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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mach's gut, John,
Von Gutenberg "Effha" (Borken/Westf) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ein Rest von Schuld: Roman (Taschenbuch)
Ich habe diesen Roman, der wie alle Rebus-Geschichten von Rankin nicht durchkonstruiert erscheint, das Leben ist es ja auch nicht, sondern über Ecken und Kanten zum Ziel führt, mit einer gewissen Melancholie zu lesen begonnen. Wusste ich doch, dass es der letzte seiner Art ist.Der Plot ist für einen Rebus-Fan eh beinahe Nebensache, diesmal ist es die Story um einen ermordeten russischen Dichter. Rebus glaubt nicht an den doch eigentlichen offensichtlichen Raubmord und behält Recht. Es scheint jedoch das Geheimnis Ian Rankins zu sein, dass man mit seinem Inspector in dessen Leben und dessen Stadt eintaucht. Liest man einen dieser Romane, dann löst man nicht abends im Sessel ein Kriminalrätsel, sondern man macht sich Rebus auf die Socken ins meist nächtliche, mindest aber verregnete Edinburgh, um Licht ins Dunkel zu bringen. Um diese - eigentlich schöne - Stadt ein klein wenig schöner zu machen. Rankin ist ein Meister dessen, was die englische Literatur seit Defoe auszeichnet. Die Helden und Protagonisten werden zu Verwandten oder Freunden. Robinson Crusoe, Mr. Pickwick, als Kind damals schon der kleine Lord. Deswegen bemerkte ich nach wenigen Seiten, dass meine Melancholie unnötig war. John Rebus, mit dem ich irgendwie verwandt war, darf endlich in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Darauf freute ich mich mit ihm. Er hat es schließlich verdient. Wird Zeit, dass ich ihn mal wieder besuche, jetzt hat er ja Zeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Abgang auf dem Höhepunkt,
Rezension bezieht sich auf: Ein Rest von Schuld: Roman (Taschenbuch)
Das war's dann. Die Krimi-Reihe von Ian Rankin gehört m.E. mit deutlichem Abstand zu den besten zeitgenössischen Krimis. Autoren wie Mankell, Nesser, Edwardson oder gar der absurd überschätze Stig Larsson mit ihren ewig superschlauen Helden wahlweise Serienkillern und ihrem nervtötenden Hang zu ständig depressiven Kommissaren können ihm nicht das Wasser reichen.Auch von Rankin habe ich zumindest schon ein früheres Werk außerhalb dieser Reihe in der Hand gehalten bei dem ein Verlag schlicht Resteverwertung mit seinem Namen betrieben hat und der deshalb im Altpapier enden mußte. Aber hier, in seinem Hauptwerk, schafft er es, die Charakterzeichnung seiner Figur weitgehend glaubwürdig zu gestalten und, was ich ganz besonders schätze, immer wieder setzt er Glanzlichter mit dem trockenen englischen Humor seines Protagonisten. Sicher greift auch Rankin - wie seine Kollegen - zu Konstruktionen, doch diese geraten nie zum bloßen Selbstzweck und und ersetzen nicht intelligente Dialoge, differenzierte Charaktere und gute Beobachtungsgabe. Immer wieder gelingt es ihm, eine drohenden Routine in seiner Reihe zu verhindern was angesichts von insgesamt 17 Bänden eine beeindruckende Leistung ist. Vor einiger Zeit habe ich die ersten Bände nochmals mit Vergnügen gelesen. Ich bin sicher, ein ähnliches Unterfangen mit den Produkten von oben erwähnten Schreibern wird bei mir zu ernsthaften gesundheitlichen Nebenwirkungen führen. Tschüss John Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ABSCHIED VON JOHN REBUS - EIGENTLICH UNDENKBAR,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ein Rest von Schuld: Roman (Taschenbuch)
