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Ein Stück vom Meer: Roman
 
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Ein Stück vom Meer: Roman [Taschenbuch]

Aliza Olmert , Mirjam Pressler , Eldad Stobezki
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (5. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746624959
  • ISBN-13: 978-3746624952
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 344.815 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Erzählt mit Verve, Wärme, ohne mahnenden Zeigefinger, aber mit viel Melancholie und Heiterkeit." (NDR)

"Ein bewegender Roman." (F.A.Z)

Kurzbeschreibung

Alusia ist fünf Jahre alt, als sie mit ihren Eltern ein Schiff besteigt. Krieg, Verfolgung und das Wunder, überlebt zu haben, liegen hinter der Familie, die nun das Gelobte Land ansteuert. Für das Mädchen ist die Welt der Erwachsenen ein Buch mit sieben Siegeln. Anuschka, die melancholische Mutter, fürchtet die Lebensumstände und sehnt sich nach Europa, wo sie den geliebten Toten näher ist. Olek, der tatkräftige Vater, träumt von einem Neuanfang im Staat der Juden. Aber in Palästina liegt das Glück nicht auf der Straße. Geld und Liebe sind nicht so einfach zu erwerben, und die Schatten der Vergangenheit sind lang. Doch die heranwachsende Alusia weiß: "Wer ein Stück vom Meer sehen kann, muss glücklich sein."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesenswert 22. Oktober 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Wie schon der Klappentext hat auch die Produktbeschreibung wenig mit dem Buch zu tun. Schon gar nicht geht es um die Liebe zum Meer. Das ist so irreführend wie das merkwürdige Cover. Auch den Vater als stark und die Mutter als schwach zu bezeichnen ist eine merkwürdige Vereinfachung. Schade, denn das Buch zu lesen, lohnt sich. Die Eltern, Kommunisten, fliehen aus Polen vor den Deutschen in die Sowjetunion und geraten dort, Ironie des Schicksals,in ein Straflager in Sibirien, wärend ihre Familien von den Nazis ermordert werden. In Israel stoßen sie mit ihrem Kind auf eine Gesellschaft, die nach vorne orientiert ist. Das Erinnern stört offenbar die Ausrichtung auf die Zukunft. Das ist der Konflikt zwischen den Eltern: Der Vater will verdrängen, die Mutter will sich erinnern. Das Kind will eigentlich nur normal sein. Doch Israel ist nicht "normal."
Dass Geschichte persönlich ist und sich niemals tilgen läßt, auch nicht in den nachfolgenden Generationen, das lese ich in dem Buch - und nichts vom Meer.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vater, Mutter, Kind 10. Juni 2008
Format:Gebundene Ausgabe
"Ein Stück vom Meer" ist ein autobiographisch gefärbter Roman über Aliza Olmerts - der Frau des amtierenden israelischen Ministerpräsidenten - Umsiedlung aus Deutschland nach Israel in den 50er Jahren, ein Roman über die Anfänge dieses jungen Staates, bei dem der Holocaust ein Nicht-Thema spielt. In einfachem, anschaulichem Stil wird aus der Sicht des Kindes Alusia das Ankommen im neuen Leben, im Gelobten Land beschrieben. Der Inhalt ist einfach strukturiert: die ersten 100 Seiten sind Einleitung, die krampfhaft bemühte Adaption an die neuen Gegebenheiten und das Streben nach Normalität. Es folgen 100 Seiten Resignation der Mutter, die sich nach ihren toten Verwandten und Europa derart sehnt, dass sie fast daran zugrunde geht, wohingegen der Vater, ein Schnallenheld, weiterhin verbissen, doch optimistisch versucht, Fuß zu fassen. Auf weiteren 100 Seiten gibt dagegen er auf, lähmen ihn die Folgen des Krieges, wohingegen die Mutter im Aufbau einer polnischen Bibliothek, die als Treffpunkt für polnische Überlebende dient, die zu ihrer neuen Familie werden, ihre Bestimmung findet und zu leben beginnt. Beide Eltern entfernen sich immer weiter von einander, von ihrem Ziel, eine Familie zu sein und den Bemühungen, ihre Tochter zu einem guten Menschen zu erziehen, ihr eine kultivierte Umgebung (ein Bougainvilleen umranktes Haus) zuschaffen" (S.143), und münden im routinierten, normalen, oberflächlichen Alltag. Die Entwicklung der kleinen Alusia dagegen ist diametral: aus dem lieben, fröhlichen Kind, das ihren Eltern einziger Lichtblick im trüben Neuanfang ist, das sich immer vernünftig und rücksichtsvoll verhält, sich jedoch danach sehnt, Kind sein zu dürfen, wird eine aufsässige, israelische Straßengöre, die sich von den Interessen ihrer Eltern vollständig entfernt hat und nun endlich Kind ist!
Ein wirklich interessant und schön zu lesender Roman, der mich neugierig gemacht hat, mehr über das damalige und heutige Leben in Israel zu erfahren. Lobend sei hervorzuheben, dass das oft behandelte Thema Holocaust, Diaspora und Zionismus, das unweigerlich, aufgrund der Wurzeln der Protagonisten zu dieser Geschichte gehört, ganz unaufdringlich und ohne Wertung einbezogen wird
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Günter Nawe "Herodot" TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Zum Glück gibt es einen Menschen auf der Welt, mit dem ich alles besprechen kann. Seit Eva und ich die besten Freundinnen sind, möcht ich kein normales Kind, es reicht mir, so zu sein wie Eva". Zehn Monate hat es gedauert, bis die kleine Alusia so spricht und so empfindet.

Als Fünfjährige ist die Tochter zweier Holocaust-Überlebender von Eschwege über München Ende der 40er Jahre per Schiff nach Tel Aviv. Zwar hat die kleine Familie endlich eine erste "tichtige Wohnung" in Ramat Gan. Aber glücklich ist sie nicht. Die Mutter, depressiv und melancholisch ist mehr mit der Sehnsucht anch dem alten Europa und ihren geliebten Toten befasst als mit ihrer Tochter. DEr Vater hat ohnehin keine Zeit für das Kind. Als Verkäufer hochwertiger Schnalle, die es einst aus einer zerstörten Münchener Fabrik entwendet hat, ist er bemüht, für die Familie den Lebnsunterhalt zu sichern.

Dem Kind Alusia bleibt nur die Einsamkeit und die anfangs verständnislose Beobachtung all dessen, was um sie herum geschieht.

Aliza Olmert erzählt diese berührende "Entwicklungsgeschichte" aus der Perspektive des Kindes und mit den Worten des Kindes. Das wirkt authentisch und ist sicher auch nicht ohne autobiografische Bezüge - und damit sehr überzeugend. So ist es äußerst spannend zu lesen, wie das Kind auf dem Wege zum Erwachsensein fühlt und bis in die Nuancen hinein in sich aufnimmt (und verarbeitet), was mit ihr selbst und in ihrer Umwelt geschieht. Das aber ist ein schmerzlicher Prozess, der nur durch die "Liebe zum Meer" erträglich wird - und letztlich durch die Freundschaft mit Eva.

Alza Olmert erzählt wunderbar, findet bewegende Momente voller Poesie und zauberhafte Metaphern, mit denen sie Innen- und Außenwelt des Kindes beschreibt. Zudem erfährt der Leser sehr viel über das Leben im jungen Israel, die Anfangs- und Aufbaujahre - gestaltet von einer zutiefst verletzten, geschundenen Generation von Holocaust-Überlebenden.

Ein Buch, das man nicht nur liest, sondern mitempfindet.
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