Schon seit langem wünscht sich Hannah ein Pferd. Als die erste Kerze am Channukka-Leuchter brennt, geht ihr Wunsch in Erfüllung. Aber dann bricht das Chaos über Hannah und ihre Familie während der acht Tage des jüdischen Lichterfestes herein, denn Golda verhält sich absolut nicht so, wie man es von einem Pferd erwarten würde und mischt das Familienleben ganz schön auf. Aufregende Tage erleben Hannah und ihre Familie.
Es gibt kaum Kinderbücher über jüdisches Leben jenseits von Holocaust-Literatur. Und die wenigen, die es gibt sind meist verklärend und romantisierend im osteuropäischen Schtetl Milieu angesiedelt oder legen eine didaktische Attitüde an den Tag, mit der einem christlichen Kind erklärt wird, wie Judentum geht.
Ein Pferd zu Channukka ist erfrischend anders. Channukka ist ein ganz normales Familienfest und wird von Myriam Halberstam so erzählt, dass auch nicht-jüdische Kinder an dem Buch ihre Freude haben werden. Die hebräischen Ausrufe oder sollte man besser sagen Schnauber" von Pferd Golda werden übersetzt. Nancy Cote sind wunderschöne Illustrationen gelungen.
Auch wenn Pferdebücher fast Mädchenbücher sind, so kommt dieses Bilderbuch auch bei Jungen sehr gut an. Geeignet ist es für Kinder ab dem vierten Lebensjahr.
Und dem neu gegründeten Ariella-Verlag für jüdische Kinderliteratur als dessen Erstlingswerk ein Pferd zu Channukka" erschienen ist, wünscht man, dass diesem noch viele weitere Bücher in gleicher Qualität folgen mögen.