EIN REST VON SCHULD scheint tatsächlich der letzte Roman um und mit JOHN REBUS zu sein. Eigentlich undenkbar; Trauer erfüllt das Herz - vor allem nach diesem Finale!DIE STORY: DI JOHN REBUS' letzte Woche vor seiner Pensionierung hat begonnen. Und REBUS hat sich vorgenommen zusammen mit seiner langjährigen Kollegin DS SHIOBHAN CLARKE möglichst noch ein paar "offene" Fälle abzuschließen. Ganz besonders den Fall "BIG GER CAFFERY"; Gangster No. 1 und REBUS' Intimfeind. Aber: in einer dunklen, einsamen Gasse wird eine männliche Leiche gefunden, die übel zugerichtet worden ist. Darum müssen sie sich zuerst kümmern. Bei dem Opfer handelt es sich um TODORORW, einem russischen Dichter, der sich in Schottland auf einer Lesereise befindet. Zeitgleich hält sich eine russische Wirtschaftsdelegation in Edinburgh auf, die von dem Oligarchen ANDROPOW angeführt wird. Schon bald versucht das russische Konsulat die Ermittlungen zu beeinflussen. Nach dessen Auffassung habe es sich eindeutig um einen Raubmord gehandelt. REBUS und CLARKE lassen sich jedoch nicht beirren und finden schon bald heraus, dass sich TODOROW und ANDROPOW kannten. Bei seinen weiteren "einzelgängerischen" Ermittlungen findet REBUS heraus, dass auch "BIG GER" CAFFERTY eine wichtige Rolle spielt. Offensichtlich geht es um Immobiliengeschäfte im großen Stil, an denen auch die größte und einflußreichste Bank Schottlands beteiligt sein soll. Allerdings gerät REBUS hierbei (wieder einmal) in das "Schußfeld" seiner Vorgesetzten, weshalb er kurzer Hand bis zur Pensionierung vom Dienst suspendiert wird. Eine Herausforderung für JOHN REBUS - was soll auch geschehen? REBUS läßt also dessen ungeachtet nicht locker und kommt dabei DI CALUM STONE in die Quere, der zu einer Sondereinheit gehört, die - unter Top Secret - seit Jahren dabei ist, Belastungsmaterial gegen "BIG GER" zu sammeln und kurz davor steht, "BIG GER" endgültig aus dem Verkehr zu ziehen. REBUS ignoriert aber auch dessen Weisung, die Ermittlungen nicht zu gefährden und sich von CAFFERTY fernzuhalten. Stattdessen trifft er sich auf Wunsch von "BIG GER" eines Nachts mit dem Gangster in einer einsamen Gegend. Kurz nach diesem Meeting wird CAFFERTY bewußtlos mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass REBUS seinen wichtigsten noch "offenen" Fall gewaltsam "abgeschlossen" hat und die Schlinge um seinen Hals zieht sich langsam, aber sicher zu ... FAZIT: Zum Abschluß dieser bravourösen Krimi-Reihe noch einmal ein echtes Highlight, das den Abschied umso schwerer macht! Eigentlich unvorstellbar, dass es künftig keinen neuen Fall für DI JOHN REBUS geben wird, mit dem man jetzt ein ganzes Berufsleben über 17 Bücher hinweg mitgefühlt hat. Irgendwie tut sich - im ersten Moment - Leere auf. Zugleich ein Riesenkompliment an IAN RANKIN; unglaublich, wie es dem Autor gelungen ist, eine derart langlebige Reihe derart hochklassiger - und mit kontinuierlichen Steigerungen versehener - Kriminalromane zu schreiben. Zwar hat IAN RANKIN inzwischen eine neue Reihe um MALCOLM FOX (der erste Band: Ein reines Gewissen), einem Polizeibeamten, der in den eigenen Reihen die Arbeit seiner Kollegen zu überprüfen hat, gestartet. Trotzdem bleibt die Hoffnung, dass es vielleicht einmal eine Fortsetzung - oder den Beginn einer neuen Romanserie - geben wird, in der dann DS SIOBHAN CLARKE, zum Schluß JOHN REBUS rechte Hand und Vertraute, die Hauptrolle spielen wird, möglicherweise gelegentlich unterstützt durch den alten Pensionär JOHN REBUS? Also wer bislang keinen JOHN REBUS gelesen hat, sollte dies sofort nachholen, aber - und das gilt hier mehr denn je - in chronoligischer Reihenfolge! Ich beneide jeden, der dieses Krimi-Erlebnis noch vor sich hat! Also viel Spaß dabei! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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