"Ein literaturhistorisches Ereignis hat stattgefunden: ein kunstreicher, verblüffender Akt, die Geburt einer neuen Gattung in Form einer CD-Box" (Hubert Winkels, DIE ZEIT) "Das beste Buch des Monats ist überhaupt kein Buch, sondern ist eine CD: Ein unkonventionelles Hörbuch aus Deutschlands unkonventionellstem Hörbuchverlag. Diese CD enthält nicht einfach die Lesung eines Buchs, sie ist selbst der Roman. Peter Kurzeck entwickelt und erzählt seinen Roman vor dem Mikrofon Papier und Tinte braucht er dazu nicht. Ein Literaturerlebenis nur für die Ohren! Toller Erzähler, tolle CD!" (Denis Scheck, ARD druckfrisch) "Keine Minute der knapp sechs Stunden ist überflüssig oder langweilig, weil Kurzeck ein Erinnerungsriese, vor allem jedoch ein Welterschaffungsgenie ist. Ein ganzes Universum entsteht dabei neu - berührend, beeindruckend, schlicht: großartig." (Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau) Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste Dezember 2007 "Ein ausgesprochen gelungenes Werk. Eine artistische Meisterleistung sondergleichen, dass sich jemand frei redend so erinnert, auch an die Namen des Apothekers aus dem Nachbarort und dessen Frau und dessen Hund! Es ist unglaublich, was für ein Gedächtnisarchiv Herr Kurzeck hat. Allein das wäre schon Bewunderung genug für diese Form der artistischen Leistung, aber was jetzt dazu kommt, ist, dass er wunderbar formuliert und dass es auch als Literatur funktioniert. Es ist der Versuch, die Zeit stillzustellen, die Zeit rauszunehmen aus einer Szene, deshalb dieser hohe Sommer, dieser eine Tag als Grundgefühl, das ist ja ein altes, antikes Motiv, die Zeit des Pan, diese eine glückliche Zeit. Und dies zu vermitteln, so zu vermitteln, dass der Hörer selber in eine fast meditative, schöne, sommerliche, gleitende Zeitbewusstheit hineingerät, das gelingt zudem noch, zu allem anderen, was an dieser Produktion besonders ist. Und insofern ist es sowohl von der traditionellen künstlerischen Qualitätsfrage her besonders, aber eben auch medial und gattungsmäßig etwas völlig Neues." (Hubert Winkels, Deutschlandfunk Kultur heute) "Erlebte Zeit wird erzählte Zeit: ohne den Umweg über die Schrift ist dieses Hörbuch ein Originaldokument. Gemeinsam haben Peter Kurzeck und Klaus Sander das Verfahren der freien Rede für die Literatur nutzbar gemacht. So ist ein akustischer Roman entstanden, der gleichzeitig intim und öffentlich ist. Mit dem Redefluss, der kaum spürbar bearbeitet aus sich heraus zu entstehen scheint, kommt man nicht nur der Lebensgeschichte Kurzecks nahe, sondern auch einer Person, die bei aller Authentizität eine fiktive bleiben muss. Die Stimme, die hier spricht, bekommt einen Körper, der nur in der Erinnerung des Hörers mit dem von Peter Kurzeck übereinstimmen kann. Für die meisten entsteht völlig glaubhaft eine andere Person. Und zwischen den Beschreibungen stösst man dann immer wieder auf ganz profunde Erkenntnisse, die wie nebenbei in einem leichten, unbeschwerten Ton beschrieben werden und sich kaum von den Beobachtungen trennen. Dieses Hörbuch ist auf ganz erstaunliche Weise wie aus einem Guss. Die Form des Hörbuchs ist im Grunde die ideale Form für die konzentrierte erzählende Prosa Kurzecks, weil nur hier die Zeit eine unmittelbare Rolle spielt. Erzählen und Zuhören sind zeitlich verbundene Prozesse. Ohne den Umweg über das Buch, ohne