Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Deluxe Edition ohne jeden Luxus, 22. März 2009
Coverzitat: "Dieser exzellente Literaturfilm mit Starbesetzung gewann im Jahr 1966 sechs Oscars®, darunter "Bester Film des Jahres", "Bester Hauptdarsteller" (Paul Scofield) und "Beste Regie" (Fred Zinnemann)."
Lexikon des Int. Films: "Das Leben des englischen Theologen und Politikers Thomas Moore nach einem Theaterstück von R. Bolt. Ein überzeugender, hervorragend gespielter und um dialektische Objektivität bemühter Film über die Unsterblichkeit des Gewissens."
Das befriedigende und rotstichige DVD-Bild zeigt leichtes bis mittleres Bildrauschen. Im Unterschied zur stark beschnittenen Standard Edition (Bild 1.85:1) zeigt diese Deluxe Edition (2007) nun endlich mehr Bild. Columbia Pictures gibt zwar nun das Originalformat (1.66:1) an, doch die anamorph kodierte DVD zeigt immer noch etwas weniger Bild (eher 1.70:1). Der deutsche Mono-Ton klingt durch die Bearbeitung mit Rauschfiltern deutlich blechern und bekommt von mir nur die Note 4. Extras: Das Leben des Thomas Morus (deutsch untertitelt). Fazit: Keine Deluxe-Edition.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Passiver Widerstand aus Gewissensgründen glaubwürdig dargestellt, 11. Juli 2008
Der Film schildert eindrucksvoll, wie Thomas Morus versucht, den Anforderungen der Obrigkeit einfach aus dem Weg zu gehen und sie nicht zu reizen. Thomas Morus ist kein Held vom billigen Format, der die Gefahr sucht. Aber die Obrigkeit wird gerade durch dieses Verhalten dazu gereizt, ihn herauszufordern, von ihm Bestätigung zu verlangen, ihn Schritt um Schritt in die Enge zu drängen, um ihn zu unterwerfen. Ähnliches hörte man schon von DDR-Dissidenten: Wenn der Staat sie einfach in Ruhe gelassen hätte, wären sie gar keine Dissidenten geworden. Es ist auch treffend dargestellt, wie Morus sich bewusst von seinen Freunden distanziert, um sie nicht ins Schlamassel mit hineinzuziehen. Es ist gut zu sehen, wie die Menschen um Morus von ihm Abstand nehmen, ihn sogar verraten oder persönliche Rache nehmen. Man sieht, wie schwer es ist, einen Standpunkt gegen die herrschende Meinung einzunehmen, welche sozialen Mechanismen plötzlich greifen und zu wirken beginnen, um den Dissidenten zu isolieren und zu zerstören. Und es ist gut zu sehen, wie die Macht unter dem Deckmantel der Galanterie plump und brutal ist, im Gegensatz zur Tochter von Morus, die gebildet und feinsinnig ist. Das alles ist kein Historienfilm, der eine historische Begebenheit dröge ableiert. Das ist ein Menschheitsdrama.
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21 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
" Eines der größten Probleme unserer Zeit ist das viele geschult sind aber nur wenige gebildet." ( Thomas More), 23. Januar 2009
Der Film handelt von dem englischen Staatsmann und Humanisten Sir Thomas More (latinisiert Morus), der von Paul Scofield sehr gut gemimt wird.
Zur Person: Nach seinen humanistischen, theologischen und juristischen Studien von 1503-29 wurde Thomas More Mitglied und seit 1523 Sprecher des Unterhauses, seit 1529 Lordkanzler unter Heinrich VIII.
Nach der Trennung der englischen Kirche von Rom durch den König , die More ablehnte , trat er 1532 zurück und verweigerte zwei Jahre später den Suprematseid; daraufhin wurde er wegen Hochverrat angeklagt, zum Tode verurteilt und hingerichtet.
More verfasste zahlreiche Schriften und hielt seit 1499 engen Kontakt zu Erasmus von Rotterdam.
Die katholische Kirche sieht in ihm den Patron der Regierenden, der Politiker und der katholischen jungen Gemeinde. Thomas Morus ist ein Märtyrer und Heiliger.
Der Film beginnt unmittelbar bevor More Lordkanzler wird. Man erlebt ihn zunächst auf seinem Landgut. Hier wird die gute Beziehung zu seiner Tochter Margret beleuchet, die als eine der gebildetsten Frauen ihrer Zeit galt. (Hierzu muss man wissen, dass More sich im Privatleben sehr für die Erziehung seiner Töchter engagierte und ihnen die gleiche Bildung zukommen ließ, wie seinen Söhnen).
Man erlebt den Humanisten des Weiteren im Gespräch mit dem Heinrich VIII, der die Scheidung von seiner Gattin Katharina von Aragon anstrebt, um Anne Boleyn heiraten zu können. Der Jurist More stimmt der Scheidung nicht zu und beharrt darauf, dass die Annullierung der Ehe der Zustimmung des Papstes bedürfe. Er widersetzt sich den Wünschen seines Königs, weil er sich den Gesetzen und seinem Gewissen verpflichtet fühlt. Dieser Sachverhalt wird im Film innerhalb beeindruckender Dialoge breitangelegt und dabei sehr spannend wiedergegeben.
Man erlebt anschließend wie More sein Amt niederlegt, weil er den Weg, den der König geht, nicht mittragen kann. Heinrich will England von der katholischen Kirche abzuspalten und selbst Oberhaupt der Kirche seines Landes werden, um auf diese Weise Boleyn heiraten zu können. Er will um seiner persönlichen Interessen willen, das Gesetz aushebeln und wird sein Wollen schließlich umsetzen.
More wird bedrängt und verleumdet. Man sucht Mittel, um ihn aus dem Weg zu räumen und man scheut sich nicht einen Meineid zu leisten, um More zu vernichten. Ein korrupter Staatsdiener findet sich bereit More unter Eid zu verleumden.
Im Film wird gezeigt, wie infam man mit More, einem zutiefst rechtschaffenen Mann, umging und wie man ihn schließlich hinrichtet.
Keine Sternstunde der Menschheit, sondern das Gegenteil!
" Ein Mann zu jeder Jahreszeit " erhielt 1966 sechs Oscars u.a. für die wunderschönen Kostüme, aber auch für das hervorragende Drehbuch.
Ich empfehle diesen Film nachhaltig, weil er zum Nachdenken anregt.
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