Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Glücksprinzip, 25. November 2005
Von Ein Kunde
Was ist das Glück? Das können zwar auch die 20 Autoren des kleinen Bändchens nicht beantworten, aber es ist schon interessant, wie sie sich dem Thema in ihren Geschichten aus ihrer induviduellen Warte nähern: ob wehmütig, romantisch, bissig oder humorvoll setzen die 20 Geschichten quasi das Puzzle "Glück" zusammen. Am Schluß ist der Leser zwar nicht unbedingt klüger, aber vielleicht ein Stückchen glücklicher...
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
nicht sehr glücklich, 31. Dezember 2005
Nun sind sie da, die Geschichten vom Glück, aber ob diese wirklich immer glücklich verfasst oder ausgewählt worden sind, mag dahingestellt bleiben. Greifen wir drei Geschichten heraus. Da wäre zu nennen: Werther. Kurzgeschichten in sechs Briefen. Sicher eine gute Idee, das mit den Briefen aber was sollen sie? Vielleicht eine Anspielung auf den gesellschaftskritischen Briefroman, "Die Leiden des jungen Werthers"? Aber wo bleibt das Thema Glück? Und wenn gar nichts mehr geht, rutscht man eben ab ins Obzöne. Das kommt in der heutigen Zeit immer gut an und beweist, dass man die Gossensprache auch beherrscht. So heißt es im dritten Brief: "... Ich bin ein sinnlicher Mensch und auf Charlotte scharf wie am ersten Tag, aber so geil auch wieder nicht, dass ich den Akt durchzöge, wenn sie steif wie ein Waschbrett und Lichtjahre von mit entfernt unter mir liegt". Der Schlusssatz lautet dann: "Wenn sie will, kann sie zu ihm ziehen und ihm über die Schultern sehen, wenn er seine gemanistischen Wiederkäuereien in seinen Laptop wichst." Am Ende erschießt sich dann der Nebenbuhler - na, was für ein Glück! Ein hübscher Titel, "Stunde der Möwe" aber dabei bleibt es leider auch. Langschweifige Ausführungen über Strand, Wasser und Gemütsbewegungen muss der Leser über sich ergehen lassen, die eher ermüden als glücklich machen. Zwischenzeitlich wird dann eine Möwe gerettet. Wohlgemerkt, von einem Stadtmenschen mit Herzklopfen, weil der nur Tiere aus dem Zoo kennt. Ja, gut. Vielleicht kann man sich noch freuen über die Rettung der Möwe - über mehr aber nicht. "Mach mich warm", ist dann der absolute Gipfel einer Geschichte über das Glück! Zwei Freundinnen gehen aus und nehmen Solomon, der eine schwarze Haut hat und außer "kussen" und einige andere Worte wenig Deutsch spricht, mit. Es wird ein vergnüglicher Tanzabend, doch zudem, was man annehmen könnte, kommt es nicht. Die eine hat eine Abneigung gegen dicke Lippen, was nicht rassistisch gemeint ist und die andere liebt ihn nicht. Dafür wird aber die Tasche samt Hausschlüssel geklaut und so endet die Geschichte: Ich halte meinen Mund dicht an die Gegensprechanlage, es stürmt, ich sage etwas wie "wohne im Haus" und "Tasche geklaut" und "Telefonieren". "Stichwort", flüstert mir die Freundin ins Ohr, und ich sage: "Du bist doch besoffen." Da muß man sagen, wenn dieser Zustand ein glücklicher ist, dann hat die Geschichte des Pudels Kern getroffen. Die lebensnahne Geschichten vom Glück, das erkannt, gehalten und gepflegt werden muss, sind zwar auch vorhanden aber eben nur auch. Hier z. B. wäre die Geschichte "Tor" zu nennen. Ein Fußballspiel mit glücklichem Vater und glücklichem Jungen wird hier flüssig und eindrucksvoll geschildert. Bei kaum 105 Seiten Text und neunhundert Einsendungen, hätte man diesem Werk hiervon sicherlich noch einiges hinzufügen können. Ich hatte von diesem Buch mehr erwartet.
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