dass man innehalten und aufblicken könnte, ist man den Bildern ausgeliefert, die an einem vorüber ziehen ohne zu verharren. Man möchte das Licht löschen, um ihnen mehr Raum zu geben, damit sie ohne Ablenkung wirken können. Dann hört man das Hörbuch noch einmal und immer wieder, weil die Erzählung einen Sog entwickelt, der kein Ende kennt. Nichts passiert in dieser Geschichte und doch enthält sie, wie nur wenige andere, die ganze Welt." (Ulrich Sonnenschein, hr2 Mikado) "Es ist ein kleines Wunder, wie Peter Kurzeck im Erzählen eine verschwundene Welt wieder zum Leben erweckt - und zwar ohne romantisch verklärenden Blick. Worte werden Klang; Rhythmus und Melodiebögen von Kurzecks Sätzen machen aus einem exemplarischen Stück Zeitgeschichte ein Kunstwerk von suggestiver Kraft: Oral history trifft Literatur." (Nils Kahlefendt, Börsenblatt) "Dieser Roman ist beispiellos. Offenbar ohne wie auch immer geartete unmittelbare schriftliche Vorlage eine rund fünfstündige Erzählung zu realisieren mit all der Frische, die eine spontane Erinnerung in einem Gespräch auszeichnet, das ist große Kunst, wenn dieser Begriff denn Sinn macht. Denn: Um Kunst handelt es sich zwar, selbstverständlich, auch wenn man gerne im übertragenen Sinn von kunstlosem Erzählen sprechen möchte. Doch das Attribut "groß" ist problematisch, eben weil die Unternehmung einzigartig ist. Es gibt kein "größer" und "kleiner": Dieser Roman ist ein Unikum." (Hubert Winkels, Börsenblatt) Hörbuch der Woche (Bayerischer Rundfunk, 25.11.2007) "Liebevoll beschreibt Kurzeck den Ort seiner Kindheit, die Leute, die dort wohnten und teilweise immer noch wohnen, bringt ihre Sprache und trockene Lakonie zum klingen. Kurzeck selbst hat ein wenig vom hessischen Zungenschlaf angenommen, und auch deswegen ist es angenehm, ihm zu lauschen. So luftig und frei gesprochen möchte man ihn am liebsten immer hören." (NDR Kultur) "Der supposé-Verlag verfolgt seit einiger Zeit ein sehr interessantes Projekt: Er lässt Geistesgrößen, meistens Wissenschaftler, über ihren Forschungsgegenstand erzählen, ohne Manuskript, freie Rede pur, und man ist oft erstaunt, wie einem so, also frei erzählt, komplizierte Zusammenhänge klar werden können. Jetzt hat supposé einen Schriftsteller vors Mikrofon geholt: Peter Kurzeck, Autor oft autobiografisch gefärbter Romane, und er erzählt fast fünf Stunden lang über das Dorf seiner Kindheit, Staufenberg bei Gießen. Genaue Detailbetrachtungen auf dem Dorf als Grundlage für die Wahrnehmung der Vielfalt der Welt..." (Rosemarie Tuchelt, hr2 Mikado spezial) "Den Begriff des Hörbuchs ernstgenommen und als Experiment verwirklicht hat das Kölner (nach einem Umzug bald: Berliner) Label supposé, seit Jahren Garant für die gewitztesten Beiträge im noch jungen Medium der besprochenen CD. Wochenlang zog sich supposé-Gründer Klaus Sander mit dem Frankfurter Autor Peter Kurzeck und einem Aufnahmegerät in eine leere Wohnung zurück. Der Roman als reiner Sprechakt, nichts Geringeres, war Ziel der selbstauferlegten Einsperrung. Der weitverzweigte Plot des Hörbuchs entsteht unmittelbar aus dem Erinnern und Erzählen heraus, folgt den im Sprechen wiedererstandenen Bildern, Personen und Anekdoten. In der zur Literatur sich verdichtenden Erinnerung zerfließen auch die herkömmlichen Grenzen von Privatheit und Fiktion vor dem Ohr des Hörers dieses Originaldokuments akustischer