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Ein Sonntag am Pool in Kigali
 
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Ein Sonntag am Pool in Kigali [Broschiert]

Gil Courtemanche , Riek Walther
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1., Aufl. (September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596161126
  • ISBN-13: 978-3596161126
  • Originaltitel: Un dimanche à la piscine à Kigali
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 135.462 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gil Courtemanche
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Man sollte sich vom idyllischen Titel nicht täuschen lassen: Ein Sonntag am Pool in Kigali hat ein schwieriges Thema, ein sehr schwieriges und blutiges sogar: Den Völkermord in Ruanda nämlich, dem seit Mitte der 1990er-Jahre mindestens eine halbe Million Tutsi und gemäßigte Hutu zum Opfer fielen. Dieser gewaltigen Zahl gibt der kanadische Autor und Journalist Gil Courtemanche mit der bewegenden Lebensgeschichte seiner Helden Gesichter.

Aus der Distanz eines Swimmingpools im Zentrum der Hauptstadt Ruandas, Kigali, lässt er Entwicklungshelfer, ruandische Spießbürger, Prostituierte sowie "gerissene und schwermütige Einwanderer" im Jahr 1994 auf den Beginn des Massakrierens blicken und mit den Opfern des mörderischen Treibens aufeinandertreffen. So wird ein schon längst in Vergessenheit geratenes Kapitel menschlicher Grausamkeit auf der Bühne der Literatur als erzählte Geschichte wieder ins Gedächtnis gebracht.

Für sein nichtfiktionales Werk über die Situation in der so genannten Dritten Welt wurde Courtemanche bereits mehrfach ausgezeichnet. Mit Ein Sonntag am Pool in Kigali hat er sich seinem bevorzugten Stoff mit all seiner Vorort-Erfahrung nun literarisch angenähert. Das war ein Wagnis, wie gesagt, auch, weil man als Schriftsteller schnell Gefahr läuft, allzu moralisierend und mit allzu offensichtlicher Botschaft daherzukommen. Courtemanche war sich der Gefahr bewusst -- hat er im Vorwort doch darauf bestanden, dass sein Buch ein Roman, "aber auch eine Chronik und ein Bericht" geworden sei.

Diesen schwierigen Spagat hat er gemeistert. Denn sein Pool in Kigali ist ein Mikrokosmos aus Hoffnung und Verzweiflung, von dem aus sich der Völkermord von Ruanda wenn schon nicht erklären und verstehen, so doch an Hand von einzelnen Schicksalen beobachten lässt. Keine leichte Kost, aber im besten Sinne des Wortes ein wahres Buch. --Isa Gerck -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

"Ein Sonntag am Pool in Kigali" ist ein Roman, eine Chronik und ein Bericht über eines der schlimmsten Massaker in der Geschichte, bei dem 800.000 Menschen den Tod fanden. Ein Roman, der den Opfern des Völkermords in Ruanda ein Gesicht gibt.
Ein Hotelpool in Kigali 1994, Treffpunkt für Entwicklungshelfer, Botschaftsangestellte, Journalisten, Geistliche, Prostituierte, Politiker und alle, die in Ruanda das Sagen haben. Hier verliebt sich der alternde kanadische Journalist Valcourt in die schöne junge Kellnerin Gentille, eine Hutu, die aussieht wie eine Tutsi und deshalb verfolgt wird.
In dem Land, das von Aids und Armut gezeichnet ist, verdichten sich die Hinweise auf den bevorstehenden Völkermord. Straßensperren werden errichtet, Freunde werden umgebracht, und die öffentlichen Tötungsaufrufe nehmen zu. Gentille und Valcourt hoffen vergebens auf Hilfe von außen - von den Vereinten Nationen, deren Blauhelmtruppen in Ruanda anwesend sind, von den Menschenrechtsorganisationen, von der Kir che. Vor den Augen der Öffentlichkeit bricht die Hölle los, die das Schicksal der kleinen Gemeinschaft besiegelt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von dr_rgne VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Man kann wohl kaum sagen, dass das Lesen dieses Buches besonderen Spass bereitet, dazu geht es um ein zu finsteres Kapitel der Menschheitsgeschichte: es beschreibt das Leben eines kanadischen Journalisten und dessen Freunden in der Zeit vor und während des Völkermordes in Ruanda. Dennoch ist der Roman lesenswert und sehr zu empfehlen.
Besonders gut gelungen finde ich, wie in Form einer Familiengeschichte die Wurzeln des Konflikts zwischen Hutus und Tutsis erläutert werden. Durch diesen Roman bekommen Opfer und Täter des Gonzids ein Gesicht und man staunt als Unbeteiligter darüber, mit welcher Freude und Kraft die Menschen in der Hoffnungslosigkeit der herrannahenden Katastrophe weiterhin ihr Leben leben. Dabei wird die Situation keineswegs beschönigt oder romantisiert.
Ausserdem bietet das Buch noch etwas Geschichtsunterricht und gibt Ausschluss über die Rolle der internationalen Staatengemeinschaft. Nicht jedermans Sache dürfte allerdings die Beschreibung verschiedener Gewalttaten sein, ohne die ein Buch über dieses Thema wohl kaum auskommen kann - diese erscheinen meist kühl und übertrieben sachlich.
Einziger wirklicher Kritikpunkt von meiner Seite wären die häufigen sexuellen Anspielungen, die mich vor allem zu Anfang des Buches etwas verstört haben, aber das Weiterlesen lohnt sich auf jeden Fall.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein grossartiges Buch, das mit einer hoch emotionalen Geschichte viele Aspekte des ruandischen Holocausts beleuchtet. Wir erfahren vieles über die Akteure und die Zuschauenden, die Profiteure und die Leidtragenden eines sich abzeichnenden Strudels in den tiefsten menschlichen Abgrund.

