Emilio, ein kleiner Beamter, der einmal einen bescheidenen literarischen Erfolg erzielte, lebt ein tristes Leben zusammen mit seiner grauen, tristen Schwester Amalia. Bis er Angiolina kennenlernt, blond, schön, lebenslustig - und voller Lügen. Überhaupt ist Svevos Roman mit dem wunderbar lakonischen Titel ein Werk über eine solche Unzahl von Maskeraden, Unwahrheiten und Täuschungen, wie man sie in einem derartig übersichtlichen Handlungsrahmen kaum für möglich gehalten hätte. Jeder täuscht jeden, inklusiv sich selbst, nicht bösartig, sondern als unausweichliche Lebensstrategie.