Literatur. In der Spontaneität des Sprechakts scheint es der Dorfbewohner Kurzeck zu sein, den wir als Kind erleben. Und doch ist es, wie Marcel Prousts Marcel, auch hier ein literarisches Alter Ego, dem wir durch die Gassen und Wiesen folgen. Wenige Wochen nach seinem Erscheinen wurde "Ein Sommer, der bleibt" bereits mit hymnischen Kritiken bedacht. Das gewagte Experiment ruft nach Fortsetzung." (Cornelia Niedermeier, Der Standard) "Nichts bleibt so im Gedächtnis haften wie die Zeit der Kindheit: Das erste Bad im Fluss, der Klang der Häckselmaschine am Abend - die ganze rätselhaft-schöne Welt. Und so erinnert sich der Frankfurter Schriftsteller, Jahrgang 1943, an die Zeit, als er, sechs, sieben, acht Jahre alt, das Leben entdeckte. Ein Flüchtlingsleben nach dem Krieg. Armut und Leid der Flüchtlinge spielen dabei durchaus eine Rolle, etwa wenn die Mutter um ein Säckchen Mehl betteln muss und rüde abgewiesen wird. Vor allem aber geht es in diesen Erinnerungen um das Glück der Kindheit, das Eins-sein mit der Welt, um die Zeit, in der die nächste Umgebung wie ein unerschöpflicher Kosmos wirkt. Heute noch scheint Kurzeck vom Zauber umfangen, von dem diese Kinderwelt durchwirkt ist. So wie man sagt, jemandes Augen begännen zu leuchten, so wird Kurzecks Stimme heller und heiterer, je intensiver er der Zeit in der hessischen Provinz kurz nach dem Krieg gedenkt." (Tobias Lehmkuhl, Süddeutsche Zeitung) "Der Output des gerade nach Berlin umgezogenen Audio-Labels supposé ist so gut & außergewöhnlich, dass man in jeder Ausgabe eine der von Klaus Sander konzipierten und edierten CDs vorstellen könnte. Mit Peter Kurzecks gesprochenen Erinnerungen an das nordhessische Dorf seiner Kindheit ist ihm ein besonderer Wurf gelungen!" (Schwankungen - Kultur für Bremen) "Nur die neuen Medien bieten noch Novitäten, oder? Nein, jetzt gibt es eine Neuheit in einem ganz alten Medium: in dem der Literatur. Peter Kurzeck bringt jetzt zusammen mit dem genialischen supposé-Verlag eine unerwartete Neuheit. Auf vier CDs hat er einen Roman erzählt. Ein Sommer, der bleibt ist nicht auf der Grundlage von Texten entstanden. Hier wird nichts vorgelesen, es ist das erste Hörbuch ohne Buchvorlage. Und das ist vollends gelungen und faszinierend." (Frank Berzbach, sciencegarden) "Kurzeck im augenblicklichen Zenit seines wohl für immer größten literarischen Wurfes" (Gießener Anzeiger) "Das ist mehr als oral history: Das ist, in der Erzählung, unendlich fein gesponnenes Garn. Kurzeck hat von Anfang an seine Umwelt sehr genau beobachtet und alles gespeichert, die leise im Wind wogenden, ja sich wälzenden Kornfelder, die er vom Kirchturm aus sah, genauso wie die erste Autofahrt. Ein Archivar seines Lebens." (Knut Cordsen, Bayerischer Rundfunk, B5 aktuell) "Ein Hörbuch, das bleibt" (hr2-Hörbuchbestenliste) "Dass Kurzecks Schreiben seine innerste Energiequelle in der Mündlichkeit des Erzählens hat, zeigt diese wunderschöne CD-Sammlung. Hier erzählt der Schriftsteller wie ihm der Schnabel gewachsen ist, ohne Manuskript. Man wird in einen Erinnerungsstrudel gezogen und ertappt sich bei dem Wunsch, eine Kurzeck-CD zum Einschlafen aufzulegen, so beruhigend ist die Dichterstimme. Man vertauscht sich als Kurzeck-Fan probeweise mit dessen Tochter, deren Einschlafrituale so oft erzählt werden. Verlässlich ist Kurzecks Fähigkeit, nach der vierten, fünften Erzählgabel...