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Ein Schriftsteller im Krieg: Wassili Grossman und die Rote Armee 1941-1945
 
 
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Ein Schriftsteller im Krieg: Wassili Grossman und die Rote Armee 1941-1945 [Gebundene Ausgabe]

Antony Beevor , Luba Vinogradova , Helmut Ettinger
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann; Auflage: 1. Aufl. (24. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570009130
  • ISBN-13: 978-3570009130
  • Originaltitel: A Writer at War. Vasily Grossman with the Red Army 1941-1945
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 398.356 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Antony Beevor
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Grossmans hier zum erstenmal veröffentlichte Abhandlung ›Die Hölle namens Treblinka‹ allein ist es bereits wert, dieses Buch zu kaufen. Was darin zum Ausdruck kommt, geht über Journalismus und Geschichtsschreibung weit hinaus und steht exemplarisch für die ›unbarmherzige Wahrheit‹, die Antony Beevor preist.« (Daily Telegraph )

Kurzbeschreibung

Die Entdeckung eines bislang unveröffentlichten literarischen Dokuments

Wassili Grossman ist der Autor von »Leben und Schicksal«, einem Roman, der zu den bedeutendsten der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts gezählt wird. Dieser basiert nicht zuletzt auf den Erfahrungen, die Grossman als Kriegsberichterstatter während über 1000 Tagen an der Front (darunter vier Monate in Stalingrad) gesammelt und in seinen Notizheften festgehalten hat. Antony Beevor hat dieses Material mit Luba Vinogradova ediert und mit Zwischentexten versehen, die den historischen Hintergrund erläutern. In seinen Kriegsnotizen wird Grossmans tiefe Humanität ebenso deutlich wie das Grauen eines Krieges, der auf beiden Seiten mit bestialischer Verbissenheit geführt wurde.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Antony Beevor ist ein von mir hochgeschätzter Historiker, der es vermag, Geschichte packend und plastisch zu erzählen und dabei in den großen Kontext zu stellen - siehe auch sein exzellentes Buch über Stalingrad. So verfährt er auch in diesem Werk: Viele Zitate von Grossman, eingerahmt von Passagen, die den historischen Zusammenhang herstellen.
Beginnend mit den katastrophalen Niederlagen der roten Armee in 1941, über Stalingrad und Kursk, die Wende von der Defensive zur Offensive bis zum Sturm auf Berlin verfolgt er den Weg Grossmans als Frontberichterstatter der Armeezeitung "Roter Stern".
Besonders beeindruckt dabei das, was Grossman über Treblinka geschrieben hat. Jeder, der sich über den mörderischen Charakter des Naziregimes Illusionen macht, sollte diese Passagen lesen. Allerdings darf die Tatsache des deutschen Vernichtungs- und Lebensraumkrieges auch nicht zu einer Beschönigung des Sowjetregimes und seiner Armee führen. Mit einer Vielzahl von kleinen Notizen belegt Grossman (vielleicht unabsichtlich), dass die Brutalisierung des Krieges nicht nur von der deutschen Seite ausging. Wie nebenbei werden von sowjetischen Kommandeuren aus einer Laune des Augenblicks heraus Hinrichtungen angeordnet, Gefangene ermordet, selbstmörderische Aktionen befohlen. Hier zeigt sich, wie bei der entfesselten Gewaltkonfrontation zweier totalitärer und aggressiver Regime die Menschlichkeit unter die Räder gerät.
Grossman hat das in seiner Literatur verarbeitet. Dabei spielt auch eine große Rolle, dass Grossman als Jude erst die Judenvernichtung der Nazis beschrieb und später den Anitsemitismus der kommunistischen Kirche am eigenen Leib erleben mußte.
Ich gebe dem Buch 5 Sterne und kann es jedem am 2. Weltkrieg Interessierten zur Abrundung der reinen Faktenkenntnis empfehlen.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dies Volk ist unsterblich! 1. Dezember 2007
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Wassili Semjonowitsch Grossman's Notizen vom Grossen Vaterländischen Krieg (1941-1945), den er als Korrespondent der sowjetischen Militärzeitschrift "Krasnaja Swesda" (Roter Stern), grössten Teils hautnah an der Front miterlebt hat, beginnen beim Überfall Nazideutschlands auf die Sowjetunion. Die mit modernster Waffentechnologie hochgerüstete deutsche Wehrmacht trifft zu Beginn ihrer Offensive "Barbarossa" auf eine schwache, unvorbereitete, ja geradezu paralysierte Rote Armee, die nicht anders kann, als sich langsam ins Landesinnere zurück zu ziehen.
Antony Beevor, der Autor des Buches, der die Artikel und Notizen Wassili Grossmans zusammengetragen hat, versteht es sehr gut, Grossmans Dokumentationen vom Alltag an der Front in den grösseren Kontext der damals herrschenden politischen Situation, wie auch der jeweiligen militärische Lage einzubetten.Es sind erschütternde Bilder von Tod und Zerstörung, von unendlichem Leid und schlimmster Entbehrung, die einem beim Lesen dieses Buches haften bleiben.
Im Winter 1942 bahnt sich schliesslich in Stalingrad die Wende an. Die Rote Armee wirft dort alle verfügbaren Einheiten in den Kampf, um Stalin's Stadt zu verteidigen. Grossman berichtet monatelang minutiös von den Ereignissen in der heftig umkämpften Stadt, in der die Kräfte der ausgezehrten Wehrmacht in einem zermürbenden Häuserkampf allmählich schwinden. Nach der Kapitulation General Paulus' 6. Armee in Stalingrad beginnt der unaufhaltsame Vormarsch der Roten Armee, zunächst mit der opferreichen Rückeroberung des Vaterlandes durch die mittlerweile besser organiserten und ausgerüsteten, kampferprobten und hoch motivierten sowjetischen Infanterie- und Panzertruppen. Immer vorne dabei Wassili Grossman, unermüdlich, mutig, ein konziser Beobachter der Vorgänge im und rund um das Schlachtfeld.
Im Sommer 1944 wird das Vernichtungslager Treblinka in Polen von der Roten Armee befreit, und Grossman, selbst einer assimilierten jüdischen Familie entstammend, wird Zeuge der unermesslichen Gräueltaten, die die "faschistische Bestie" den aus allen Ecken Europas herangekarrten Juden zuteil hat kommen lassen. Der daraus entstandene Artikel wird in Beevors Buch praktisch in voller Länge wiedergegeben, und zählt zu Grossmans eindrücklichsten Werken. Nach diesen erschütternden Erlebnissen erleidet Grossman einen schweren Nervenzusammenbruch und kehrt vorübergehend nach Moskau zurück, bevor er sich im Januar 1945 wieder den sowjetischen Frontverbänden anschliesst, um vom Einmarsch der Roten Armee in Deutschland und schliesslich von der finalen Schlacht um Berlin zu berichten, die gleichsam das Ende des zweiten Weltkrieges darstellt.
Das Buch ist äusserst sorgfältig recherchiert, sauber strukturiert und trotz des geschichtlichen Themas vor allem an einem Punkt brandaktuell: Man bedenke die verabscheungswürdigen Folterungen von "Detainees" durch amerikanische Militaristen in Camps wie Abu Ghraib und Guantanamo...
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