Die Liebesgeschichte, die in purer asymmetrischer sexueller Anziehung beginnt, aber nicht dabei bleibt, und die distanzierte, aber respektvolle Sprache machen das Buch auch für diejenigen gut lesbar, die sich der freud- und liebelose Tragik der Nachrichten und der offiziellen Geschichtsschreibung gerne verschliessen.

Ich empfehle das Buch denjenigen wärmstens, die sich für das Warum von sich wiederholenden Holocaust-Ereignissen interessieren, sich aber nicht der Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit hingeben wollen.

Ich glaube jedoch nicht, dass der von einem anderen Rezensenten angesprochene Leserkreis von „Beate Uhse Kunden" an dieser Lektüre Freude haben wird, denn es wird die ganze Bandbreite der Emotionen, inklusive Erotik und Sex angesprochen; es wird auch kein Land und keine Ereignis durch „den Kakao gezogen" (Kanada als Land des Autors, des Protagonisten, als auch des Kommandanten der untätigen UNO-Truppen kommt sicher nicht besser weg als das Ruanda der tausend Hügel, dem Gil Courtemanche offensichtlich sehr zugeneigt ist).

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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unsäglich 15. Oktober 2004
Von Lucius
Format:Gebundene Ausgabe
Der kanadische Journalist Courtemanche hat einen Roman über den Genozid in Ruanda geschrieben. Ein anspruchsvolles und schweres Thema; Courtemanche war zudem selbst Zeuge des grauenhaften Geschehens und hat viele seiner Freunde und Bekannten in dem Abschlachten verloren. Das gibt seinem Buch eine Authentizität und persönliche Betroffenheit, bei der man mit Kritik sicherlich sensibel umgehen sollte.

Aber äußern muß man sie leider, denn das Buch ist ganz sicher alles andere als Weltliteratur, wie andere Leser meinten, es ist im Gegenteil ausnehmend schlecht. Die Figuren sind Abziehbilder, billige Klischees ohne jedes Eigenleben. Wenn sie sprechen, heben sie zu gestelzten Deklamationen an, über ihre Liebe zueinander, AIDS, die Art ihres bevorzugten Todes oder das Schicksal Ruandas. Zwischendrin - und das ist alle paar Seiten - geben sie sich wüsten Ausschweifungen hin, über die sie anschließend zu erneuten Deklamationen ansetzen. Leider ist der Zweck dieser Passagen für Plot, Kennzeichnung der Figuren etc. nur selten erkennbar und so gerät Courtemanche, auch wegen der ausführlichen und genauen Beschreibungen sexueller Handlungen und Gedanken, mitunter in Pornographieverdacht. Noch schlimmer: Ähnliches gilt auch für die Gewaltdarstellungen. Courtemanche setzt hier auf Schockeffekte für den Voyeur, Grauen und Schmerz dagegen kann er nicht vermitteln. Genausowenig wie eine überzeugende Psychologie seiner Hauptfiguren, die vorwiegend in einem mit vollkommener Apathie verbundenem Selbstmitleid besteht. Ich bin nicht dabei gewesen, realistischer erscheinen mir dennoch Gefühle wie Sorge, Angst, Verzweiflung, Haß, wahnhaftes Denken usw., alles Dinge, die zumindest im Holocaust zu finden waren.

Ich verstehe, dass der Mann Entsetzliches gesehen und erlebt hat. Aber - bei allem Respekt - , dies qualifiziert ihn noch nicht zum Schriftsteller. Courtemanche kann ganz einfach nicht schreiben. In Zukunft sollte er es lassen.

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Sehr Befremdlich
Etwas irritiert von den extrem unterschiedlichen Bewertungen hier auf amazon, habe ich das Buch dennoch gelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2009 von Nova
Der Mensch als Bestie
Dieses Buch in Romanform polarisiert, wie man an den vorhandenen Rezensionen sehen kann: die Brutalität eines Genozids ist nicht in "schöne Worte" zu packen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. November 2008 von Erdenmensch
nur Zitate können das unterirdische Niveau des Buches darstellen
Pornographie vor dem Hintergrund eines Völkermordes. Nach 40 Seiten habe ich nur noch gelesen, um zu schauen, wie schlimm es wird. Es wird sehr schlimm. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2008 von M. Danelzik
American Psycho goes Ruanda.
Leider hat der Autor bei weitem nicht die literarischen Fähigkeiten eines B.E. Ellis. Bewegten wir uns zudem auf einer fiktiven Ebene, wäre dies nicht weiter... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2007 von Schili
Blut und Sperma
Was dieses Buch so widerwaertig macht, ist, dass ausgerechnet das Leid der Ruander im Genozid von 1994 hier hier als Kulisse fuer die Blut- und Spermaphantasien eines... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juli 2007 von Gerhard Harms
Moralisch aufrüttelnd aber literarisch schwach
Den kanadischen Journalisten Valcourt verschlägt es nach dem Tod seiner Frau und dem Ende einer unglücklichen Leidenschaft von Quebec nach Kigali, der Hauptstadt des... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. März 2006 von ludwigwitzani
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Veröffentlicht am 15. Oktober 2005 von Rene Hordijk
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Am 24. August 2005 veröffentlicht
Mindestens 20 Sterne wert!
Eine ergreifende Liebesgeschichte und ein wichtiger literarischer Zeuge über eine der größten humanitären Katastrophen des nicht eben katastrophenarmen 20. Lesen Sie weiter...
Am 12. August 2004 veröffentlicht
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