause?) und hatte ihren Traum und ihre Hoffnungen - setze immer wieder Ehrlichkeit gegen staatlich verordnete Lügengebäude - versuchte gegen die allmächtige Zensur anzuschreiben. Wer wissen will, wer die in den 19neunziger Jahren als Staatsdichterin verunglimpfte Schriftstellerin wirklich war - falls er es nicht schon aus ihren anderen Werke eindeutig wußte - lese "Ein Tag im Jahr". Und ganz nebenbei erfährt er dann auch etwas über sich selbst.
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Von Nicole Lützner am 12. April 2013
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Das Buch ist ein sensibles Spiegelbild der Gedanken- und Lebenswelt einer Frau durch alle Jahre seit 1960, die sie in der DDR verlebte, welche sie so sehr mit gestalten wollte. Die Enttäuschung darüber, gedanklich und in den eigenen Handlungen durch ein System beschnitten zu werden, das Ertragenmüssen der Verluste von Freunden und der Wille zu bleiben werden beinahe körperlich spürbar.
Dann erlebt der Leser mit, wie sich die Welt der Protagonistin durch die Übernahme der DDR durch die BRD verwandelt und nebenbei reift und verzweifelt man an ihrer Seite jedes Jahr ein Stück.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Kristin Hogk am 13. November 2008
Format: Taschenbuch
... spiegeln diese Aufzeichnungen wider. Dadurch, dass nur ein Tag pro Jahr beleuchtet wird, musste ich mir beim Lesen oft in Erinnerung rufen, dass es sich um ganze 60 Jahre, nicht um 60 Tage handelt. Eine immense Zeit. Fast ein ganzes Leben erliest man sich hier. Diese Art der Dokumentation ermöglicht einen Blick auf viele zeitbedingte Wandel in Christa Wolfs Leben, Wandel in den verschiedensten Bereichen. So dokumentiert das Buch nicht nur den politischen Wandel innerhalb der DDR, von der DDR in die BRD und innerhalb eines wieder vereinten Deutschlands, sondern auch den Reifeprozess Christa Wolfs als Autorin, als Mensch, als Zeitzeugin und nicht zuletzt als Körper. Zu diesem bereits umfangreichen Schatz an Einblicken erhält der Leser Einsicht in Wolfs Art zu arbeiten, zu schreiben - mit all ihren Tücken und Hindernissen. Dieses Buch liest sich mindestens genauso spannend wie sorgfältig konzipierte Fiktion. Und am Ende klappt man es zu und ist voller Respekt.
Kristin Hogk, Dipl.-Übersetzerin
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