Andy Tennant hat für seinen Film Fool's Gold die altbewährte Kinoschatzsuche unter dem Motto: Mann und Frau, wie Katze und Hund, suchen alten Schatz an einigen der schönsten Schauplätze der Erde, wieder aufleben lassen. Wer bei der Verleihfirma dabei auf den deutschen Titel "Ein Schatz zum Verlieben" gekommen ist, will ich lieber gar nicht wissen. Aber sei es, wie es ist. Alles, was wir an gelungenen Plots aus Fluch der Karibik, Indiana Jones oder Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten, um nur einige berühmte Vorgänger zu nennen, kennen, hat Tennant in einen Topf geworfen, kräftig umgerührt und einen sehenswerten, unterhaltsamen Film daraus gemacht. Mit Matthew McConaughy und Kate Hudson hat er dabei zwei Hauptdarsteller gewinnen können, die Michael Douglas, Keira Knightley, Johnny Depp oder Kathleen Turner, beim Auftritt in ihren Schatzsucherrollen, in nichts nachstehen.
Finn(Matthew McConaughy) und Tess(Kate Hudson) sind ein Paar, wie Hund und Katze. Ihr Scheidungstermin steht an, aber irgendwie lieben sie sich noch immer. Tess lässt kein gutes Haar an Finn, außer, na ja, er ist gut im Bett. Während Finn bei der Schatzsuche vor einer Karibikinsel sein letztes Boot versenkt(die Anfangssequenz des Films ist dabei so genial wie komisch) hat Tess auf der Yacht des Milionärs Nigel Honeycut(Donald Sutherland) als Steward angeheuert. Tess und Finn wollen sich in der Hafenstadt zum Scheidungstermin treffen, aber der völlig unzuverlässige Finn verpasst den Termin um Sekunden. So werden aus den Eheleuten getrennte Menschen. Es gibt da jedoch eine Sache, die immer noch extrem verbindet. Tess war mit Finns Hilfe auf der Suche nach einem gigantischen Goldschatz, einem Schiff, das mit der Aussteuer der spanischen Königin, vor 300 Jahren gesunken ist. Finn glaubt, dass er den Ort des Untergangs kennt, er hat die Scherbe eines Tellers gefunden, den er diesem Schiff zuordnet. Da Finn allerdings an akuter Geldknappheit leidet, hat er sich eine Finanzspritze beim Chef der Inseln, einem fiesen, reichen Rapper besorgt. Und da er nicht zurückzahlen kann, wird er von den Schergen des Bösewichts zunächst; stilgerecht mit Anker am Fuß, im Ozean versenkt. Wenn Finn jedoch eines kann, dann ist es, seinen Kopf immer im letzten Moment aus der Schlinge zu ziehen. So entrinnt er dem nassen Grab, findet zu Tess zurück und macht sich mit Hilfe von Nigel Honeycut auf die Suche nach dem Goldschatz der Spanier. Bis der allerdings in Tess und Finns Händen liegt, passiert noch eine ganze Menge.
Fool's Gold ist Abenteuerfilm mit Witz und Ironie pur. Das der Film keinen nennenswerten Tiefgang hat und zudem reichlich adaptiert wurde, stört dabei in keinster Weise. McConaughy und Hudson bei der Arbeit zuzuschauen ist eine wahre Freude und endlich einmal wieder Donald Sutherland zu sehen, ist auch nicht zu verachten.
Fool's Gold ist die richtige Wahl für einen kurzweiligen Abend vor der Glotze, mit jeder Menge Spaß, ohne die grauen Zellen zu überanstrengen. Ich habe mich jedenfalls königlich amüsiert und hoffe, dass es anderen Zuschauern genau so geht.