Ein Kriminalroman, der Aufklärungsarbeit leistet:
"Aufgeschreckt durch den Mord an einem homosexuellen Freund streift ein Rechtsanwalt als Detektiv durch die nächtliche Szene von Stuttgart und Frankfurt. Ihm war zwar bekannt, daß sein Rechtsanwaltskollege Werner G. schwul ist, von seinen SM-Neigungen allerdings wußte er nichts. In der Kanzlei überwiegt Erschütterung und vor allem Unverständnis. Und auch die Polizei schließt die Akte im Mordfall Werner G. überraschend schnell.
Damit allerdings will sich der Ich-Erzähler nicht zufrieden geben. Er macht sich auf die Suche nach den Bekannten, seinem Umfeld und somit auch nach seinem Mörder. Er taucht ein in die Gay-Szene von Stuttgart und Frankfurt. Und er entdeckt bisher verborgene Facetten und Neigungen seiner eigenen Persönlichkeit ..."
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Fazit: In diesem Roman geht es um Abenteuerlust, Schönheitshunger, Bisexualität, Selbsterkenntnis und Toleranz.
Der Roman hilft schwule Menschen besser zu verstehen - Schwule sind Menschen wie alle anderen - "Schwul sein" ist keine Krankheit, sondern eine Neigung, die viele Menschen an sich entdecken können.
Ein beeindruckender und guter Kriminalroman!
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Textauszug: "...Daß eben mancher Mord für die ermittelnden Beamten das Gewicht eines Diebstahls zu haben scheint. Und im Falle von Werner hatte ich den Eindruck, daß die Sache besonders deswegen an Bedeutung verlor, weil sein Privatleben den herrschenden Sexualnormen widersprach. Da fragte ich mich plötzlich, ob man sich so etwas gefallen lassen sollte.
Der Täter ist mir letztlich nicht so wichtig. Werner ist tot, das kann man nicht ungeschehen machen. Aber daß es zwei Arten von Opfern gibt, paßt mir nicht, nämlich ehrbare und nicht ehrbare.
Und überhaupt stört mich, daß ein gebildeter Mensch, der in untadeliger Weise einen Beruf ausgeübt hat, wegen der Art seiner Intimsphäre insgesamt nicht ehrbar ist."
Empfehlenswert - meint - Reinhard Busse