Die story ist tatsächlich knapp erzählt: ein Junge hat einen Vater, der bei der US-Navy ist, es mit jungen Mädels treibt und kaum zu Hause ist, die Mutter ist verstorben. Der Junge (Richard Gere) möchte es eines Tages dem Vater zeigen, er will besser sein und meldet sich zur Ausbildung als Marine-Flieger. Dort erlebt er unter dem harten Ausbilder (Louis Gosset jr.) seine individuelle Metamorphose und wandelt sich, stets an seine Grenzen getrieben, vom egoistischen Einzelkämpfer zum sozialen Charakter.
Das Drehbuch geisterte in Hollywood schon 8 Jahre umher, bis der Film 1981 von Taylor Hackford in Szene gesetzt wurde.
Sonst lässt die US-Navy ja keine Chance verstreichen und unterstützt jedes patriotisches "Navy-Film-Spektakel" (TOP-Gun etc.), doch zu diesem Projekt gab es keine Unterstützung, weil die Dialoge des Ausbilders angeblich zu ordinär und obszön seien. Daher gibt es im Film auch kaum technisches Spektakel mit wilden Flugszenen und sonstigen Stunts, doch das tut ihm wirklich gut und er hat trotzdem alles, was ein Hollywood-Film braucht: Liebe, Drama, Spannung und Aktion.
Der Film ist dadurch ein zeitloses, filmhistorisches Meisterwerk geworden, eine eindrucksvolle Charakterstudie mit glänzend aufgelegten Schauspielern, die sämlich nach diesem Film eine Hollywoodkariere hingelegt haben.
Louis Gosset jr. war allerdings schon 1981 ein Star und die jungen Schauspieler (Rekruten) waren sehr beeindruckt, mit ihm spielen zu können. Hier griff der Regiseur nun in eine Trickkiste: er ordnete an, dass sich Gosset jr. auch in den Drehpausen zu seinen jungen Schauspielkollegen arrogant und abweisend verhalten soll, damit die Authentizität gesteigert wird.
Und mit Verlaub, das ist gelungen!